Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571529
262 
735 
737. 
735- Johannes Berner, Buchdrucker in Leipzig, bediente sich 
eines Signets, welches in Druckwerken vorkommt. Es stellt 
das über dem Drachen sitzende Osterlamm vor, mit dem Spruche: 
 Ecce Agnus Dei Qui Tollit Peccata Mundz". Unterhalb halten 
Engel einen Cartouche mit dem Zeichen des Druckers. Man 
I- I findet dieses Emblem in Biblia, Sacra- L. Osiandri. Lipsiae, 
 Offäcina typogr. Math. Becken". Sumpt. J0. Berneri 1609, fol. 
736. Hans Bocksberger jun. von Salzburg, wurde bereits an 
  einigen Stellen genannt, ohne dass wir ihm mit Sicher- 
heit ein Monogramm zuschreiben konnten. Er kommt 
 K mit Jost Amman in Berührung, wie wir unter dem 
7519 Zeichen HAB N0. 606 gesehen. Bocksberger fertigte 
Zeichnungen zu: Neuwe Biblische Figuren etc. Frank- 
furt a. M. 1564. und dann zu: Ein neuw Thierbuch etc. 
Frankfurt 1569. J ost Amman trug Bocksbergefs Zeich- 
mingen auf die Holzplatten über, fügte aber kein Monogramm bei, 
welches man auf ihn deuten könnte. Dic obigen Zeichen gibt Brulliot 
I. N0. 908 nach einer handschriftlichen Notiz, welche besagt, dass 
diese Monogramme auf Holzschnitten nach Zeichnungen von Jost 
Amman vorkommen, und zwar "gedruckt zu Frankfurt bei Hans 
Bockfperger und Sigmund Feyerabend." Hierin liegt sicher ein Irr- 
thum, indem H. Bocksberger keine Druckerei hatte. S. Feyerabend 
liess die biblischen Figuren und das Thierbuch drucken, Bocksberger 
wird aber nur auf dem Titel als Zeichner genannt.  
Brulliot spricht auch von verschiedenen Bildnissen mit den ge- 
gebenen Zeichen, bemerkt aber, dass er kein Blatt gesehen habe. Aus 
der Luft gegriffen ist die Nachricht, auf welche sich Brulliot beruft, 
sicher nicht, die Blätter mit den obigen Zeichen werden aber nicht in 
Frankfurter Drucken vorkommen, da C. Becker, J. Amman, Zeichner 
und Formschncider dtc. Leipzig, B. Weiget 18514, auf kein Blatt 
mit einem solchen Zeichen aufmerksam macht. Das erste sieht man 
auf einem Holzschnitte in der von dem Universitäts-Bibliothekar Mncz- 
kowski in Krakau veranstalteten Sammlung von alten Blättern. Er fand 
in einer Vorrathskammer der Universität eine grosse Anzahl von Holz- 
stöcken auf, und liess sie 1849 abdrucken. Diese Sammlung ist selbst 
in Polen selten, da nur eine geringe Auflage veranstaltet wurde. Von 
einem Bildnisse mit diesem Zeichen haben wir keine Kunde. Wenn je 
ein Monogramm auf H". Bocksberger den Jüngeren gedeutet werden 
könnte, so ist es dieses. Wir lesen daher Hans Bocksberger Salis- 
burgensis Filius oder Fectt. 
737. Unbekannter Kupferstecher 1 h P   
war. Bartsch 1x. p. 239 besämläbi gägggsgiäiägoctälätää 
1513 2232i; äkisszazzzßqo- H   enthält   jeder 
i) Adam stehend mit der verbotenen Frucht in der linken Hand, 
während er mit der rechten nach dem links sich erhebenden Baume 
des Lebens eine Geste macht. Am Baumstamme bemerkt man das 
Zeichen des Copisten und jenes des Aldegrever. H. 3 Z. 5 L. Br. 2Z. 4L. 
2) Eva, stehend mit der Frucht in der rechten Hand, während sie 
mit der Linken nach dem rechts sich erhebenden Baum deutet. Am 
Stamme des letzteren sind die erwähnten Zeichen. In gleicher Grösse.
        

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