Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569159
GKP. 
87- Gilich Kilian Prager, Goldschmied und Kupferstecher, dessen 
wg Lebensverhältnisse unbekannt sind. Er war in der ersten 
 Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig, und hinterliess eine 
l , Anzahl von Blättern mit Ornamenten für Goldschmiede, 
welche jetzt alle zu den Seltcnheiten gehören. Bartsch IX. p. 33 tf. 
beschreibt deren neun, es sollen sich aber wenigstens zwanzig finden. 
Den Namen des Künstlers hatte Bartsch nicht ermittelt, er geht aber 
aus der Inschrift des Blattes N0. 10 hervor. Der Artikel im Künstler- 
Lexicon XII. S. 89 ist ungenügend, und es kommt auch darin ein häss- 
licher Druckfehler vor, indem das Blatt mit dem Namen des Künstlers 
nicht die Jahrzahl 1640, sondern 1540 trägt. Die folgenden Nummern 
i  9 sind jene bei Bartsch. 
1).Die Eule in einem Medaillen, welches von einer Einfassung 
mit Ornamenten umgeben ist. Mit der Inschrift: Ich bin ein Kevclein 
Wolgemct. Wie. roe. andern. Focgelein tut. 1534. Das Monogramm 
ist unter dem linken Flügel der Eule. Rund, Durchmesser 2 Z. 6 L. 
2) Ein stehendes Kind zwischen zwei aus dem Boden wachsenden 
Pflanzen, deren Blätterwerk den übrigen Raum füllt. In der Mitte 
oben ist das Täfelchen mit dem Zeichen. Oval. H.2Z 2L. Br. iZ.8L. 
3) Ein stehendes und vom Rücken igesehenes Weib auf einer 
grossen Vase, aus welcher Laubwerk kommt, dessen Spitze es erfasst. 
Ohne Zeichen, aber nach Bartsch sicher von Proger. In der Grösse 
des obigen Blattes. 
4) Ein Harnisch, aus welchem sich Laubwerk verbreitet. Oben 
in der Mitte das Täfelchen mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1533. 
H.1Z.8L. Br.1Z.3L. 
ä) Ein auf der Vase sitzendes nacktes Kind. Unten halten zwei 
stehende Genien eine Tafel, auf welcher das Zeichen mit der Jahrzahl 
1583 steht. Die Vase und die drei Figuren sind in Runden mit 
Blatterwerk. H. 2 Z. 5 L. Br. "l Z. 7 L. 
6) Ein geiiügelter Genius mit der Sackpfeife stehend, und von 
Blätterwerk umgeben. Links ist das Tafelchen mit der Jahrzahl 1583 
und dem Zeichen. H. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 
7) Ein stehendes Kind vom Rücken mit der Sanduhr in der rechten, 
und einem Zweig in der linken Hand, dessen Laubwerk den übrigen 
Raum füllt. Rechts unten das Zeichen. H. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 
8) Judith mit dem Schwerte in der rechten, und dem Hanpte des 
Holofernes in der linken Hand, fast nackt vorgestellt in ganzer Figur. 
Rechts oben ist das Täfelchen mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1533. 
H.2Z.4L. Br.1Z.8L. 
Diess ist ein Muster zur Verzierung des oberen Theiles einer 
Dolchscheide und die untere Abtheilu-ng enthält einen Streifen mit 
reicher Blätterverzierung, welche Bartsch nicht gesehen hatte. Zu- 
sammengefügt sind beide Abtheilungen 7 Z. 2 L. hoch, und unten 
8 L. breit. 
9) Ein nacktes stehendes Kind mit Zweigen in den Händen, deren 
Blätter sich nach oben verbreiten. Rechts und links liegt je ein Kind 
auf dem Boden. In der Mitte unten ist ein Tafelchen mit dem Zeichen 
und der Jahrzahl 1533. Oval, H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 11 L. 
Die schlechte gegenseitige Copie ist L V gezeichnet. 
10) Kreisförmiges Ornament von Laubwerk, in welchem drei Me- 
daillons mit Köpfen sich befinden. In der Mitte ist ein Schild im 
Kreise mit der Inschrift: euren KILXAN PROGER FECIT 1540, und 
darunter das Monogramm. Durchmesser 2 Z. 7 L. 
11) Ein kleiner auf dem Boden sitzender Genius, von welchem aus 
sich Laubwerk über den übrigen Raum verbreitet. Der Knabe stützt
        

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