Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571392
708. 
249 
in 119 Blättern, welche Bartsch nicht einzeln beschreibt. Kein Blatt 
ist H. B. gezeichnet, die Tradition nimmt aber den H. Burgkmair als 
Verfertiger der Zeichnungen an. Die Namen der Formschneider sind 
auf der Rückseite der in Wien noch vorhandenen Platten. geschrieben. 
Die, beigefügten Jahrzahlen 1515 und 1518 lassen auf die Zeit der 
Entstehung schliessen.  
Die alten Abdrücke sind sehr selten, sie haben, theils andere Be- 
nennungen, als Bartsch gibt. Diese Namen sind unten mit Typensauf- 
gedruckt. Bartsch hatte kein vollständiges Exemplar im alten Drucke. 
Er nennt: 
N0. 1. Adalbert oder Embert, statt Bonesberchus. 
„ 5. B. Agnes, statt Vertela. 
„ 15. St. Begghe, statt Rega. 
„ 28. St. Edmond, statt Lucius.   
„ 44_ St, Gefmalll, statt Reinberchus. 
„ 57. Hugbalde, statt Sugbaldus.   
„ 67. St. Leonard, statt Leonhatus. 
„ 86. St. Reinelde, statt Rerneldis. 
„ 94. St. Romaric, statt Ramaricus. 
„ 110. St. Venant, statt Venancus. 
„ 112. St. Verone, statt Veromur. 
Die Abdrücke der beiden verloren gegangenen Stöcke beschreibt 
Bart-sch p. 2-12 N0. 1 und 2. Er nennt: 
N0. 1. St. Waudru, statt Snncta Baldedrudir. 
„ 2. St. Adeldrude, statt Sancta Adeldrudis. 
Von drei anderen verfaulten Stöcken konnten keine Abdrücke 
mehr genommen werden, da aber anzunehmen ist, dass sie abgedruckt 
wurden, so besteht die Folge im alten Drucke aus 124 Blättern. Die 
Platten waren bereits stark abgenutzt, als man 1'799 zu einer neuen 
Auflage schritt. 
Die ganze historisch-legendarische Grundlage zu dem Werke der 
österreichischen Heiligen rührt von Dr. Sebastian Brant her. Wir 
wissen diess aus einem Briefe desselben vom 17. Dezember 1517, 
welchen Th. Herberger, Conrad Peutinger 8m. S. 33 in Abdruck gibt. 
Auch Piinzing, Stabius und Dr. Sbrulius (nicht Sprulius) wurden zu 
ltath gezogen. Herberger glaubte unter den Hzotlenden Mendelntt, 
wozu der Hofmaler Hans Knoder den Auftrag erhielt, die österreichi- 
schen Heiligen verstehen zu dürfen, im Kunstblatt 1854 S. 239 soll 
aber nachgewiesen werden, dass darunter die Genealogie des Kaisers, 
Bartsch N0. 79, gemeint sei. Die Zeichnungen können aber nicht von 
H. Knoder herrühren, da die Holzschnitte H. B. gezeichnet sind. 
59) Conlenta. hoc Libelle. Virlus et Voluptas. Carmen demri- 
gine ducum Austrie. Aegloga. Coridon et Phwiletus rustici.   
Am Ende: Disticlwn Inuidia noslra periit pars maxima fame   
Salutem es: zfnimicis noslris V. G. M. Magister Jöhavznes Otmar 
calcograplzus formis ewcusit. Auguste apud edem diue Vrsule cis 
Lychä.  Anno M. D. XII. XXXI. Julü, 4. 
In diesem Buche sind zwei schöne H. "B. gezeichnete Holzschnitte. 
1. Kaiser Karl V. als Prinz von Burgund in Jägerkleidting 
spricht mit einem Eremiten am Ausgange des Waldes. Unten 
links H.B. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 4 L. 
2. Derselbe im Reisecostüm , stehend zwischen Virtus und Vo- 
luptes, letztere rechts am Eingange des Waldes. Unten 
rechts HB. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 4 L. 
60) Joannis Eckii in summulas Petri Hispani ewtemporaria et 
succincta  explanatio. Augustae Vindelicorum, H. Miller, 1517, fol.
        

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