Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572955
HHP 
HHS. 
1080  
1084. 
405 
1080- Heinrich Jetzeller, der oben erwähnte Glasmaler, könnte 
 auch der Träger dieses Zeichens seyn, da das radirte Blatt, auf 
  welchem es vorkommt, gegen Ende des 16. Jahrhunderts fällt. 
Es stellt ein auf dem Todtenkopf sitzendes Kind vor, wie es Seifen- 
blasen macht. Links dringt Rauch aus einer Vase, und rechts auf 
einem Steine bemerkt man drei leere Wappenschilde mit dem obigen 
Zeichen darüber. Es scheint fast, der Künstler habe sich damit ein 
Grabdenkmal gezeichnet. Solche Vorstellungen wurden aber auch auf 
Glas gemalt. 
1081. Unbekannter Kupferstecher, welcher im ersten Decenninm 
 des 17. Jahrhunderts thätig war, und den Virgil Solis zum 
 Vorbilde genommen hatte. Das Blatt mit diesem Zeichen stellt 
7 75- einen zerlumpten Nachzügler vor, wie ihn der Hund anbellt. 
Das Zeichen des Künstlers ist rechts unten, und die Jahrzahl 1615 
links. H. 5 Z. Br. 3 Z. 2 L. Man findet wahrscheinlich noch andere 
Blätter dieser Art. 
1082. Unbekannter Maler, welcher um 1507 in Deutschland ge- 
f lebt haben soll. Heller scheint Zeichnungen von ihm gesehen 
HR" " zu haben, indem er das gegebene Monogramm einem Zeichner 
von 1507 beilegt. Uns scheint es etwas problematisch zu seyn, da das 
Gursiv F in jener Zeit nicht gebräuchlich war. Der genannte Schrift- 
steller bringt das Monogramm unter HI B, man wird aber eher 
H H R lesen. 
1083. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 16. Jahr- 
hunderts thätig war, und von Zani, Materiali dm. p. 7, irrig 
Hans Schäufelein genannt wird. Er lebte wahrscheinlich in 
E131 Nieder-Deutschland, da er mit dem Meister H No. 512 in 
Berührung kommt. Das gegebene Zeichen findet man im 
zweiten Drucke einer gegenseitigen Copie des Blattes von 
Albrecht Dürer, welches Bartsch No. '75 unter dem Namen der vier 
nackten Weiber beschreibt. Die Copie fertigte der Meister H mit dem 
Messer N0. 512, und wir haben sie in dem betreffenden Artikel No. 2 
beschrieben. Der ungeschickte Meister H S, dessen Blätter Bartsch 
VI. p. 386 beschreibt, bekam die Platte in die Hände, und richtete sie 
für sich zu, indem er den ersten Schenkel des ursprünglichen H mit 
dem Querstriche zu vertilgen suchte, aber noch so viel Spuren zurück- 
liess, dass die Linien noch ziemlich deutlich hervortreten. Das obige 
Monogramm copirte Bartsch nach dem Exemplare der k. k. Sammlung 
in Wien, er kannte aber den Meister H mit dem Messer No. 512 nicht, 
welcher die Copie gestochen hat. Das Messer fügte der Monogrammist 
H S auf keinem seiner Blätter bei, und daher hat er sich die Copie 
mit den sogenannten Hexen nach Dürer mit Unrecht zugeeignet. Er 
ist auch ein geringerer Künstler. , 
1084. Unbekannter Kupferstecher, welcher um den Anfang des 
16. Jahrhunderts thatig war. Er gehört zu den Nach- 
H  ahmern des Martin Schongauer, oder ist vielmehr nur 
Gopist, so dass es sich wahrscheinlich um einen Goldschmied handelt. 
Der Familienname liegt wohl in dem Buchstaben S, da in jener Zelt 
dieser Buchstabe nicht als Sculpsit zu nehmen ist. 
Der fragliche Meister copirte die 12 Apostel nach Martin Schön, 
B. No. 34-45. Sie sind bis auf No. lsvon der Gegenseite gegeben, 
der Copist war aber ein schlechter Zeichner, und ein sehr mittel- 
mässiger Stecher. Unten in der Mitte stehen die gegebenen Buch- 
staben, mit Ausnahme von No. 9. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 1 L.
        

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