Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572368
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971. 
In der Ausgabe Guldenmundüs steht oben im Lorbeerkranze: Solo 
tuo capite digna est haec laurea Caesar. Links oben ist ein Elogium 
des Kaisers: Si temporum historias etc., und rechts steht; Nom- 
bergae excudebat Johannes Guldenmund. Anno MDXXX VIII. 
Früher als diese Ausgabe scheint aber jene ohne die obige In- 
schrift in der Lorbeerkrone und ohne Elogium zu seyn. Auf dem 
Blatte mit den beiden Engeln, welche die Lorbeerkrone halten, steht 
in der Mitte: TRIVMPHVS cnnonr IMPERATORIS EIVS NOMINIS QVINTI. 
Eine dritte, "vielleicht noch frühere Ausgabe, als jene mit der ge- 
gebenen Inschrift, hat die Adresse: Gedruckt zu Nürnberg durch Peter 
Steinbach Formschneider. Wenn dieser Steinbach die Platten ge- 
schnitten hat, so dürfte die Ausgabe mit seiner Adresse die erste seyn. 
Er war um 1530 thätig. 
3) Der Triumphwagen des Kaisers Maximilian I., in Copie n. A. Dürer. 
Ueber dieses Formschnittwerk haben wir im Artikel Dürelds Bd. I. 
S. 198 No. 122 gehandelt. 
4) Die grosse Säule mit dem Satyr auf dem Gapitäle, in neuer 
Ausgabe der Originalplatten von A. Dürer, s. I. S. 203 N0. 139. 
ä) Die Erzählung von dem Müller mit seinem Knaben und dem 
Esel, nach einem Gedichte von Hans Sachs, welches in alten Abdrücken 
unten aufgedruckt ist. Die Illustration bildet zwei Friese, welche 
mittelst Säulen in acht Felder getheilt sind. Jeder Fries ist 3 Z. 3 L. 
hoch, und 13 Z. 2 L. breit, und beide kommen auf einem Foliobogen 
vor. Heller beschreibt sie in seinen Zusätzen zu Bartsch S. 63 genauer. 
Die alten Abdrücke haben unten die Adresse des Hans Guldenmundt, 
die neuen kommen in der Dersohawschen Sammlung vor. Es fehlen 
die Verse und die Adresse. 
6) Ein Bote mit kurzem Mäntelchen nach rechts. Er hält in der 
linken Hand einen Brief, und in der rechten eine Tasche. Links sind 
40 Reime von Hans Sachs aufgedruckt: Ich bin ein bereyter pot zu 
fuefs   Gedruckt zu Nurnberg durch Hans Guldenmundt, bei 
der Fleisch Pencken. H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 4 L. 
7-21. Eine Folge von militärischen Costümen der deutschen und 
Schweizersoldaten im Kriege von 1507-1524. Sie sind mit Ueber- 
schriften und Reimen des Hans Sachs versehen, alle in 'I'ypendruck. 
Auf einigen Blättern kommt auch die Adresse des Druckers vor: Hans 
Gildenmundt, und Hans Guldenmundt. Heller beschreibt sie in seinen 
Zusätzen zum Peintre-graveur S. 59 ff. Die Initialen kommen nur auf 
einem Blatte vor. H. 10 Z. 10 L. bis 11 L. Br. 7 Z. bis '7 Z. 4 L. 
Wir geben hier die Ueberschriften: 
7) Fendrich. Ein Soldat mit der Fahne. Unten die Adresse des 
H. Guldenmundt. 
8) Veyt Pildhawer. Landsknecht mit der Hellebarde. 
Dieses Blatt scheint uns auf den Zeichner zu führen. Unten rechts 
auf einem Stecke liegen Klüpfel und Meissel, Werkzeuge eines Bild- 
hauers, welcher hier Veyt genannt wird. Hans Sachs spricht sich in 
seinen Reimen über die Wirksamkeit dieses Bildhauers aus, wie folgt: 
Vil schöner Pild hab ich geschnitten 
Künstlich auf)" welsch und deutschen sitten 
Wiewol die Kunst yetz nimmer gilt 
 Ich kündt dan schnitzen schöne pilt 
 Nachet und die doch leben thetten 
Die weren weyt in Merck 17W Stetten 
So aber ich das selb nit kan  
Muss ich ein anders fahen an 
Vnd will mit meiner Hellenparten 
Eyns grossmächtigen Fürsten wartten.
        

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