Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573452
1206 
1208. 
455 
Kilian 1616 in Folio gestochen hat. Wir vermuthen darunter den 
jüngeren Meister Hans Lencker, welcher einer der Hofgoldschmiede des 
Churfürsten Maximilian I. in München war, und nach 1616 nicht mehr 
vorkommt. Von ihm ist wahrscheinlich die kostbar verzierte Flinte 
mit dem Monogramm H L und F in der Ambraser Sammlung zu Wien. 
1206. Hans Lachner, Maler und Zeichner, welcher um 1558-1580 
 thätig war. Wir kennen Zeichnungen in Rothstein von diesem 
'  Meister. Eine solche in der fürstlich Wallersteimschen Sammlung 
stellt die Verkündigung Mariä. vor, und trägt den Namen: Hanss 
Laclmer. Die Jahrzahl ist nicht beigefügt. Wir fanden aber eine 
Röthelzeichnung mit dem Monogramm und der Jahrzahl 1558, welche 
den Schöpfer der Welt vorstellt und zum Stiche folgenden Werkes 
benützt wurde: Heptameron. Siebentägige Erschaff vnnd Vollendung 
der Welt. Diess ist der Haupttitel einer Folge von sieben Blättern, 
welche die Schöpfungstage vorstellen. Auf dem ersten Blatte erscheint 
der Schöpfer im Beginn dessen, was die biblische Urkunde erzählt. 
Es sind auch lateinische und deutsche Schrifttexte beigefügt, theils im 
oberen, theils im unteren Rande: Venite et videte opera Domini. 
Psal. 45. v. 9. Ifompt her vnd schawet die Werclc des Herrn. 
Psal. 115. n. 9. Unten steht auf dem ersten Blatte: Prima, Opifex 
rerum, coelo terraque creatio.  Das Gott selbs gsehen hat gut 
sein. Dieses Blatt hat den abgekürzten Namen: Hanns Lachn., auf 
den andern Blättern steht: Hanns Lachner. H. 8 Z. 5 L. Br. 11 Z. 
Der Rand ist 1 Z. 2 L. breit. Der Name des Stechers dieser Blätter 
ist nicht angegeben, sie scheinen aber Augsburger Fabrikate zu seyn. 
Wolfgang Kilian und Dominicus Custos in Augsburg stachen nach 
Seinen Zeichnungen 24 Blätter, welche die Geschichte des Menschen, 
seine Schöpfung, seine Leiden und dessen Sieg und Lohn nach Er- 
tragung derselben vorstellen, kl. qu. fol. 
1207. Unbekannter Formschneider, welcher von Bartsch, IX. 
pag. 565 eingeführt wird. Sein Zeichen besteht aus H E, wie 
H wir es N0. 853 gegeben haben, Bartsch fügt aber auch das ge- 
gebene Monogramm bei, welches vielleicht auf einem Blatte vorkommt, 
in welchem; der Buchstabe E nicht deutlich ist. 
1208. Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher zu Anfang des 
IIL 17. Jahrhunderts in Italien thatig war. Er kam mit Luca Ciam- 
berlano in Berührung, man kennt aber nur drei Blätter nach seinen 
Zeichnungen. Auf zweien kommt das gegebene Monogramm mit ge- 
ringer Abweichung vor, und auf einem dritten steht das L voraus, so 
dass wir das Zeichen unter LH bringen müssen. Bartsch erwähnt die 
folgenden Blätter nicht.  
1) Die hl. Martha mit dem Drachen an einem Bande, und mit 
dem Scepter in der rechten Hand, in halber Figur. Im Bade steht: 
SANCTA MARTA. Ill. ac Emcell. D. Domino Petra Medices ad 
mstar omnium egregio adolescentulo Lueas Ciamberlanus T. D. D. 
fecit anno 1605. H. 4 Z. 9 L. Br. 3 Z. 9 L. 
 2) Die hl. Catharina, halbe Figur, nach rechts hinter einem Ge- 
519188. Sie trägt die Krone auf dem Haupte und legt die linke Hand 
mit dem Palmzweige auf das Rad, an welchem das Schwert lehnt. Im 
Rande steht: S. CATHARINAE. VIRGIIVIS. ET MARTYR. IMAGO. 
Illnvv et Ewcellnw D110 Cosmo Medices  Lucas Ciamberlanus 
Vrbinus obseruantiae ergo. 1605. H. 4 Z. 91], L. Br. 3 Z. 9 L. 
Dieses sehr seltene Blatt kommt im ersten Drucke mit der Jahr- 
Zß-hl 1601 vor.
        

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