Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571996
HER 
HET. 
885 
889. 
309 
885 Herman Vansvel pmx steht auf zwei in Kupfer gestoche- 
  nen Landschaften mit F1 ren und 
Thieren mit der Adresse: Chez. Franpois. Avec Privilegagliiu Tri- 
angle d' or, derriäre St. Denis de la Chartre ä paris, gr. qu. fol. 
Diese Blätter sind nach Gemälden des I-Ierman van Swanevelt ge- 
stochen. Damals besass die Bilder Mr. Ferrand, Fermier general in 
Paris. Der Schriftstecher gab den Namen des Malers fehlerhaft.  
886- Georg Wilhelm Neunhertz, Maler und Radirer von Breslau, 
Ew war Willmanms Schüler, und hinterliess in Schlesien, Polen 
31W"? und Böhmen Werke in Oel und Fresco. Die Radirungen 
dieses Meisters sind selten, und in Willmanms Manier behandelt. Er 
starb um 1750. 
1-2. Zwei Scenen aus dem Leben des heil. Gregorius. Mit dem 
Namen, die erste Sylbe durch 9 ausgedrückt, wie oben, kl. qu. 
3. Landschaft mit drei Amoretten neben antiken Fragmenten. Zwei 
derselben schleifen einen Pfeil, und der dritte pisst auf den Stein. 
Unten gegen rechts bemerkt man den Namen auf einem Steine. Höhe 
3 Z. Breite 4 Z. 6 L. 
Dieses seltene Blatt ist kühn und geistreich radirt. 
887. Hessel Gerritz, Kupfersteeher, hinterliess mehrere Blätter, 
Hcssel G_ "fecit auf welchen auch.die Buchstaben H G vorkommen. 
et ewcudit Line Folge "von vier Blättern mit den Jahreszeiten 
in ländlichen Festen nach David Vinckboons sind: 
Hessel G. fecit et excudit bezeichnet, kl. fol. und qu. 8. 
steht auf einem Ku ferstiche von P. Taue: 
88a Heugteveld T' Klein Concert, beItJiteIt, fol. Die Zeichnulng 
odiä das Gemälde ist von Jan Ochtervelt, aus dessen Namen Heugte- 
ve wurde. 
889. Dr. Johannes Eck, der berühmte Gegner des Dr. Martin 
Luther, liess sein Wappen in Holz schneiden, 
 und fügte es einigen der vielen Werke bei, welche 
er durch den Druck bekannt machte. Das Wappen 
kommt aber in zwei, wenn nicht in drei Wieder- 
, holungen vor. Brulliot I. N0. 1764 zeichnet näm- 
lich den ersten Schenkel des H oben und unten mit einer Spaltung, 
während in den uns bekannten Exemplaren die untere Spaltung fehlt. 
Dass aber Exemplare mit dieser vorkommen könnten, scheint der Ca- 
talog der Sammlungen von Dr. F. Niesar und J. Stiglmaier (R. Weigel, 
Leipzig 1856) zu beweisen. Unter N0. 1'737 ist ein Facsimile mit zwei- 
spaltigem Schenkel beigefügt, doch mit Hinweisung auf Heller, welcher 
das Monogramm ähnlich unserm zweiten Zeichen gibt. 
In der oberen Hälfte des quer gespaltenen Wappenschildes be- 
merkt man als Anspielung auf den Namen des Johann Eck ein Drei- 
eck, und unter dem Schilde ist auf einem Täfelchen der Name ncxms 
eingedruckt. Oben rechts von den Helmflügeln steht das erste Zeichen 
auf weissem Grunde. Links gegenüber ist Gott Vater mit der Welt- 
kugel und der Tiara in Wolken vorgestellt. Am Oberrande zieht sich 
ein üacher Bogen mit Laubwerk an den Ecken hin. 
Heller und Brulliot lesen aus dem Monogramme Hans Eckius 
Tbeologus heraus, wir müssen aber bei dem Namen Johannes bleiben, 
da sich Dr. Eck nie Hans nennt. Die Trennung des H durch den 
mittleren Strich deutet vielleicht an, dass der feuerige Theolog I und 
nicht I1 lesen wollte. An ein Formschneiderzeichen ist nicht {zu denken.
        

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