Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572650
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1028. 
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und auf dem Gemälde, von welchem hier die Rede ist, könnte das 
Zeichen grösser seyn und gerade stehen. 
Das erste Zeichen findet man auf einem Kupferstiche von Wenzel 
Hollar, welcher den David als Sieger über Goliath vorstellt. Er steht 
über dem auf dem Boden liegenden Riesen, und rechts im Grunde 
zeigt sich das Lager der Philister. In der Mitte vorn bemerkt man 
das Monogramm, Hollans Name fehlt aber. H. 1 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4 L. 
Ein zweites Blatt enthält Holbeiirs Bildniss in Medaillen. Links ist 
das Zeichen mit der Bcischrift A2. 45, rechts steht An. 1543. 
Ueberschrift: Vera Effigies Johannis Holbeinvßj etc. Wenceslaus 
Hollar aqua ferti aeri insculpsit, ex Collect: Arundel: 1647. 
H. 5 Z. 6 L. Br. 4 Z. 3 L. Im ersten Drucke wurde dieses Bild- 
niss zu Erasmi Rot. Stullitiae La-us benützt. Im zweiten Drucke 
hat es die Adresse von F. de Wit, und im dritten Jene von Odieuvre 
in Paris. Parthey beschreibt diese Blätter N0. 71 und 1418.  
Das zweite Zeichen fand Waagen (Kunstwerke und Künstler in 
Deutschland I. S. 49) auf einem Gemälde in der Kirche zu Annaberg. 
Dieses Bild stellt die hl. Catharina vor, eine geschmackvoll bekleidete 
Figur mit herabiiiessenden goldigeu Haaren von zarter Vollendung. 
Im Hintergrunde ist die Marter der Heiligen vorgestellt, und vorn die 
Familie des Stifters in eilf Figuren. Die warmen Töne des Fleisches 
sind bereits veriiogen, doch spricht der Kopf der Heiligen durch die 
feinen Züge und den schönen Ausdruck noch immer an. Dr. Waagen 
glaubt, dass das Gemälde sowohl nach dem Monogramme auf dem 
Grunde, als auch der Art der ganzen Behandlung eine frühere Arbeit 
des jüngeren Hans Holbein sei. Wir kennen indessen kein zweites 
Gemälde Holbein's mit diesem Zeichen, wenn nicht jenes der vorher- 
gehenden Nummer demselben Meister angehört. Auf den Zeich- 
nungen zu den Kupferstichen wird Hollar das Monogramm ebenfalls 
vorgefunden haben, da nicht zu denken ist, dass er ein solches selbst 
componirt hat. 
1026- Henry llughes, Formschneider, geb. zu London um 1796, 
gehört einer Künstlerfamilie an, und leistete in seinem Fache 
 nicht Geringeres als andere englische Meister in der Zeit des 
Anfschwunges der Xylographie. Blätter von seiner Hand findet man 
in dem Werke: The Beauties of Cambria etc. Es enthält Ansichten 
von Ruinen, Kirchen und Schlössern, Landschaften, Marinen u. s. vv. 
Im Vergleiche mit den modernen englischen Holzschnitten sind diese 
Blätter noch ziemlich roh, und man kann daher den grossen Fortschritt 
der neueren Technik ermessen. 
1027. Johann Michael Hoppenhaupt, Bildhauer, geb. zu Merse- 
,  , i d. - burg 1709, arbeitete in Dresden, und dann in Berlin. 
H " "MW In dem k. Schlosse daselbst, und in jenem von Sans- 
Soucy hinterliess er Ornamente und andere Bildwerke im Zopfstyle. 
Man hat von ihm auch eine Folge von radirten und gestochenen 
Blättern mit Mustern zu Leuchtern, Uhrgehäusen, Meubeln, Trag- 
sesseln u. s. w. Auf diesen Blättern kommt das Monogramm und der 
Name vor, qu. 4. 
1028. Frederik Hendrlk Hendrickx, Zeichner und Maler, wurde 
äIDHL 61V am 17. Janner 1808 zu Arnheim geboren, und von 
 l  l  H. J. van Ameron unterrichtet. Er trat um 1836 in 
sf-Tel-Jddijl" seiner Geburtsstadt als Künstler auf, und verlebte dann 
auch mehrereIJabre in Amsterdam und in Brüssel. Man findet Land- 
schaften von seiner Hand, und dann auch Dorfansichten mit Stadage,
        

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