Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571912
854  857. 
301 
9) Das Buchhändler-Zeichen des Johann Kinckius zum Einhorn 
(ad Intersigne Monocerotis). Zu den Füssen der allegorischen Figur 
mit Schwert und Waage lagert ein Einhorn in der Landschaft. Auf 
der darüber stehenden Spruchrolle steht: In Sanctitale et Justitia 
Coram ipso. Mit dem Zeichen. 
Diese Vignette scheint aus der letzten Zeit des Künstlers zu stam- 
men, und muss lange gebraucht worden seyn. Wir finden sie noch in 
Contzengs llletliodus Doclrinae Civilis, Seu Abissini Regis Historia 
102a,   
10) Das Wappen des Churfürsten Daniel von Mainz in reicher Ver- 
zierung. Oben ist eine fünfzeilige Ueberschrift: Daniel Dez" Gratia 
Elector    
Dieses Wappen ündet man auf der Kehrseite des Titels: Postillae 
sive Conciones D. Joannis Feri. Coloniae, apud Haeredes Arnoldi 
Birkmani. Anno 1558. Es ist ohne Zeichen, Merlo schreibt aber 
den Holzschnitt unserm Künstler zu. 
11) Ein Thurm, auf welchem zwei allegorische Figuren: lVSTITlA 
und rnx, sich die Hände reichen. Neben dem Wappen in der Mitte 
des Thurmes stehen die allegorischen Figuren MISERICORDIA u. VERITAS. 
Unter dem Worte Paz ist das Zeichen. H. 75A, Z. Br. 51A, Z. 
854- Unbekannter Formschneider, welcher vielleicht mit dem 
IvE vorhergehenden Meister Eine Person ist. In diesem Falle könnte 
man noch eher an Johann von Essen denken, welchen wir als 
den Träger des vorhergehenden Zeichens vermuthen. Man konnte das 
gegebene Zeichen ohne Bedenken IvE lesen, wenn es aber dem obi- 
gen Meister angehört, so wich er in der Folge von der ersten Form 
des Zeichens gänzlich ab. Wir kennen nur ein einziges Blatt mit die- 
sem Zeichen. Es stellt eine allegorische Figur vor, nach der Aufschrift 
die SVPERBIA. H. 2 Z. Br. 1 Z. 1 L. 
Diese Vignette gehört wahrscheinlich in ein Druckwerk, wenn 
nicht eine Folge mit allegorischen Figuren der Laster vorhanden ist. 
855. Emil Heilmair, Landschaftsmaler, geb. zu Kloster Rott 1802, 
betrieb die Kunst in der Eigenschaft eines kgl. Hof- 
Schauspielers in München, malte aber auch mehrere- 
Bilder in Oel, welche zu seiner Zeit mit Beifall auf- 
' genommen wurden. Auf einigen fügte er ein Mono- 
gramm bei. Heilmair starb 1836. 
856. Unbekannter Formsohueider, welcher in der zweiten Hälfte 
H des 16. Jahrhunderts thätig war. Das gegebene, aus HE oder 
 HF bestehende Zeichen findet man auf einem Blatte mit der 
Schrift: Eigentliche Conlrafaclm- der newerbaulen Kirchen in der 
Heinriclisladl vor der Festung Wolffeizbüllel elc. Unten ist ein deut- 
sches und ein lateinisches Gedicht, das eine von dem Markgrafen 
Friedrich Ilildebrandt zu Ehren der Kirche und des Bischofs Heinrich 
Julius von Halberstadt. Paul Franclc Inventar H. Der Buchstabe II 
bezieht sich wahrscheinlich auf die Stadt Halberstadt. Der erwähnte 
Bischof kam 1589 zur braunschweigischen Regierung, und somit muss 
das Blatt zwischen 1566 und 1589 entstanden seyn. 
857. Unbekannter Glasmaler, welcher zu Anfang des 17. Jahr- 
IE hunderts in der Schweiz gelebt zu haben scheint. Das gege- 
bene Monogramm fand Herr J. A. Börner auf einer Zeich- 
nung zu einem Glasgemälde. Sie stellt ein bischöfliches Wappen zwi- 
schen Maria mit dem Kinde und einem Heiligen vor. Diese Zeichnung 
verräth viel Fertigkeit, aber wenig Geist, gr. fol.
        

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