Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573329
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1171 
1174. 
nommen. Dagegen ereiferte sich der k. Oberünanzrath v. Sotzmanniin 
Naumanms Archiv für die zeichnenden Künste VI. S. 90 u. 155, da 
auch Hr. Wiechmann-Kadow im ersten Jahrgange des Archivs S. 49 
unter Jakob Kerver die Holzschnitte des Meisters I. K. aufgezählt, und 
nach Christ u. A. ihm auch die Ansicht von Eger zugeschrieben hatte. 
Wiechmaiin-Kadow erntete für seine Mühe bei Herrn v. Sotzmann 
schlechteiiDank, wie man aus dem Archiv VI. S. 155 ersehen möge, 
es hat aber der Berliner geheime Rath auch nicht gesagt, wer denn 
statt Jakob Kerver einzutreten habe. Das Weitere werden wir unter 
I. If. verhandeln, und es ist nur noch zu bemerken, dass unser Mono- 
grammist mit dem sogenannten Jakob Köbel, oder dem Jakob Kerver 
in keine Beziehung kommt. 
1171. Heinrich Klerk S011 nach Brulliot I. No. 2367 Gemälde mit 
diesem Zeichen versehen haben. Sie sind in der Weise des 
 David Teniers behandelt, aber monoton und graulich in der 
 Farbe, und flüchtig in der Zeichnung. Gemälde dieser Art 
können nicht von Heinrich de Klerk, dem Schüler des Martin de Vos 
herrühren, und ein anderer Heinrich Klerk ist nicht bekannt. Im 
Jahre 1570 zu Brüssel geboren, malte H. de Klerk, oder richtiger 
de Clerck, historische Bilder in der Weise des M. de Vos, und starb 
1629. Wenn die Gemälde in der Art des David Teiiiers so monoton 
und granlich aussehen, kann man auch nicht an Egbert Heemskerk 
denken, den Nachahmer des A. van Ostade und A. Brouwer. Es handelt 
sich also um einen unbekannten Künstler. 
 Hans Kappler, Zeichner und Maler, stand um 1605-1620 
in Diensten des Churfürsten Maximilian I. von Bayern. Er führte 
fß für die von diesem Churfürsten in München errichtete Fabrik 
für Hautelissc-Tapeten mehrere Cartons aus, und hatte überhaupt als 
Zeichner Ruf. Dann malte er auch Portraite und Altarbilder. Das 
obige Zeichen findet man auf einer Zeichnung mit St. Sebastian am 
Baume in der Sammlung der k. Universität zu Erlangen. Die Com- 
position ist mit der Feder umrissen und ausgetuscht. Das Moiiogramm 
steht auf der Rückseite. H. 8 Z. 4 L. Br. 4 Z. 3 L. Es müssen 
sich noch mehrere andere Zeichnungen von ihm finden. 
1173. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 17. Jahr- 
im: hunderts thätig war. Das gegebene Zeichen gibt Brulliot 
i  Ja I. N0. 2369 mit der Bemerkung, dass man es ohne Grund 
dem Hans Klim zuschreibe. Das Monogramm bemerkt man auf einem 
Kupfer-Stiche mit der halben Figur eines Soldaten in 314 Ansicht nach 
links. Er trägt eine Pickelhaube mit zwei Federn. 8.  
Bartsch erwähnt im Catalog der Blätter von Rembrandt und im 
Geschmacke desselben, II. S. 128 No. 64, die Büste eines Kriegers 
mit zwei Federn auf dem Helme, sagt aber, es sei links im Rande 
H. K. pinw. bezeichnet. Er gibt eine Höhe von 6 Z. 8 L. an, wodurch 
nicht das Oktavformat ausgedrückt ist. Wir kommen unterH. K. pinzc. 
darauf zurück. 
1174- llerbertjiünig, Zeichner und Maler von Leipzig, machte 
 seine Studien an allen Ecken Deutschlands, und am 
  liebsten da, wo er Steif zu Carrikaturen fand. Hierin 
HQÄSI entwickelte er ein grosses Talent, welches aber, wie 
immer, ungeregelt blieb. H. König ist zum Künstler geboren, er ver- 
suchte es aber überall, ohne Stabilität zu gewinnen. Um 1848 hielt 
er sich in München auf, wo er für die fliegenden Blätter, für die 
Hauschronik und für andere Werke des xylographischen Instituts von
        

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