Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1572048
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896. 
da die Zeichnung in der Weise A. Dürer's ausgeführt ist. H. 9 Z. 3 L. 
Br. 6 Z. 7 L. 
Die beiden Monogramme kommen nur im ersten Drucke vor, in- 
dem sie beim späteren Drucke zugelegt oder herausgenommen wurden. 
Man findet diese Vorstellung auf der Rückseite des Titels des Missale 
Patauiei. cum additionibus Benedictionü   1514. Am Ende: 
Reuisum et eorrertum in clarissimo oppido Nurnbergensi imßensis 
pruvidorum oirorum Jacobi Heller, nec non Henrici Hermann de 
Wimpherl, gier Jodocuvn Gnthnecht, impressorem, finilum d. VII. 
Kal. Neuem -r. 1514, fol. 
Heller sagt in der Geschichte der Formschneidekunst S. 91, dass 
Bartsch das Blatt mit St. Stephan im Verzeichnisse der Holzschnitte 
A. Dürerls No. 118 zum zweiten Male aufführe, indem später das 
Zeichen Dürer's beigefügt worden sei. In seinem Werke über A. Dürer  
S. 829 N0. 2233 kommt er auf den Holzschnitt im Passauer Missale 
zu sprechen, und bemerkt, dass Bartsch die Abdrücke ohne Zeichen 
mit Unrecht dem A. Dürer zuschreibe. In diesen Angaben liegt ein 
Irrthum; weder der Holzschnitt bei Bartsch N0. 109, noch jener N0. 118 
kommt von der Platte zum Missale, indem beide kleiner sind. Ob Dürer 
die Zeichnung geliefert habe. bleibt dahin gestellt, gewiss ist aber, dass 
sie im Charakter desselben behandelt ist. Der Zeichner ist daher nicht 
der sogenannte Furtenbach, sondern eher der Monogrammist WT, 
welcher vielleicht ein Dürerlsches Vorbild benützt hat. Wenn das 
Zeichen, wie wir glauben. dem Wolfgang Traut von Nürnberg angehört, 
dann liegt der Einfluss Dürer's nahe, und wenn das ähnliche, nur 
kleinere Blatt bei Bartsch N0. 109 unter den Holzsehnitten nach Dürer's 
Zeichnungen aufgezählt ist, so hätte der Verfasser des Verzeichnisses 
wohl auf den grösseren Holzschnitt des Meisters H F verweisen können, 
er würde aber das kleinere Blatt (H. BZ. 1 L. Br. 8 Z. 6 L.) höchstens 
im Appendix der Holzschnitte im Geschmacke A. Dürer's aufgezählt 
haben. Der Meister HF, welcher auf diesem Holzschnitte das F 
zwischen die oberen Schenkel des H setzte, ist wohl nicht jener Hans 
Frank, welcher mit läurgkmair, Schäuifelein, und wohl auch mit Dürer 
in Berührung kam. Wir haben in der Einleitung auf Hieronymus 
Formschneider von Nürnberg aufmerksam gemacht.  
2) Das Plenarium oder Eznangelybzloclz, Summer an Winter teyl. 
Gedruckt durch Adam Pelri von Langendorf, Burgern zu Basel 
1514, 15m, 15m, fol. 
Dieses Werk enthält viele grössere Holzschnitte von Hans Schäuf- 
felein, und kleinere von Ursus Graf. Auf Blättermder ersten Auiiage 
kommt das Zeichen Schäntfeleims mit jenem unsers Monogrammisten 
vor. Wir kennen nur die Auflage von 1516, in welcher folgende Blätter 
das Monogramm haben: 
1. Die Anbetung der Könige. Links unten das Zeichen von 
Sehäuffelein, rechts jenes unsers Monogrammisten. H. 7Z. 4L. 
Br. 472. 10 L.   
2. Christus am Kreuze. Links stehen Maria, Johannes und zwei 
Frauen, rechts vier Juden. Unten gegen die Mitte bemerkt man 
Schäuiieleims Zeichen, links jenes unsers Meisters, welchen 
 Bartsch selbst muthmasslich Hans Frank nennt. Er beschreibt 
 die Blätter im Artikel des H. Schäudelein N0. 9 und N0. 30. 
H.7Z.4L. Br.4Z.10L. 
Dieser Holzschnitt kommt auf der Rückseite des Titels vor, 
  und ist auch auf fol. e. II. b. eingedruckt.
        

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