Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572938
HHF. 
107i 
1073. 
403 
1071- Heinrich liulzmüller, Formschneider in Basel, war um 1550 
A H- thätig. Wir haben ihn schon unter dem Monogramm H H 
 N o. 1022 eingeführt, und mussten auch unter den Initialen 
H-F H. H. N0. 1041 seiner gedenken. Bartsch IX. p. 400 kennt 
den Namen dieses Meisters nicht. Er hat nach Zeichnungen des Hans 
Rndolph Manuel Deutsch u. A. geschnitten. 
1) Die Ansicht von Speyer. In S. Münsters Cosmographey. Basel, 
Adam Petri 1550 ff. Mit dem ersten Zeichen. Höhe 6 Z, 4 L. 
Br. 13 Z. 6 L. 
2) Der über den Bach springende Hirsch, und ein aus demselben 
saufendes Kalb. Links unten das zweite Zeichen. Höhe 3 Z. 8 L. 
Breite 5 Z. 
3) Ein nach rechts galoppirendes Pferd. In der Mitte unten das 
zweite Zeichen. H. 3 Z. 2 L. Br. 5 Z. 
Diese beiden Blätter ündet man in: Herold's Heydenweldt. Basel 
1554, fol. Ein anderes Blatt dieses Werkes ist H. H. mit dem Messer 
bezeichnet. 
1072. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 
HLIPH" 16. Jahrhunderts in der Schweiz thätig war. Man Endet 
x  historische und allegorische Zeichnungen in Tusch, und 
theils auch leicht colorirt mit dem Monogramme. Diese Zeichnungen 
wollte man früher dem Hans Holbein zuschreiben, dessen Kunstweise 
aber nicht daraus hervorleuchtet. Der Meister gehört der früheren 
elsassisch-schweizerischen Schule an, und wurde von Holbein wenig 
berührt. Wir deuten das Monogramm auf Hans Herbst, welcher 
1492 im rothen Buche der Zunft izum Himmel in Basel erscheint. 
Dieser Herbst ist wohl nicht jener Hans Hirtz von Strassburg, welchen 
Gailer von Kaisersberg in seinem Evangelienbuche einen ausgezeich- 
neten Künstler nennt, und Wimpheling neben Martin Schongauer und 
Albrecht Dürer stellt. Hans Herbst, auch Herbster, der Vater des 
Buchdruckers Johannes Oporinus, war ein so eifriger Zwinglianer, dass 
er kein Heiligenbild mehr malen wollte, und sich daher nur auf pro- 
fane Vorstellungen beschränkte. Die Zeichnungen mit dem Monogramme 
waren für Glasmaler bestimmt, und sie könnten von ihm herrühren. 
1073. Hieronymus Franck, richtiger Francken, geb. zu Antwerpen 
oder zu Herenthals gegen 1544, war Schüler von Franz Floris, 
Hd? arbeitete 1565 mit anderen belgischen Meistern in Fontaine- 
bleau, und musste in den Religionswirren Frankreich verlassen. Diese 
Zeit benützte Francken zu einer Reise nach Italien, kehrte aber bald 
wieder nach Paris zurück, wo er als Portraitmaler des Königs eine 
Schule eröffnete, in welcher mehrere seiner Mitschüler bei Franz Floris 
zusprachen. Von 1590-1595 arbeitete der Künstler wieder in Ant- 
werpen, verliess aber im letzteren Jahre zum dritten Male sein Vater- 
land, und starb im hohen Alter zu Paris. Das Jahr ist nicht bekannt, 
man lässt aber seinen Tod 1620 erfolgen. In der Gallerie zu Ant- 
werpen ist jedoch ein Gemälde mit Horatins Cooles, und der Inschrift: 
Jeronimus Frauchen im). et fecit anno 1620 den 14 Augusti. Diese 
müsste nun das letzte Bild des Meisters seyn. 
Die Gemälde mit obigem Zeichen schreiben Oh. v. Hechel und 
L. v. Winkelmann dem Franz Floris zu, welcher aber zwei F verband, 
wie II. N0. 2071 zu ersehen ist. Hieronymus Francken bediente sich 
auch der Buchstaben HF zur Bezeichnung, und es ist nicht immer 
klar zu erkennen, ob der Verbindungsstrich zwischen H und F vor- 
handen ist. Ein ähnliches Zeichen ist auf dem Gemälde der Ent- 
hauptung des Johannes von 1609 in der Gallerie zu lgäeksden-
        

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