Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572291
954  955. 
339 
leere ovale Schildchen vorkommen. Oben in der Mitte steht auf einem 
viereckigen Täfelchen die Jahrzahl M.D.XCVIII., und die Chiiire H G 
mit F. H. 10 Z. 2 L. Br. 9 Z. 
Nach Schuchart ist dieses vortreifliche Blatt so breit geätzt, dass 
es fast wie Holzschnitt aussieht. Es scheint fast, dass es der Folge 
der oben erwähnten grotesken Büsten beigegeben wurde, und dass es 
mit diesen in einem Zimmer der Augustusburg gemalt war. 
7) Warhafftige Contrafactur der weitberumblen Vestungä Grim- 
menstein und Gotha, dorih Hertzogh Johann Friedericlt von Sachssen 
der Ifay. Maytt. vnd des hay. Reuchs offentliche erclerte Echter und 
Laüdlfridt Brecher cnnd Strassen Beuber Ihrer Maytt: tzu wieder 
aufgehalten. Wie die von Ihrer Ifay. Maytt: vnd dem Bauch durch 
HerzogeüiAu usteä  Veltobersten belagerdt beschmutzt vnd entlich 
den 13 Aprillds Anno 67 aus ergebung des hrieges Ivolcks erobert 
worden. nno orrmo MAXIMO rnvs nonon ViCTORIA er GRATIARVM ACTIO. 
Zu diesem grossen Blatte bediente sich der Künstler zweier Platten, 
und setzte die Buchstaben H GB auf eine Bandrolle. Wir werden die 
Signatur unter diesen Initialen geben. H. 14 Z. 6 L. Br. 20 Z. 4 L. 
Von diesem malerisch radirten Blatte hat man zwei Ausgaben. 
Im ersten Drucke ist die Titelschrift rechts unten im Cartouche ein- 
gestochen und unorthographisch, wie jene auf der Tafel oben in der 
Luft: Namen der oarnehmens Oritter   Später wurde eine 
Schrifttafel mit besserer, oben gegebener Orthographie gedruckt, und 
damit die frühere Schrift überlegt. 
S) Vogelansicht des Grimmenstein und der Stadt Gotha. Oben in 
der Mitte befindet sich in einer Schrifttafel die Erklärung der in den 
Prospekt einradirten Buchstaben. Unten rechts steht in einer reich- 
verzierten Tafel: Warhafftige Contrafactur der berumbten Vestungen 
Grimmenstein ond Gotha etc. Links unten in der Ecke das Mono- 
gramm H GBrunsuicensis. In diesem Blatte ist der Standpunkt nicht 
so hoch, als in dem obigen. H. 14 Z. Br. 20 Z. 6 L. 
Ueber die Belagerung des Grimmenstein und der Stadt Gotha 
s. Börneüs Beschreibung im Anzeiger für Kunde des deutschen Mittel- 
alters 1854 Np. 12, und 1855 N0. 1-3. 
954. Georg Hofmann, Historienmaler, war um 1600-1620 zu 
Brieg im Herzogthum Cleeve thätig. Er scheint 
  seine Studien in Holland gemacht zu haben, da in 
1 f seinen Bildern der Einfluss der Rubenskchen Schule 
zu erkennen ist. In der Gallerie des Cardinal Fesch 
waren Gemälde mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1613. Den 
gegenwärtigen Standort kennen wir nicht. 
955. Hans Guldenmund soll nach Strutt und Bryan Holzschnitte 
mit diesen Monogrammen bezeichnet haben. Sie nennen 
 m zwei Blätter, von welchen das eine einen Fahnenträger, 
,  das andere einen Hellebardier vorstellt. Unter dem Blatte 
mit dem letzteren soll Aeyt Pdldhareer stehen, worin aber ein Irrthum 
liegt, indem die Unterschrift Veyt Pildhawer lautet. Auch kommt der 
Name Guldenmundis darauf vor, und kein Monogramm. Das eine der 
obigen Zeichen ist sicher aus dem anderen hervorgegangen, und es 
wird sich keines auf Hans Guldenmund beziehen. Wir sahen nie ein 
Blatt mit diesem Zeichen, und wenn je ein solches vorkommt, so dürfte 
es von dem älteren Hans Glaser herrühren. Ueber Hans Guldenmund 
handeln wir unter den Initialen HG. No.971. 22x
        

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