Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571490
717 
723. 
259 
Schlussblatte mit dem Signet des Buchdruckers J. Sauer. Es stellt 
einen alten, auf dem betlügelten Pferde reitenden, und mit Laub be- 
kränzten Mann mit Sichel und Schlange vor. Die anderen Holzschnitte 
scheinen schon in früherer Zeit benützt worden zu seyn. Sie gehören 
wahrscheinlich der Schule des Hans Brosamer an. Der Buchstabe B 
erscheint undeutlich. 
717. Unbekannter Metallschneider, welcher um 1560 in Breslau 
thätig war. Er schnitt Formen für Buchbinder zum Einpressen 
HE auf Bücherdeckeln. Wir fanden das Rechenbuch von Adam Ries 
in einem solchen Einbande, Breslau 1563. 
718. Adrian Brouwer soll nach der Angabe im Cabinet Le Brun 
H,  Gemälde mit diesen Buchstaben bezeichnet haben. Der Ver- 
  fasser glanbt„der Künstler habe sich IIadrian genannt, es 
lässt sich aber nicht ein einziges Gemälde, oder eine Zeichnung mit 
diesem Namen nachweisen. Wenn diese Initialen auf Gemälden mit 
Bauern vorkommen, und aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammen, 
so sind sie wahrscheinlich von der Hand des Heinrich Bogaert, dessen 
wir unter dem Monogramme N0. 699 erwähnt haben. 
719- Hans Beckmann, Landschaftsmaler in München, ist oben 
unter dem lllonogramme H B No. 661 eingeführt, und 
ä ß es ist bereits bemerkt, dass auf Gemälden auch die Ini- 
- tialen H B vorkommen. Der Künstler hielt sich nicht 
immer an die stereotype Form der Buchstaben. Das Motiv 
H ß zu seinen landschaftlichen Bildern ist, wie bemerkt, dem 
bayerischen Oberlande entnommen. 
720. Hieronymus von Bayer, k. bayerischer Reichsrath und Uni- 
Hcg versitats-Professor in München, ist unter dem MonogrammeB 
 N0. 697 eingeführt, und wir haben auch bemerkt, dass diese 
Ä Initialen auf kleinen, sehr vollendeten radirten Blättern vor- 
kommen. 
721- Hermanns van Brussel, Landschaftsmaler und Radirer,_geb. 
10 ß zu Harlem 1'763, gest. zu Utrecht 1815, zeichnete mit diesen 
 Initialen etliche radirte Blätter, welche sehr geistreich behan- 
ßß "x delt sind. Noch öfter brachte er aber vor B den Cursivbuch- 
H V5 stabeu V in Verbindung, und daher werden wir unter H VB 
ausführlicher über ihn handeln. Die Blätter, auf welchen diese Buch- 
staben vorkommen, erschienen unter dem Titel: Verscheidene land- 
schappen geteckent en geätsl van H. V. B. , 4. Diese Folge von _un- 
gleichem Formate der Bilder enthält 21 Blätter mit der Büste eines 
Bauernknaben. 
722. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts thätig war. In einem Heberlelschen 
H' B' A' 1671 Catalog von 1856 sind zwei Zeichnungen angegeben: 
Merkur und Venus, und eine Götterversammlung, mit rother Kreide 
ausgeführt, gr. fol. Der Buchstabe A bedeutet wohl Anno. 
 723. Unbekannter Zeichner oder Formsohneider, welcher um 
1530 in Augsburg thätig war. In dem bei Heinrich Stainer 
H-H) gedruilitäanerke: Officia M. T. Ciceronis, deutsllllh, 4Ö31  
   ein Holzschntt in druc t wec er ein v0 
ädmalgtdäliiaiitore landendes Getreideschliff egrosseni Zulauf von Men- 
schen vorstellt. Auf einem am Schiffe hangenden Schilde stehen dle 
Buchstaben H b b vertikal gestellt, und in einem anderen Sßhlldß H W- 
17'"
        

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