Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572561
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HGO 
1007  
1010. 
1007. Heinrich Gödig von Braunschweig, churfürstlich sächsischer 
H G d- Hofmaler, ist oben unter dem Mono- 
' O 19' gramxn H G N0. 953 eingeführt und 
15-  Göd-  96- wir haben auch die radirten Blätter 
15. H. Güßd.  96. verzeichnet, auf welchen die Abbre- 
II_ Gödi B_ F_ 95_ viatur des Namens vorkommt, näm- 
' Hem- Gödß Brem- F- 95- 13121151112" Uni "äli ieiliiefriiiläiiä 
ging bei Heinecke ein Goldschmied Heinrich Göde Braun hervor, welcher 
nicht existirte. Er ist daher im Künstler-Lexicou zu streichen. 
1008. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 16. Jahr- 
hunderts thätig war. Christ, Monogn-Erkl. S. 221, fand das 
gegebene Zeichen auf schönen Tuschzeichnungen, und er 
glaubte, dass der Meister um 1600 in Deutschland gelebt habe. 
Wir haben keine Zeichnung mit diesem Monogramme gesehen, 
glauben aber, dass es sich um den GH P zeichnenden Kupfer- 
Stecher und Portraitrnaler II. N0. 3089 handle, welcher in Braunschweig 
gelebt zu haben scheint.  
1009. Hendrik Gerrit ten Oate, Landschafts- und Architektur- 
[ff-G 1„ c mnler, geb. zu Amsterdam den 22. Februar 1803, wird zu 
den berühmtesten Künstlern seines Faches gezählt. Er malte 
Ansichten von Städten bei Mondbeleuchtung, und liebte auch Scenen, 
in welchen er die doppelte Beleuchtung der mondhellen Nacht und 
der Kerzen anbringen konnte. Wir finden ihn daher in holländischen 
Werken über Kunst und Künstler "vermaard maan- en kaarstliclzt- 
Schilder" genannt. Ten Cate malte aber auch Landschaften, Marinen, 
ländliche Ansichten mit Figuren und Baulichkciten, Frucht- und Blumen- 
stücke, Portraite 8m. Auf solchen Bildern kommen die gegebenen Buch- 
staben vor, sowie auf Zeichnungen in Aquarell und Tusch. Der Künstler 
starb zu Amsterdam den 6. März 1856. Immerzeel gibt sein Bildniss 
in Holzschnitt. 
1010. Hans Holbein, der jüngere, der Sohn des unter H N0. 505 
 eingeführten gleichnamigen Künstlers, mit dessen Lebens- 
H-I  geschichte theils jene des Sohnes zusammenfällt, fand 
, T  an Ulrich Hegner (1827) einen Biographen, welcher aber 
so viele Lücken übrig liess, dass schon längst eine neue Bearbeitung 
nothwendig geworden ist. In früheren Werken nennt man Augsburg, 
Basel und Grünstadt als Geburtsort des Künstlers, und 1495 oder 1498 
sollte er das Licht der Welt erblickt haben. Den gerechtesten Anspruch 
hat Augsburg, indem Hans Holbein der Vater 1495 in den Steuer- 
büchern als Bürger der Stadt vorkommt, damals noch unverheirathet, 
indem mit ihm auch die Mutter genannt wird. Das Geburtsjahr des 
Sohnes ersehen wir aus der Inschrift auf dessen Bildniss in der Samm- 
lung des 1862 verstorbenen Domdekaiüs v. Jaumann zu Rothenburg: 
HH-A? 1523-AET. 23. Holbein jun. wurde demnach 1500, oder 
vielleicht am Schlusse 1499, nicht 1498, und ohne Zweifel in.Augsburg 
geboren. Er kam aber schon als Knabe nach Basel, zugleich mit dem 
Vater, welcher, wenn nicht schon 1512, doch sicher von 1513 an da- 
selbst thätig war. Dekan Jaumann besass auch die Bildnisse des be- 
kannten Theologen Oecolampadius und seiner Gemahlin, in demselben 
Formate gemalt, wie Jenes des Hans Holbein, nämlich auf Kupfer, 
5 Zoll im Durchmesser. Oecolampadius wurde 1515 Prediger in Basel, 
und im folgenden Jahre ehelichte er die Wibrandis Rosenblatt. Die 
genannten Bildnisse, wahrscheinlich alle drei aus dem Jahre 1523,
        

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