Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571327
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Nr. 708. 
Jungfrau .umgeben noch sieben andere kleine Engel. Zwei schweben 
mit der Krone über ihrem Haupte. Von drei anderen zu ihren Füssen 
spielt einer die Laute, der zweite schlägt die Trommel. Den Hinter- 
grund bildet bergige Landschaft. Unten rechts an einem Grasbüschel 
lehnt ein Täfelchen mit HB. H. 13 Z. 10 L. Br. 9 Z. 7 L. 
Dieses Blatt ist in Helldunkel von zwei Platten gedruckt, und 
ahmt eine kühn. schraifirte Federzeichnung mit weisser Höhung auf 
dunkelgrauem Papiere nach. Friedrich von Bartsch (die Kupferstich- 
Sammlung der k. k. Bibliothek in Wien S. 284) beschreibt dieses Blatt 
nach einem daselbst vorhandenen Exemplare, und nennt es das schönste 
Helldunkel der Sammlung. Er schreibt die Zeichnung unbedingt dem 
Burgkmair zu, spricht aber von einem Monogramme, so dass die Buch- 
staben H B zusammengezogen seyn dürften. Wir haben dieses Blatt 
nicht gesehen, vermuthen aber, dass das Monogramm auf dem Tafel- 
chen jenem gleicht, welches wir No. 669 dem Hans Baldung Grien zu- 
schreiben mussten, obgleich dieser Künstler gewöhnlich sich eines aus 
HGB bestehenden Zeichens bediente. 
9) Die heil. Familie mit Joachim und Anna, im Ganzen fünf Fi- 
guren. Oben schwebt in einer Glorie von Engeln der hl. Geist. Rechts 
unten auf einem verzierten Tafelchen die Buchstaben H. B. mit 1512. 
H.8Z.2L. Br.5Z.6L. 
10) Die heiligen drei Könige, welche dem Jesuskinde Geschenke 
bringen, fol. In der Sammlung zu Gotha. 
11) Christus als Kind in einem von einem Baldachin bedeckten 
Bette. Ueber seinem umstrahlten Haupte schwebt in einer Glorie die 
Taube. Wenig entfernt vom Bette steht rechts ein mit dem Tuche be- 
deckter Tisch mit Gefässen und einigen Früchten. Die dem Beschauer 
zugekehrte Wand ist- mit einem Teppich geziert, auf welchem sich ein 
Wappen zeigt. Die Gallerie ist offen. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, 
und gehört zu den Seltenheiten. In der fürstlichen Sammlung zu 
Wallerstein ist ein Exemplar. H. 8 Z. 8 L. Br. 7 Z. 10 L. 
12) Die Enthauptung des Täufers Johannes, qu. fol. Kupferstich- 
Sammlung zu Gotha. 
13) Das Gastmahl des Herodes, qu. fol. In derselben Sammlung. 
14) Das Gastmahl des reichen Mannes, und der arme Lazarus. 
In 8 Blättern, Imp. fol. In der Sammlung zu Gotha. 
15) [B. No. 19] Christus am Kreuze zwischen den Mördern. Grosser 
Formschnitt in acht Blättern. 
Die neuen Abdrücke kommen in der v. Derschaulschen Sammlung 
vor. Bartsch wusste nichts von alten Ahdrücken mit der Adresse: 
Jobst de Necker Formsclmeider m: Augspurg. 
16) [B. 16] Christus bei Lazarus, Maria und Martha. Die neuen 
Abdrücke sind in der v. Derschawschen Sammlung. 
17) Christus mit dem Kreuze auf dem Wege nach Golgatha, in 
'8 Blättern. Imp. fol. Sammlung in Gotha. 
18) Die Kreuzigung Christi, in 8 Blättern. Imp. fol. In derselben 
Sammlung. 
19) Christus am Kreuze mit Maria und Johannes unter einem 
verzierten Bogen. H. 9 Z. 3 L. Br. 6 Z. 3 L. 
20) Christus am Kreuze, welches als T geformt ist. Links oben 
unter dem rechten Arm des Heilandes ist in Wolken das Brustbild 
der Maria, gegenüber jenes des Moses. Links und rechts unter dem 
Fusse des Kreuzes H. B. und oben in gothischer Schrift: Ezvaltatio 
S. Crucis. H. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 9 L. 
Dieses Bild kommt auch auf der Rückseite des Titels des unten 
erwähnten Sermon v6 den Hayltumbü etc. vor.
        

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