Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572916
HHB. 
1065. 
401 
deutende Anzahl von Holzschnitten, welche grossentheils von unserm 
Künstler gezeichnet sind. Ausserdem hat noch der Monogrammist H E 
N0. 853 Theil, und als Formschneider gibt sich der Meister H FS 
N0. 939 kund. Hersbach könnte aber ebenfalls Blätter geschnitten 
haben, obgleich seinem Zeichen das Messerchen nicht beigefügt ist. 
Die Holzschnitte sind durchgehends 3 Z. 10-11 L. hoch, und 5 Z. 
1-2 L. breit. Im zweiten Drucke findet man sie in: Ludouicz" Gra- 
natensis Postilla, cerleutscht durch J0. Rullius. Cöln 1588, fol. 
Auf folgenden Blättern kommt das Monogramm vor: 
1) Die Geburt Christi, und die anbetenden Hirten im Stalle. Links 
unten ist das Zeichen HH B, und gegen rechts unter den Beinen eines 
Hirten das Monogramm des Formschneiders H F S. 
2) Die Beschneidung des Jesuskindes. Links unten das Zeichen. 
3) Die Anbetung der Könige. Rechts unten das Zeichen. 
4) Christus im Gespräche mit den Jüngern. Links breitet sich 
die Stadt aus, und oben in Wolken erscheint Gott Vater. Rechts unten 
in der Ecke ist das Zeichen verkehrt. 
5) Christus von Pharisäern umgeben, wie er ihnen das Gleichniss 
vom Hirten und dem Schafstalle erzählt. An letzterem lehnt die Leiter, 
und der Pharisäer holt auf derselben das Schaf heraus. Der gute Hirt 
treibt den Wolf vom Stalle weg, während der schlechte iiieht. Rechts 
unten in der Ecke ist das Zeichen. 
Die Platte zu dieser Vorstellung befindet sich in der fürstlichen 
Sammlung zu Wallerstein. 
6) Christus unter dem Baume sitzend von den Jüngern umgeben. 
Links in der Stadt findet ein Brandopfer statt, und auch eine Marter- 
scene ist vorgestellt. Unten in der Ecke ist das Zeichen. 
7) Christus links sitzend, wie er die Jünger belehrt. Rechts ist 
die Stadt, und oben in Wolken erscheint Gott Vater. Rechts unten 
ist das Monogramm H HB, und auf einem Säulenstücke jenes des er- 
wähnten Formschneiders H F S. 
8) Christus macht die Jünger auf das jüngste Gericht aufmerksam, 
dessen Vorzeichen versinnlicht sind. Links unten das Monogramm. 
9) Die Jünger auf dem Wege nach Emmaus über die Brücke 
gehend. Rechts oben sieht man sie im geöffneten Gebäude bei dem 
Heiland am Tische. In der Mitte unten das Zeichen. 
10) Christus in Mitte der Apostel, wie Thomas den Finger in seine 
Wunde legt. Links unten das Zeichen. 
1065. Johann Hogenberg, Zeichner und Kupferstecher in Cöln, 
war um 1590-1610 thätig. Wir haben ihn bereits unter 
mfpß H BH No. 730 eingeführt, da das zweite Zeichen auch unter 
dlesen Buchstaben rubrizirt werden kann. Man findet es auf Blättern 
einer Folge mit Darstellungen aus der Geschichte des Tobias, in Oval 
(In. 8. Eines dieser Blätter ist mit dem Namen versehen, ein anderes 
mit der Abbreviatur I0. Hog. in. sculp. et eara, und ein drittes trägt 
die Jahrzahl 15.94. Das erste Zeichen findet man auf dem Titelblatte 
zu: B. P. Blasii Viegas Lusitani in apocalypsin Joannis apostoli 
Commentarii ewegetici. Coloniae Agrlipinae apud Joh. Honthemium 
1603, 4. Oben ist Gott Vater zwischen Moses und Elias vorgestellt, 
und unten bemerkt man drei Bilder aus der Apokalypse. Dasselbe 
Zeichen, doch gerade gestellt, findet man auch auf einem Kupferstiche 
mit zehn tanzenden Kindern, und einem Sackpfeifer. Im Rande steht: 
Ubi Es! Adolescentia Ibi Est Gaudium Sine Malicia. Unten rechts 
bemerkt man das Zeichen. H. 3 Z. 9 L. Br. 7 Z. 3 L. Ueber die 
Blätter mit dem zweiten und einem ähnlichen Monogramme vgl. N0. 730. 
Monogruxnmiaten Bd. III. 26
        

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