Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571827
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821 
824. 
821- Hermann Dyck, Maler und Radirer, geb. zu Würzburg 1812, 
machte seine Studien in München, undgründete 
da den Ruf eines geistreichen Künstlers. Dyck 
 J pflegt das Feld des höheren Genres, malt aber auch 
, Scenen aus dem Volksleben mit gleicher Vollkom- 
meiiheit. Auf Gemälden kommt zuweilen das erste 
Zeichen vor, öfter aber ist es mit dein Namen verbunden. Auf Zeich- 
nungen und Carrikaturen, deren auch durch den Holzschnitt in den 
iiiegenden Blättern dcc. bekannt sind, findet man das zweite Zeichen 
oder den ganzen Namen mit den verschlungenen Cursiven. 
Dyck's Radirungen gehören ebenfalls zu den schönsten Erzeug- 
nissen dieser Art. Eine Arabeske auf den Münchner-Bockkeller hat 
die Schrift: Es lebe hoch ein jeder deutscher Brauer etc. 1830, fol. 
Dann haben wir von ibin auch zwei Hefte zu vier Blättern, unter dem 
Titel: Deutsche Sprüchwörter und Reime in Bildern. Entworfen 
und radirt von Hermann Dyck. Düsseldorf 1839, 1840, 8. Im 
zweiten Hefte des Münchner Radirklubs ist von Dyck ein schönes 
Blatt unter dem Titel der Klosterruine. München 1844. In dem 
Werke: Neue Malwerlre aus München, in lithographischen Nach- 
bildungen von F. Hohe u. A., ist die Nachbildung eines trefiiichen 
Aquarellbildes, welches die Theilung der Erde nach Schiller's Gedicht 
vorstellt, lithographirt von F. Kaiser, gr. fol. 
822. Johann Daniel Herz, Maler und Kupferstecher, geboren zu 
  Augsburg 1693, hinterliess eine grosse Anzahl 
ß  von Werken, welche in historischen Bildern, in 
QZL: Laiidmhaften Zeichnungen und Kupferstichen 
theils vdn grösstein Formaie bestehen. Auf Zeichnungen in Rothsteid 
kommt das erste Monogramin vor, und die nach ihm von Hertel ge- 
stochenen Blätter mit grossen Köpfen tragen das zweite. Herz bediente 
sich aber auch der Initialen JD H, aus welchen das Monogramm be- 
steht. Das erste Zeichen wird man a.ber HD lesen. 
J. D. Herz war Direktor der Akademie in Augsburg und starb 1754. 
823. Hieronymus David, Zeichner und Kiipferstecher von Paris, 
machte seine Studien in Italien, und war um 1640 
 w bis 1670 in diesem Lande thatig. Seine Blätter sind 
zahlreich aber nur die wenigsten mit Moiiogrammen 
ÄO  vgersfhengi 2a: erste tZeichen, älgt deä_clggisagltäg 
cu p. n e man au einem se nen l n 
Andrea del Sarto, welchdr die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem 
Boden sitzend, und den kleinen Johannes mit Engeln vorstellt. Höhe 
14 Z. 8 L. Breite_11 Z. 10 L. Daszweite Zeichenumit der Jahrzahl 
1644 steht auf einem Iilatte mit einem grossen bartigen Kopf nach 
Ludovico Carracci. David stach nach mehreren grosseii italienischen 
Meistern, ging aber nicht genau auf den Charakter derselben ein. Er 
arbeitete die längste Zeit. in Roni,_man weiss aber nicht, wann er ge- 
storben ist. Er bediente sich auch eines aus HD F bestehenden Zeichens. 
824. Hans Dürer der Bruder des Albert Dürer soll Gemälde mit 
den Initialen des Namens und den iJahrzahlen 1518, 
H.  4525 u.ds.  bezeichnet haben. Bilder gieser Art 
  der Schule des Albert ürer tra- 
1518 mussten as eprage   
' gen wenn man nicht annehmen will dass Hans Durer 
ein gewöhnlicher ldaler war. In _der Gallerie zu jPommersfelden ist 
ein H.D. 1518 gezeichnetes Gemalde mit der Familie Christi im Ge- 
schmacke des A. Altorfer, aber formloser. Waagen, Kunstwerke und
        

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