Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571589
268 
752 
755. 
der St. Lorenzkirche zu Nürnberg. Dieses Gemälde stellt die throneiide 
Gottcsmutter mit Heiligen vor. Die vortreffliche Zeichnung A. Dürer's 
besass Sandrart, und er rühmt sie in seiner deutschen Akademie. Ge- 
genwärtig befindet sie sich in der k. Kupferstichsammlung zu Berlin. 
Auf dem Gemälde steht obiges Zeichen mit der Jahrzahl 1513. In 
Nürnberg findet man auch Gemälde mit einem aus H K bestehenden 
Monogramme. Sie werden ebenfalls dem Hans von Culmbach zuge- 
schrieben, welcher demnach mit dem Zeichen wechselte. In keinem 
Falle gehören ihm aber die I. C. gezeichneten Kupferstiche an. Die 
Kronen im Wappenschilde deuten auf Cöln. Unter H K kommen wir 
auf diesen Meister zurück. Vgl. auch N0. 757. 
752. Oarl Herrmann, Maler aus Coblenz, machte seine Studien in 
' Düsseldorf unter Leitung des berühmten C. Sohn, und trat 
18 ßä-[IQF mit Glück in die Fussstapfen desselben. Er malte historische 
Darstellungen, auf welchen wohl das Monogramm nicht vorkommt. 
Man ündet es aber mit geringer Abweichung auf Zeichnungen, und in 
der gegebenen Form in einer radirten Randverzierung zu den Liedern 
eines Malers mit Randzeicltnungen seiner Freunde (vom Maler und 
Dichter R. Reinick). Düsseldorf 1838, gr. 4. Das Blatt Herrmannls 
gehört zu „Wanderers llüzclillieder". Dieser Künstler lebt seit Jahren 
in Mainz, und gehört zu den vorzüglichsten Meistern seines Faches. 
753. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundert in 
EG Nürnberg gelebt zu haben scheint. Das gegebene Zeichen iiudet 
 man auf einem Blatte mit dem Bildnisse des Peter Paul Mer- 
calor Nor-imbergensis. Natus A? 1480. Denalus A. 1549. Er ist in 
Oval hinter einer Brüstung dargestellt,  an welcher drei Wappen an- 
gebracht sind. Dieses radirte, und hie und da mit dem Stichel bear- 
beitete Blatt hat ein rauhes Ansehen, das Bildniss scheint aber nach 
einem sehr guten Original gefertiget zu seyn, kl. 8. Vgl. N0. 751. 
754. Unbekannter Formschneider, welcher gegen Ende des 16. Jahr- 
H hunderts in der Schweiz thätig war. Der Buchdrucker Georg 
am;  Straub in Basel gab 1600 ein 'l'rachtenbuch heraus, zu welchem 
Gottfried Ringli den grössten Theil der Zeichnungen getertiget zu 
haben scheint. -Wir haben den Titel unter dein Monogramme C H, 
resp. G R II. No. 584 angegeben, und bemerken daher nur, dass unser 
Meister Holzschnitte für dieses Costümbuch gefertiget habe. 
755. Unbekannter Maler, welcher im I6. Jahrhundert in Sachsen 
Q gelebt zu haben scheint. Das gegebene Zeichen findet man auf 
einem rauh radirten und gestochenen Blatte, welches einen 
Fürsten mit Schwert und Schild unter dem Portale auf getäfeltem 
Boden stehend vorstellt. _Rcch_ts ist eine Draperie angebracht, und 
links oben ein Wappenschild mit vier Löwen. Links unten steht das 
Zeichen. H. 7 Z. 10  Br. 5 Z. 3 L. Ein anderes Blatt, welches 
einen unter dem Thronhimmel stehenden Fürsten in alter Tracht vor- 
stellt, und ebenfalls mit dem Zeichen vorkommt, kennen wir durch 
die Mittheilung des Hru. J. A. Börner. Au dem Schilde des Fürsten 
steht: Echartus Marchio. H. 7  8 L. Br. 5 Z. Dieser Echartus 
ist der Markgraf Eckhart von Meissen (986-1002). Das von Börner 
erwähnte Blatt gehört in die Meissnisclte Land und Berg Chronica 
von Albinus. Dresden 15er), fol., da auf der Rückseite Text, und 
zugleich das in Holz geschnittene Bildniss Carl des Grossen eingedrückt 
ist. Die andere Radirung, die uns vorlag, hat keinen Text auf der 
Rückseite. Börner gab das Monogramm kräftiger, und daher glauben 
wir, dass es sich um zwei verschiedene Blätter handle.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.