Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572546
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HGF 
HGH. 
999  1003. 
Arabern zu Ross im Kampfe gegen Löwen, hat das Monogramm H G F 
mit dem Beisatze Egm. Dieses Relief befindet sich ebenfalls in der 
Kunstkammer zu Berlin. Brulliot I. N0. 1848 nennt den Monogram- 
misten nach einer Angabe im Kunstblatte 1822 S. 44 Johann Carl 
Haberstumpf, von welchem auf dem Rathhause in Eger Holzsculpturen 
mit dem Zeichen und dem Ortsnamen EGRA vorhanden sind. Haber- 
stumpf soll 1656 geboren worden seyn, und er kann daher das Brett- 
spiel von 1661 nicht gefertigt haben. Auch kann der Buchstabe G 
im Monogramme nicht auf ihn erklärt werden. Im grünen Gewölbe 
zu Dresden sind ebenfalls Arbeiten von J. G. Fischer, darunter zwei 
Brettspiele mit Schlacbtstücken. 
999- Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
[T5151 des 16. Jahrhunderts thatig war. Sein Zeichen findet man auf 
 einem seltenen Blatte, welches einen in der Luft schwebenden 
Genius vorstellt, wie er nach rechts gerichtet in der linken Hand den 
Helm, und in der rechten den Schild trägt. Im schwarzen Grunde ist 
Blätterwerk eingestochen, so dass es sich um ein Musterblatt für Gold- 
schmiede handelt. In der Mitte unten bemerkt man das Monogramm. 
Oval, H. 2 Z. 4 L. Br. 3 Z. 1 L. Dieses Blatt gehört keinem ge- 
wöhnlichen Goldschmied an. Es ist wahrscheinlich nicht das einzige, 
sondern bildet wohl einen Theil einer Folge. 
IÜÜÜ- Melchior Geldorp, Historien- und Bildnissmaler, vermuthlich 
A   g  ein Verwandter oder jüngerer Sohn des 
v ' Ä   Geldorp Gortzius von Cöln, ist durch meh- 
   rere Werke mit einem Monogramme be- 
Lm  kannt. Das erste Zeichen mit der Jahr- 
F, zahl 1612 schreibt Brulliot I. N0. 1854 
dem Geldorp Gortzius zu, weil die fein gemalten Bildnisse mit dem- 
selben an jene des G. Gortzins erinnern, so dass also in jeder Hinsicht 
eine Schulverwandtschaft vorhanden ist. Der erste Buchstabe des Mono- 
gramms soll M seyn, allein in dieser Form wird man eher auf H rathen. 
Das zweite und das dritte Zeichen bringt Merlo (Kunstwerke und Künstler 
in Cöln S. 127). Er kennt ebenfalls Bildnisse von 1615, 1618, 1627 
und 1637. Ausserdem erwähnt dieser Schriftsteller noch die Brust- 
bilder des Heilandes und der hl. Maria mit dem Monogramme und der 
Jahrzahl 1619. Abraham Hogenberg hat das Bildniss des Herzogs 
von Bayern und Pfalzgrafen bei Rhein Wolfgang Wilhelm zu Pferd 
gestochen, gr. fol. 
1901. Jean Franqois Gerard Fontallard ist unter dem Monogramm 
f-J H F N0. 900 eingeführt, und daher bemerken wir hier nur, 
 F dass Brulliot II. N0. 1195 diese Buchstaben auf Lithographien 
mit Carrikaturen gefunden zu haben scheint. Er nennt ihn Gärard 
Fontallard, und es scheint daher zwei Künstler Namens Fontallard 
gegeben zu haben. 
1092. Unbekannter Maler, welcher in Deutschland thätig war. 
H G G 1626 Die Buchstaben H.GG. mit der Jahrznhl 1626 
' ' ' findet man auf historischen Zeichnungen, welche 
in Tusch ausgeführt sind. 
1003. Hans Heinrich Glaser, Maler und Radirer, kommt 161a im 
T  rothen Buche der Zunft zum Himmel in Basel vor, und war da- 
Gy selbst noch 1630 thätig. Im letzteren Jahre gab er ein Trachten- 
buch heraus, welches wir aber nicht gesehen haben. In folgendem
        

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