Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573161
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HIIS. 
1127. 
1) Eine Königin mit der Krone auf dem Haupte knieend mit ge- 
falteten Handen vor einer Säule, auf welcher ein Götterbild steht. 
Hinter ihr ist ein Vorhang an den Säulen befestigt, und rechts in der 
Durchsicht ist ein Tempelgebäude, wahrscheinlich die alte Basilica des 
hl. Petrus. Unter der Königin saugt die Wölfin den Romulns und 
Remus. Unten in der Mitte die Initialen, und auf der Rückseite 
geschichtlicher Text. 
2) Johannes der Evangelist mit dem Kelche in faltenreichem Mantel 
auf einem getäfelten Boden in einer romanischen Halle. Oben steht 
dessen Name, und unten das Feld mit den Initialen. Als Illustration 
des Capitels über Santo Giovanni in Laterano. Auf der Rückseite der 
Schlusstext der Geschichte des Kaisers Constantin. 
3) Der hl. Petrus mit Schlüssel und Buch auf getafeltem Boden 
in einer romanischen Nische. Unten in der Mitte sind die Initialen, 
und auf der Rückseite Text über ein wunderthätiges Ghristusbild. 
4) Der St. Veronica-Altar mit dem Schweisstuehe des Heilandes. 
Unter diesem knieen viele Figuren, und voraus die Fackelträger. In 
den Ecken der Einfassung sind hier die Symbole der Evangelisten 
nach dem alten Typus. In der Mitte unten die Initialen, und auf der 
Rückseite Text, mit dem Schlusse: Hie volget nach der sibenf attar. 
5) Der Apostel Paulus mit Buch und Schwert vor einem Vorhange 
in der Nische. Unten die Initialen, und auf der Rückseite Text: 
Die dritt haubt kirch ist zu sant Pauls etc. 
6) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde als Himmelskönigin auf dem 
halben Monde. Sie steht von Flammen umgeben unter einem einfachen 
Bogen, dessen obere Rundung ein Ast mit Blättern bildet. Links oben 
in der Einfassung ist die Büste der Maria, rechts jene des verkünden- 
den Engels. Rechts und links unten ist je eine Büste eines Propheten 
mit Schriftbandern. In der Mitte unten ist das bekannte Band, statt 
der Buchstaben sieht man aber nur die Punkte. Auf der Rückseite 
ist Text: Die vierte haubt Icirch ist zu saut Maria maior etc. Das 
Vorbild zu diesem Holzschnitte ist in Deutschland zu suchen. Fast 
dieselbe Vorstellung sieht man am Plafond des Orgelchores der Frauen- 
kirche in München. Sie kommt auch als Vignette in Schobseiüschen 
Drucken vor. 
7) Der hl. Lanrenzius mit Rost und Palme unter einem einfachen 
Bogen. Unten in der Mitte die Initialen, und auf der Rückseite Text, 
mit dem Schlüsse: Hie eolget nach die funfft haabt kirch. 
8) Christus am Kreuze mit Maria und Johannes, ohne Architektur 
auf weissem Grunde. In den Ecken sind die alten Symbole der Evan- 
gelisten, und unten in der Mitte die Initialen. Auf der Rückseite Text: 
Die v haabtkirch ist zu sant Laurätz etc. Das Vorbild zu diesem 
Holzschnitte dürfte von einem deutschen Meister seyn. 
 9) Der hl. Sebastian am Baume von Pfeilen durchbohrt. Rechts 
in der Einfassung schiesst ein Schütz den Pfeil nach ihm ab, und links 
spannt ein solcher die Armbrust. Unten in der Mitte die Initialen, 
und auf der Rückseite Text, mit dem Schlüsse: Hie volget nach die 
sibend haubt Itirch. Auch diese Vorstellung trägt das Gepräge der 
deutschen Schule. 
10) Christus, wie er sitzend dem hl. Petrus die Schlüssel über- 
reicht. Rechts ist eine Gruppe der Apostel, auf dem vom Haupte des 
Herrn ausgehenden Bande steht: nur umso CLAVES. RE. cnLou. Diese 
Vorstellung ist vor dem Titel des Buches eingefügt, und ohne Initialen. 

        

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