Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571207
230 
690 
691. 
Das Blatt mit Apollo und Diana ist wahrscheinlich von dem jün- 
geren Hans Burgkmair. Er hatte auf Stahl radirt, wie unter den Ini- 
tialen H. B. zu ersehen ist. 
690. Medailleure und Münzmeister, welche sich dieses Zeichens 
Q a bedienten, ausserclem aber auch HB "signirten. Ihrer erwähnt 
ä auch Schlickeysen, wir gehen aber näher darauf ein. 1 
Hans Biener, churfürstlich sächsischer Münzmeister, war von 1556 
bis 1604 in Dresden thätig. Er hinterliess eine ziemliche Anzahl von 
Geprägen, deren Tenzel in seinem sächsischen Medaillenwerke be- 
schreibt. Die gegebenen Zeichen sind nach Tenzel copirt, des zweiten, 
vielleicht mit geringer Abweichung, bedienten sich aber andere Münz- 
meister. Das erste Monogramm findet man auf Biener's Sterbmedaille 
des Churfürsten Christian I. von 1591. Tenzel Tab. XX. N0. 7, 8 u. 9. 
Das andere Monogramm steht auf dem Revers einer Medaille auf die 
Belagerung und Einnahme von Gotha 1567: Gotha capta Supplicio de 
proscriptis Imp. hostib. obsess. sumpta caeterisque fugatis Augustus 
D. Saxo. Elector  F -x- F. Tenzel XII. N0. 2 und 3. Ausserclem 
nennen wir noch den vierfachen Thaler mit dem Brustbilde des Chur- 
fürsten Christian 11., und den Bildnissen der Churfürsten Johann Ge- 
org und August von Sachsen, den Gulden mit dem Brustbilde des 
Churfürsten Christian I. von 1588, die Medaille mit dem geharnischten 
Brustbilde des Churfürsten August von Sachsen 1563, und denDoppel- 
thaler auf den Tod des Churfürsten mit dessen Brustbild. Abbildungen 
von Münzgeprägen gibt Tenzel auf Tab. XXI. Man findet auch einen 
kupfernen Jeton mit Bieneris Bildniss und Wappen von 1586. 
 Hans Beheim, auch Beham, Bechem und Böheim, wird von 
Schlickeysen als Stempelschneider und Münzmeister zu Hall in Tyrol 
erwähnt. Er schreibt ihm ein dem zweiten ähnliches Zeichen zu, und 
lässt ihn 1507 sterben. Wir haben unter BI. N0. 1565 eines Bernhard 
Behem oder Böheim erwähnt, welcher ebenfalls 1507 als kaiserlicher 
Münzgraveur zu Hall gestorben seyn soll. 
llerkules Bassianus tritt hier als muthmasslicher Verfertiger einer 
Medaille auf, welche die Statue des Herkules vorstellt. Die in Ab- 
bildung gegebene Statue fertigte Ammanati im Auftrage des Marco 
Mantova Benavides in Padua, und sie erhielt den Namen des Hercules 
Buphiloponus Bestiarius. Moulinet erklärt die Medaille in seinem 
Werke: Science des Medailles, für das Hauptwerk des Bassianus, des 
Gehülfen Cavino's. Nach anderen ist aber der Stempel von Gio. Cavino 
selbst, so dass also das Monogramm H B nicht auf H. Bassiani zu be- 
ziehen ist. Cicognara meint, das Zeichen bedeute Hercules Benavides 
oder Ilercules Buphiloponus, was wir dahin gestellt seyn lassen. Die 
Statue AmmanatPs wurde 1549 bei Anton Lafreri im Kupferstiche be- 
kannt gemacht. Cavino starb 1570 im 70. Jahre. 
Heinrich Bonhorst trat _1674 als Münzmeister in Clausthal auf, 
und wurde 1695 braunschwelgxscher Münzdirektor. Er bediente sich 
auf Geprägen des Monograrnms und der Initialen H B. Man findet 
einen Jeton mit seinem Bildnisse und Wappen. Starb 1711. 
691. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1718 in Aix thätig 
 Ja) war. Sein Monogramm, auch mit dem Buchstaben S, 
'j'  "J findet man auf radirten Blättern mit Pilanzen in folgen- 
fß eo. dem Werke: Histoire des phmtes qui naissent m Pro- 
nenee  pur Garidel, Dr. en Mädecine et professeur royal d'Azur- 
tomie ä Aia: et ä Paris 1719.
        

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