Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1573127
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HIER. 
H15. 
8) Die Auferstehung Christi, mit vier Soldaten in der Nähe des 
Grabes ,Zund an letzterem: HIERONIMVS MOCETVS. H. 16 Z. 9 L. 
Br. 11   
Dieses etwas rauh behandelte Blatt schreibt Regnault-Delalande 
im Catalog Silvestre dem G. M. da Brescia zu. Das Exemplar der 
Sammlung des M. de Silvestre ging in das Cabinet des Prinzen von 
Sachsen-Teschen über, jetzt Besitzthum des Erzherzogs Carl in Wien. 
9) Die Bekehrung des hl. Paulus, reiche Composition. In Mitte 
des Blattes ist der Apostel vom Pferde gestürzt, und seine Gefährten 
helfen dem vom Strahle des Himmels getroffenen Verfolger der Christen. 
Ohne Zeichen. H. 10 Z. 2 L. Br. 15 Z. 5 L.  
Dieses Blatt wird im Oataloge des Marchese hlalaspina di Sannazaro 
II.  36 dem Moceto der Zeichnung nach zugeschrieben, weil der 
Marchese zweifelt, 0b der Künstler selbst in Kupfer gestochen habe. 
Das Exemplar des Cabinet Malaspina in Padua hat farbiges Papier 
und ist mit Weiss gehöht. 
10) Die Verläumdung des Apelles, oder die Thorheit auf dem 
Throne, durch den langohrigen Mydas handelnd vorgestellt, und zwar 
auf der Piazza S. Giovanni e Paolo zu Venedig. Ohne Namen und 
Zeichen. H. 12 Z. Br. 16 Z. 6 L. 
Bartsch XIII. p. 113 No. '10 schreibt dieses Blatt einem unbe- 
kannten Meister zu, es ist aber sicher von Moceto's Hand, wie auch 
Ottley p. 516 bestätigt. Im Cabinet zu Wien ist ein Abdruck vor und 
mit der Adresse von Antonio Salamanca. Im Cabinet Cicognara waren 
ebenfalls zweierlei Abdrücke, und darunter sehr wahrscheinlich ein 
Probedruck, da er weniger vollendet ist, als der andere. Es wäre aber 
möglich, dass Salamanca die Platte retouchirte, und zuvor Abdrücke 
ohne seine Adresse machen liess. 
11) Ein grosses Schlachtstück von zwei Platten. Bartsch N0. 8 
beschreibt nur die linke Hälfte mit dem Namen HIEROIVIMVS unten 
in der Mitte. Auch Ottley kannte nur diese Hälfte, und somit nehmen 
sie fast alle späteren Chalcologen für ein Ganzes. H. 10 Z. 2 L. 
Br. 15 Z. 3 L. Die zweite Hälfte stellt einen Reiterzug vor, und 
einen knieenden Soldaten, der einen jungen Mann auf die Schulter 
nehmen will. In Mitte der 'l'errasse steht: MOCETVS. In derselben 
Grösse. Bartsch sah im Cabinet zu Wien nur die linke Abtheilung, 
und es sind noch nicht beide Hälften daselbst vorhanden. Bei der 
Auktion Durand bezahlte Thomas Wilson dasselbe Blatt mit 750 Frs. 
Die zweite Abtheilung wird im Catalog Silvestre p. 181 dem Gio. Maria 
da Brescia zugeschrieben. In der Sammlung des Erzherzogs Gar] in 
Wien ist dieselbe Abtheilung, vielleicht Silvestre's Exemplar. Beide 
Stücke zusammen bilden eine Breite von 30 Z. 6 L. 
12) [B. 7] Eine Opferscene nach Art eines antiken Basrelief. Links 
wirft ein Priester Rauchwerk in das Feuer auf dem Altare, und ein 
anderer giesst Flüssigkeit hinein. Am Fusse des Altares sind drei 
Kinder, und rechts ist das Volk versammelt. Links unten bemerkt 
man die dritte Namensehiffre. H. 7 Z. 4 L. Br. 11 Z. 8 L. 
Cabinet in Wien. 
13) [B. 6] Ein auf dem Boden sitzender bekränzter Mann mit dem 
Kruge. Ohne Zeichen. H. 10 Z. 9 L. Br. 7 Z. 
In den Catalogen Ottley und Gicognara kommen Exemplare vor. 
Auch in Wien ist eines vorhanden. 
14) Die schlafende Nymphe an der Wasserurne, rechts Neptun 
mit dem Dreizack, und links ein Mann mit zwei Flöten, wie er nach 
dem lüsternen Satyr deutet, der das Gewand der Nymphe lüftet, u. s. w. 
Vorn am Ufer halten zwei Kröten einen Bandstreifen mit einem räthsel-
        

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