Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572497
988. 
359 
Die Holzschnitte sind in beiden Ausgaben nicht ganz dieselben. 
Jene der Grüningeüschen Oftizin sind origineller und vorzüglicher. 
1. Christus im Hause des Lazarus. Diese Vorstellung weicht 
in Grüningeüs Ausgabe ab. 
2. Pharao's Untergang im rothen Meere, zu: Ussgang der Kinder 
Israel. 
3. Die hl. Elisabeth mit ihren spinnenden Frauen, zu: Getstlich 
Spinnerin. .8. darüber das Monogramm H B N0. 669. 
4. Das Innere einer Küche, in welcher der Koch den Hasen 
aufbricht, zu: Der Hass im pfeffer. B. No. 47. Diesem 
Holzschnitt ist das erste Zeichen entnommen.  
ä. Die sieben Teufel, welche die Todsünden vorstellen. 
Der Granatapfel mit seinen Theilen erschien 1510 auch in Augs- 
burg bei H. Otmar, und die H. B. bezeichneten Blätter schreibt Bartsch 
N0. 3, 16, 28, 62 und 71 dem Hans Burgkmair zu, sie dürften aber 
von Hans Baldung Grien herrühren. 
5) Die welsclt Gattung. Strassburg, Michael Schürer 1513. 
Ueber dieses Gedicht handelt Panzer, Annalen I. N0. 761. Die 
zwei Holzschnitte sind mit dem Monogramme versehen, und folgenden 
Inhalts:  
 1. Ein wilder Mann führt den Dichter mit auf den Rücken ge- 
bundenen Händen am Stricke nach einem hohen Hause, unter 
dessen Pforte ihn die schöne Magd empfängt. H. 4 Z. 3 L. 
Br. 3 Z. 3 L. 
2. Ein ziemlich corpulenter Mann mit Pelzmütze hält eine Tafel, 
auf welcher die Ziffern 1. 2. 3. 9. stehen. Das Haupt des 
neben ihm stehenden Mannes ist mit einer Wolke bedeckt, 
und ein dritter Mann trägt eine Fahne mit dem Zeichen des 
Scorpions. Ein vierter Mann in römischer Rüstung steht vor 
einem siedenden Topf. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. 2 L. 
6) Die Titeleinfassung mit dem Kaiser Maximilian, welcher unten 
in der Halle mit Scepter und Reichsapfel auf dem Throne sitzt. Zu 
seinen Füssen ist der Schild mit dem Adler angebracht, und links 
steht das Zeichen zwischen zwei Säulen. Die Seitenleisten sind mit 
Arabesken verziert. H. 8 Z. '11 L. Br. 6 Z. 3 L. 
Diese Titelbordüre besass Johannes Knoblauch in Strassburg. Er 
benützte sie zu: Opera Joannis Gerson Cancellarii Parrhisiensis 
1514, und zu: Summa Rosette de casibus conscientie 1516, fol. 
7) Titeleinfassung mit dem am Fusse eines Baumes sitzenden Evan- 
gelisten Johannes. Er schreibt die Offenbarung, und gegenüber er- 
scheint ihm die Himmelskönigin. Zur Seite des Evangelisten steht der 
Adler mit Heiligenschein. Angewandt zu: Sequentie de tempore et 
sanctis per tatum annum 1516, 4. 
8) Titeleinfassung mit der Vorstellung eines Gerichtstages. Ange- 
wandt zu Sebastian Brandüs Richterlich Clagsptegel. Strassburg, 
W. Biehel 1538, fol., und zu Tengler's Layensptegel, herausg. von 
S. Brandt. Strassburg 1538, fol. 
9) Dr. Martin Luther als Augustinermönch, über ihm der hl. Geist 
schwebend. Auf dem Deckel des halb geöffneten Buches ist das Mono- 
gramm mit der Jahrzahl 1521  
 Dieses Bildniss ist nach Lukas Cranach von Baldung Grün ge- 
zeichnet, und von H. Herman geschnitten. Am Schnitte des Buches 
steht der Name desselben, 4. Vgl. auch HEBMAN HH. 
10) Christoph Markgraf von Baden, halbe Figur. Mit dem Mono- 
gramme. H. 6 Z. 7 L. Br. 3_Z. 9_L.
        

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