Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571661
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HOB. 
775. 
darauf. Es wäre aber auch möglich, dass Binck zu Cöln an der Spree 
geboren sei, weil er mit dem Herzog Albert von Preussen in so nahe 
Berührung kam.   
Bartsch VIII. p. 260 ff. beschreibt 97 Kupferstiche von der Hand 
dieses Künstlers, und nur einen Holzschnitt. Wir werden am Schlusse 
der Supplemente noch auf andere Holzschnitte aufmerksam machen. 
J. Binck bediente sich fast immer eines Monogramms, meistens mit 
den scheinbaren Buchstaben H CB. Nur auf den wenigsten Blättern 
sind die Buchstaben nicht durch den Querstrich verbunden, sondern 
freistehend ICB. In dieser Form findet man das Zeichen auf dem 
Blatte mit dem Fälindrich und den zwei spielenden Soldaten. Häufig 
kommt das Zeichen auf einem Täfelchen vor, doch nicht selten auch 
allein. Die Monogramme der zweiten Reihe ündet man auf den Blät- 
tern bei Bartsch N01, 2, 3, 4, 10, 56, 94 8m. Die mit I. B. bezeich- 
neten Blatter gehören nicht hieher, da sie dem J. Binck mit Unrecht 
zugeschrieben werden. 
Zusätze zum Peintre-graveur. 
i) David mit dem Haupte des Goliath, wie er das Schwert mit 
der Rechten in die Höhe hält. Oben rechts das Zeichen. 1530. Höhe 
2 L. 6 L. Breite 1 Z. 6 L. 
Dieses seltene Blatt beschreibt Zani, und dann auch B. Weigel, 
   
2) Maria von einem Engel gekrönt. Sie sitzt mit tiiegenden Haaren 
und mit dem Kinde auf dem Schosse auf einer gepolsterten Bank. Der 
Kopf ist von Strahlen umgeben, und über ihr rechts schwebt ein 
Engel mit der Perlenkrone. Unten auf derselben Seite liegt das Täfel- 
chen mit dem Zeichen, 1526, und im Grunde breitet sich eine Stadt 
aus. Gegenseitige Copie nach Albr. Dürer, B. N0. 37. H. 3 Z. 7 L. 
Br. 2 Z. 8 L. Dieses Blatt ist selir selten. 
3) Maria mit dem Kinde, und dem Affen, gegenseitige Copie nach 
A. Dürer, B. N0. 42. Sie Sitzt mit dem Schleier über ihre lang herab- 
hängenden Haare auf der Rasenbank, und umfasst mit dem linken 
Arme das auf dem Schoosse stehende Kind. Links vorn ist die Meer- 
katze, in der Mitte ein Kaninchen, und im Hintergrunds eine Burg 
mit vielen Gebäuden. Rechts oben in der Ecke ist das Zeichen. 
I-LEZ. Br.3Z.7L. 
Dieses sehr schöne Blatt kommt selten vor. 
4) Die hl. Jungfrau mit dem gewickelten Kinde, gegenseitige Copie 
nach A. Dürer, B. N0. 38. Sie sitzt auf einem mit dem Kissen be- 
deckten Steine, und betrachtet das Kind in den Armen. Rechts unten 
ist ein Täfelchen mit dem Zeichen. H. 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L. 
5) Maria mit dem Jesuskinde undSt. Anna, von ihren Verwandten 
umgeben. Zu den_Seiten sind die Heiligen Johannes der Täufer und 
Johannes Evangelist, und in sechs Rundungen Darstellungen aus 
dem Leben Jesu und der hl. Jungfrau. In der architektonischen Ver- 
zierung in Mitte des Blattes bemerkt mandas Monogramm. H. GZ. BrJtZ. 
Dieses Blatt gehört in die frühere Zeit des Künstlers, und ist in 
der Manier des kölnischen Meisters S. behandelt. Es scheint Copie 
nach demselben zu seyn, da. ein ähnliches Blatt von diesem Meister S. 
vorkommt. Der Stich von J. Binck ist äusserst selten. 
6) Die thronende hl. Maria, wie sie dem Kinde die Brust reicht. 
Sie erscheint in Wolken von Oherubiin umgeben, B. N0. 20. Es gibt 
eine Copie mit der Adresse: Jan Tiel exc.
        

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