Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1571119
678 
680. 
221 
Wein aus. Die Figur der Venus ist aus einem Kupferstiche nach 
Rafael entnommen, und das Ganze trocken in der Behandlung. Der 
Stich ist von einem deutschen Meister. H. 7 Z. 6 L. Br. 4 Z. 6 L. 
B78. Hieronymus Billig, Zeichner, Kupferstecher und Kunsthändler, 
 wurde 1553 zu Nürnberg geboren. Er war von 
EBVPB  Profession Goldschmied, und führte als solcher 
einige Blätter mit dem Bunzen aus. Später gründete er eine Kunst- 
handlung, und der grösste Theil seines Verlages bestand in eigenhän- 
digen Kupferstichen, besonders zum Gebrauche für G0ld- und Silber- 
schmiede. Zu seinen früheren Arbeiten gehören die Copien nach den 
zehn Blättern von H. Goltzius, welche die Helden der alten Römer 
vorstellen. Die Stiche des H. Goltzius erschienen unter dem Titel: 
Memorabilia aliquot Romanae slrenmtatis exempla 1586, Bang be- 
titelte: Römisches Heldenbüchlezn, kl. 8. Auf diesen Copien kommt 
das hionogramm HB Fecit vor, und dann auch noch ein zweites aus 
CF bestehendes Zeichen, jenes eines Gehülfen des H. Bang. 
Dann vereinigte Hier. Bang auch verschiedene Musterblätter zu 
Folgen, welche aber sehr selten geworden sind. Sie haben ein Titel- 
blatt, auf welchem der Name des H. Bang vorkommt, die anderen 
Blätter sind theils mit dem Monogramme versehen. 
i) Die fünf Sinne, unter stehenden weiblichen Figuren von Orna- 
menten umgeben auf dunklem Grunde. Das Titelblatt hat in einem 
Schilde die Schrift: HXERCNYMVS BANG Nurnberg. H. 3 Z. 6 L. 
Br. 2 Z. 6 L. 
2) Eine Folge von sechs Blättern mit Friesen aus Laub- und 
Blumenwerk, in welchen Figuren und phantastische Thiere vorkommen. 
Auf dem ersten Blatte steht: Ilieronimus Banng in Nürnberg ew- 
cudit. In der Weise des Virgil Solis gestochen. H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z. 2 L. 
3) Eine Folge von zehn Blättern mit kleinen Thieren in Orna- 
menten, 12. 
4) Eine Folge von acht Blättern mit Kriegs- und musikalischen 
Instrumenten mit Verzierungen, 12. 
5) Mehrere Folgen mit Stickmustern, die seltensten von allen Blättern. 
679. Hans Binder, Buchdrucker zu Hamburg in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts, wendete in seinen Druckwerken Bor- 
l I-B i duren und Vignetten im Holzschnitte an, und fügte das ge- 
gebene Monogramm bei. Es fragt sich, ob er selbst das 
Schneidmesser geführt habe. 
680. Hans Holbein der jüngere bediente sich zuweilen der Ini- 
HB tialen  zur Bezeichnung seinerlyllfärke, 
s ein aus en Buchstaben HB gc i etes 
H WMNW lj X2 Monogramm wurde ihm aber noch nicht 
vß nachgewiesen. Das Monogramm mit dem 
Beigatze anno 1512 befindet sich auf einer kleinen Tnschzeichnung 
im Museum zu Basel, und wird daselbst dem H. Holbein _]llI1. zuge- 
schrieben. Dieser Künstler war allerdings 1512 als Knabe von 14 bis 
15 Jahren schon im Zeichnen wohl geübt, doch hat er das Monogramm 
HB vielleicht nur in seiner Jugend gebraucht. 
Man findet indessen auch alte Zeichnungen mit dem Monogramme 
I] B, welche dem H. Holbein wohl zugeschrieben werden, aber nicht 
von ihm sind. Es sind diess Bildnisse und historische Compositionen 
mit der Feder und in Bister behandelt. Auch Zeichnungen auf braunes 
Papier mit Weiss gehöht kommen vor. Man wollte sie dem Holbein 
jun. zuschreiben, ohne zu untersuchen, ob nicht auch ein anderer
        

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