Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572552
HGI-HGM. 
1004 
1006; 
365 
Werke sind radirte Blätter von seiner Hand: Schweitzerisch Helden 
Buch, darinen die Denkwurdigstä Thalen, uü Sachen, gemeiner 
Loblicher Eydgenossensclzafft, alss Regiments Enderungen   
Beschrieben durch J0. Jac. Grasserum. Basel, bei H. Heinr. Glaser 
1625, 4. Die grösseren Vorstellungen sind der Geschichte der Schweiz 
entnommen, und. mit dem Namen bezeichnet, in welchem die Buch- 
staben H H G ein Monogramm bilden. Auf den kleineren Blättern mit 
Heiligenbildern und Portraiten steht das Monogramm. Die Blätter 
dieses Werkes haben eher einen historischen als artistischen Werth. 
Die Zeichnung ist steif und manierirt, doch sind die Bilder 
gut radirt. 
1004. Heinrich Goltzius hinterliess ein schönes Blatt mit der 
 l unter einem Baume sitzenden Venus, weicher Amor Achten 
feil" 1' reicht, während sie selbst Trauben in der Hand hält. Bartsch 
III. p. 78 sagt, dass auf dem von Goltzius eigenhändig gestochenen 
Blatte das gegebene Zeichen stehe, er irrt aber, da es nur auf der 
Copie vorkommt. Im Originale fehlt der Buchstabe I, welchen der 
Copist beifügte. Letzterer hatte einen zweiten Abdruck des Originals 
vor sich. Im ersten stehen die beiden C im Worte BACCHO neben 
einander, im zweiten sind sie in einander gestellt. Die Copie ist sehr 
schön und täuschend, man erkennt sie aber leicht aus dem gegebenen 
Zeichen, indem Goltzius das -I- nicht beigefügt hatte. 
1005- Georg Leopold Hertel, Zeichner und Kupferstecher, war in 
  der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Augsburg thätig, 
1 und machte sich namentlich durch seine zahlreichen Folgen 
j'ai, mit Ornamenten und Musterblättern für die Kunstindustrie 
bekannt. Er stand mit Johann Georg Hertel in Verbindung, und dieser 
ist als der Besitzer der Kunsthandlung zu betrachten. Letzterer be- 
diente sich ebenfalls eines Zeichens, welches dem dritten Monogramm 
gleicht, nur dass der Buchstabe L nicht angedeutet ist. Ausserdem 
zeichnete er J G H. 
Das erste der gegebenen Zeichen findet man auf hübschen radirten 
Landschaften nach F. Boucher. Das eine dieser Blätter stellt rechts 
Gebäude vor, und unten am Ufer des Flusses fischt ein Mann mit der 
Angel. In der Mitte führt eine steinerne Brücke mit zwei Bogen nach 
dem links stehenden Gebüsche. Das Monogramm ist unten in der Nähe 
des Fischers. H. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 11 L. Das Gegenstück zu dieser 
Landschaft stellt ebenfalls Gebäude vor, und zeigt links von dem rück- 
wärts stehenden Anbau zwei Männer, welche mit Fässern beschäftigt 
sind. Unter einem Bogen, auf welchem ein Theil des Hauptgebäudes 
ruht, stürzt Wasser ab. Das Monogramm bemerkt man rechts unten 
an einem Balken ganz im Schatten. Auch das zweite Zeichen kommt 
auf Landschaften nach F. Boucher, und auf Blättern mit Jagdthieren 
nach Oudry vor. Das dritte Zeichen findet man ebenfalls auf Land- 
schaften und Thierstücken nach Zeichnungen der genannten Meister, 
und dann auf Copien nach Rembrandt, J. G. van Vliet und anderen 
holländischen Meistern. 
1006. Hans Georg Meinhart, Münzmeister, war  
H G M zu Winsen an der Luhe, und 1622 inhMolsgurg thatlg. 
 ' ' Er zeichnete H. G. M. und. bediente sic auc eines aus 
HM bestehenden Monogramms. ,
        

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