Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572732
1035  1037. 
383 
15) Eine grosse Bauernstube mit Weibern und Kindern um das 
Feuer. Andere Kinder spielen, und rechts putzt eine Frau Gemüse. 
Mit lateinischen und französischen Versen im Rande, und dem ver- 
kehrten Monogramme, qu. fol. 
16) Zwei trunkene Bauern von den Weibern nach Hause geführt. 
Nach Peter Breughel. hH so. 1642. c. 1m, kl. fol. 
17) Zwei sich sträubende Männer mit ihren Weibern, im Grunde 
auf der Brücke eine dritte Gruppe. Nach Peter Breughel. Das 
Gegenstück. 
18) Zwei tanzende Narren, der eine mit der Brille und Eule. Nach 
P. Breughel. hH so. 1642, c. pr., qu. 8. 
19) Die Ansicht des Colisseums in Rom. Dieses Blatt kommt mit 
anderen in Mar0l0is' Opera Mathematica vor. 
1035. Hans Hauer, Wappenmaler und Radirer, wurde 1586 zu 
Ph Nürnberg geboren, und erlangte als Künstler grossen Ruf. Das 
gegebene Zeichen könnte man auch auf Hans Hofmann deuten, 
da es auf Aquarellen und Miniaturen vorkommt, die Jahrzahl 1573 ff. 
spricht aber nicht für H. Hauer. Auch mit jenem des Heinrich 
Hondius darf man es nicht verwechseln. Auf Wappen bezieht es 
sich auf H. Hauer, welcher die beiden H auch in ähnlicher Weise 
verband, wenn er den Namen aufschrieb. Brulliot App. I. N0. 297 
fand dieses Zeichen auf dem von Hans Troschel gestochenen Wappen 
des Patriziers Johann Wilhelm Kress von Kressenstein, welches dieser 
als Bibliothekzeichen anwendete. Der Berichtgeber des Brulliot deutet 
das Monogramm H h auf Heinrich Hondius, und der genannte Schrift- 
steller bezweifelt desswegen das Monogramm des H. Troschel. Allein 
dem Heinrich Hondius ist es nie eingefallen, das Wappen eines Nürn- 
berger Patriziers für seinen Verlag stechen zu lassen. Hans Hauer 
war der Maler des Wappens. Man darf ihn nicht mit dem folgenden 
Künstler verwechseln. 
1036. Johann Hauer, Zeichner, Radirer und Formschneider  
von Altenbilrg, war um 1610-1620 thätig. Man findet 
Holzschnitte mit Bildnissen, auf welchen die gegebenen 
Zeichen vorkommen. Darunter ist eine Folge von Por- 
Zg, traiten sächsischer Herzoge, welche Moses Thym um 
J 1613 in Holz geschnitten hat. Auf einigen Blättlern 
kommt das zweite Monovramm mit der Jahrzahl 1613 und dann o ne 
Schnörkel mit den Bilchstaben M W vor. Das erste äeichen mit der 
Jahrzahl 1611 findet man auf den in Holz geschnittenen Bildnissen 
des Arztes Daniel Sener und des Gottesgelehrten Johann Förster. 
Wir werden unter I H ziuf diesen Meister zurückkommen, da das 
Monogramm aus diesen Buchstaben besteht. 
1037. Jakob van der Heyden, Kupferstecher von Strassburg, ist 
m unter dem Monogramm N0. 576 eingeführt, und mit Bezug- 
 nahme auf jenen Artikel bemerken wir hier nur, dass man 
die gegebenen Zeichen auf kleinen historischen Blättern und Bild- 
nissen finde. Ein dem ersten ähnliches Monogramm kommt auch auf 
einem Schwarzkunsthlatte von Andreas Paul Multz vor, es ist aber 
wahrscheinlich für J M (Joh. Bernhard Mnltz) zu nehmen. In dem 
obigen Zeichen liegt ein verkehrtes h mit v.
        

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