Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569014
GI-GIB. 
22  27. 
22. Unbekannter Formschnelder, welcher in der ersten Hälfte des- 
6 I 1.7. Jahrhunderts in Lyon gelebt zu haben scheint. Von ihm 
ist die Dedications-Vignette in Belcarü Rerum Gallicarum 
Commenlarii Liber etc. Lugdun-i 1625, fol. Diese GI gezeichnete 
Vignette stellt eine bekränzte weibliche Figur mit dem Füllhorn vor. 
Sie sitzt vor einem Steine, und halt den Kranz über die auf dem 
Quader liegende Königskrone. In der aus Laub- und Blumengewinden 
hästeihenden EinfassnnIg läommen Genien zum Vorschein. Das genannte 
er ist dem König u wig XIII. von Frankreich gewidmet. 
23. e. Jäger, Medailleur, war in der ZWGltEl] Hälfte des 18. Jahr- 
G I lmnderts in Schweden thatig. Von ihm ist die G. I, gezeichnete 
  Medaille mit dem Bildnisse des schwedischeyArztes Nicolaus 
Rosen von Rosenstein 1773.  Um 1'778 arbeitete der Künstler in 
St. Petersburg. 
24 Ein Graf Vonhstlnderländ soll im vorigen Jahrhundert Land- 
sc aten radirt haben. Die eine derselben stellt im 
Getjsculpserunt Vorgrunde einen stehenden Spanier vor, und ist 
mit G et J etc. bezeichnet. Unter G et J vermuthet man die Radirer, 
Wie aber Snnderland daraus abzuleiten ist, bleibtuins ein Rathsel. 
25. Giacomo Franco, Kupferstecher, kommt bereits zu wiederholten 
Giacß fnm 0 Malen vor, und daher bemerken wir hier nur, dass 
Giacoyno F1 E die Abbreviatur auf Bildnissen berühmter Männer 
w- eingestochen sei. Die Portraitsammlnn g dieses Künstlers 
erschien zu Venedig 1596.  
26- Johann Georg Bittner Münzmeister in Cassel von 1658 bis 
O 1680, liess die Stempel, nach welchen Münzen geprägt 
(E?  wurden, mit einem Zeichen versehenfwelches wir hier 
l- , , in Abbildung geben, wie es Schlickeysen, Abkürzungen 
auf Münzen 8m. S. 123 wohl in vergrössertem Massstabe beifügt; Auf 
anderen Gepragen stehen die Initialen I. G. B. 
27. Johann Georg Bergmüller, Historien- und Bildnissmaler, geb. 
zu Türckheim in Schwaben 1688, gest. zu Augs- 
 ÜB- burg 1762. Schüler von Andreas Wolff in München, 
machte er in Rom seine weiteren Studien unter 
Leitung des Carlo Maratti, und_ somit galt er im 
7  Vaterlande für einen vollendeten Künstler nach 
italienischem Zuschnitte. In den Kirchen zu Augsburg und der Um- 
gebung sind Gemälde in Oel und Fresco von seiner Hand. Auch in 
Privathansern der genannten Stadt findet man Bilder "von ihm. Der 
Bischof von Augsburg ernannte ihn zum Hofmaler , die Gemälde aber, 
welche seine Zimmerzierten, mussten später weichen. Auf Malereien 
und Zeichnungen kommen die obigen Monogramme vor , so wie auf 
einigen radirten und gestochenen Blättern des Meisters. Auch die Ini- 
tialen I GB ündet man auf solchen. Bergmüller huldigte der kirch- 
lichen Richtung, und daher sind fast alle seine Compositionen religi- 
ösen Inhalts. Mehrere Blätter sind zart und geistreich radirt, so dass 
sie von den Sammlern nicht verschmäht werden. Besonders zu nennen 
sind die halben Figuren der Apostel, der Evangelisten, der Kirchen- 
lehrer und einiger anderenHeiligen, welche zuletzt zu einer Folge 
V0n. 25 Blättern heranliefen, 8. Schön sind auch zwei Folgen der Jahres- 
zeiten, 12 und 4. Er radirte mehr als 80 Blätter. Dazu kommt noch 
ein Zeichenbnch, in welchem er die Proportion des Menschen vom
        

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