Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572646
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1024  1025. 
von Christoph Schleupner. Die Bilder kommen in Passepartouts vor. 
Höhe mit diesen 4 Z. 5-6 L. Br. 5 Z. 11 L. 
Auch in dem Buche von Saccus: Erklärung ober die Sontags 
Eoangelia. Magdeburg 1595, fol., kommen diese Holzschnitte vor. 
Die Vorstellung mit der Prophetie auf die Zerstörung von Jerusalem 
findet man noch in Copiosissima Evangeliorum Dominicalium Ew- 
positio. Magdeburgae 1629, 4. 
5) Die Schöpfung der Thiere. Ovale Vignette mit Einfassung, auf 
der ersten Seite in V. Dietrichis Summaria ober die gantze Bibel. 
Jhena 1594, 4. 
6) Die Fabel vom Löwen und dem Frosche. Rechts unten das 
Zeichen ohne Schneidmesser. Kommt zweimal in folgendem Werke 
mit Holzschnitten nach Virgil Solis vor: Aesopi Phrygis Fabulae. 
Francoforti 1566, 1574, 8. Auch unbezeichnete Holzschnitte dürften 
von diesem Meister herrühren. 
7) Ein Bereiter, welcher in der Reitschule das Pferd am Nasen- 
bandkhält. Mit dem Messerchen unter dem Monogramme. Dieses Blatt 
finde man in folgendem Werke von Lohneisen: Von Zeumen. Gründt- 
licher Bericht des Zeumens  1588, fol. 
8) Ein anderes Reitschulbild, in dem obigen Werke: Wie ein 
Reutter zu Pferdt sitzen soll. Mit dem Zeichen ohne Messer. 
9) Zwei Blätter in folgendem Werke: OQQAAMOAOYAEIA, 
das ist Augendienst etc. des Georg Bartisch, Oculist, Schnit und 
Wundartzt in Dresden. Dresden, Matthes Stöcke! 1583. 
1. Ein Mann, welcher den Absud im Topfe umrührt. Unten 
rechts das erste Zeichen mit dem Messer. Höhe 7 Z. 6 L. 
Breite 5 Z. 3 L.  
2. Zwei in der Badstube sitzende nackte Männer, wie ihnen der 
Bader schröpft. Links unten am Gefässe dasselbe Zeichen, 
aber ohne Messer. H. 7 Z. 6 L. Br. 5 Z. 4 L. 
Die Zeichnungen zu den Blättern des genannten Werkes fertigte 
Bartisch selbst, wie er in der Vorrede sagt. Doch sind nur zwei Holz- 
schnitte bezeichnet. 
1024. Unbekannter Maler, welcher um 1537 thätig war. In der 
E- Stadtkirche zu Annaberg ist ein kleiner Altar mit der Verkündigung 
Mariä. auf den Aussenseiten der Flügel, fein in den Figuren, und 
das Zimmer mit der Landschaft von altniederländischer Kraft und Klar- 
heit. Die inneren Seiten der Flügel sind mit vielen Portraiten der 
Stifter geziert, und das Mittelbild stellt die Kreuzigung vor. Nach 
Dr. Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland I. S. 49, steht 
darauf das obige Monogramm mit der Jahrzahl 1537. Er erkennt in 
diesem Bilde die Verwandtschaft zur Augsburger Schule, das Mittelbild 
ist aber geringer, als die Verkündigung auf den Aussenseiten. 
Waagen wird das Monogramm wohl richtig gegeben haben. Es 
weicht aber von jenem bei Brulliot I. N0. 462 gänzlich ab, so dass 
man in demselben AH vermuthen muss. Brulliot erhielt das Fac- 
simile von I-lrn. G. v. Quandt, welcher sicher schlecht copirt hatte. 
Wir haben jenes Zeichen I. N0. 658 gegeben. Vgl. auch den folgen. 
den Artikel.  
1025. Hans Holbein der jüngere ist oben N0. 1010 eingeführt, 
und es ist bereits bemerkt, dass er Gemälde und Zeich- 
 nungen auch mit einem anderen, in der Form abweichenden 
aus H H bestehenden Monogramme versehen habe. Einerseits wird 
Wenzel Hollar das Monogramm nach seiner Weise umgeändert haben,
        

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