Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572727
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1034. 
7) Beschrycing en afbeeldingen der generale Regelen der Ferti- 
flcatien der Artillerie 1624. Mit vielen Blättern, fol. 
8) Het fortlvicaty Boeck. Auf dieses Werk macht Willem Claesz 
in seiner Arithmetische ende Geometrische Practycke der Bos- 
schielerye. Rotterdam 164-1, aufmerksam. 
9) Onderwyssinge in de Perspectice Consle doorH. Hondius. In 
s" Granen-Haghe 1623. Mit 36 Kupfertafeln, fol. u. qu. fol. 
10) Opera malhematica. Hagae-Comitis, H. Hondius 1614, qu. fol. 
Die Zeichnungen zu diesem, von Marolois herausgegebenen Werke 
fertigte Peter Stephani, und Hondius hat sie gestochen. Es kommt 
darauf das Verzogene Monogramm vor. 
H) Toneel ofle Beschryvinge der Sieden van Holland etc. door 
Marcus Zuärius Bozhornius. Amsterdam 1634, qu. 4. 
Die Karten und anderen Ansichten sind von Hondius gestochen. 
Er hatte ein Privilegium darauf, und übertrug dasselbe 1632 an Jakob 
Kreins, den Verleger des Buches. 
In den genannten Werken kommen Blätter mit Monogrammen vor. 
Er bediente sich des Zeichens sowohl auf Stichen nach eigener Zeich- 
nung, als auch auf solchen nach anderen Meistern. Man findet Bild- 
nisse und andere Darstellungen mit dem Monogramme, es ist aber 
nicht immer zu bestimmen , 0b diese Blätter von dem jüngeren, oder 
dem älteren Hondius herrühren, wie diess überhaupt im Allgemeinen 
der Fall ist, wenn nicht eine beträchtliche Anzahl von Stichen vor- 
liegt. Beide Künstler haben fein gearbeitet, in einer an die Wierxlsche 
Schule erinnernden Weise. Ein oft besprochenes Blatt ist die Copie 
des Eulenspiegel nach Lukas van Leyden. Sie stellt einen den Dudel- 
sack spielenden Bauer neben seiner Frau vor, ersteren nach links ge- 
richtet. H. 6 Z. 5 L. Br. 5 Z. 2 L. Das Original ist äusserst selten. 
und daher verwendete Hondius "1644 alle Mühe auf die Copie, welche 
im beschnittenen Zustande wirklich täuschend ist. Hondius wollte aber 
nicht betrügen, denn das Blatt hat die Unterschrift: Dees aerse vorm  
cyftig Ducatons. Das Original wurde nämlich schon zur Zeit des Hon- 
dius mit 200 Thlr. bezahlt, Spekulanten schnitten aber die Preisangabe 
weg. Wenn dieses Blatt von dem alten Hondius copirt ist, dann hat 
er als Greis von 70 Jahren noch Jugendkraft gehabt. Wir glauben 
aber, dass der Nachstieh von dem jüngeren Hondius herrühre, sowie 
das mit dem Monogramm und feclt bezeichnete Bildniss des Lukas 
van Leyden. Unten steht: Lucae Leidano Pictori et Sculptori, und 
etwas tiefer: Tu quoque Durero non par, sed prozeime etc. Links 
oben ist das Momgramm des Lukas van Leyden, und rechts jenes 
des H. Hondius. H. 6 Z. 5 L. und 1 Z. 8 L. Rand. Br. 4 Z. 7 L. 
Es ist diese das Bildniss jenes jungen Mannes, welches Bartsch N0. 174 
beschreibt. Das Original ohne Unterschrift ist 6 Z. 10 L. hoch, und 
ä Z. 6 L. breit. 
Von dem alten Hondius sind wohl noch folgende Blätter mit 
Monogrammen : 
12) Stillleben mit allerhand todten und leblosen Gegenständen: Finis 
coronat opus, und Mementa mori, in durcheinander gezogenen Buch- 
staben. H h fecit. Meyssens emcudit Anvtverpiae, qn. fol. 
13) Eine alterthümliche Stadt mit Figuren in einer Landschaft. H h 
inv. et sc. 1610, kl. qu. fol.  
14) Ein altes Schloss mit Brücke. Oben: Emmaus.  H h inv. 
et so. 1618. c. 1972, kl. qu. fol. 
        

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