Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570999
656. 
209 
Zeichner des im vorhergehenden Artikel erwähnten Formschnittwerkes 
ist, so muss er jedenfalls 1554 noch gelebt haben. 
Hans Brosamer von Fulda war Maler, seine Gemälde sind aber 
sehr selten. Der Oberstaatsanwalt von Abel in Stuttgart besitzt ein 
Bild von 1542. Es stellt Christus am Kreuze mit Maria und Johannes 
vor, und wird wohl mit dem lllonogramme bezeichnet seyn. Es wäre 
möglich, dass ihm auch die Gemälde mit dem Monogramme der folgen- 
den Nummer angehören. 
Bartsch VIII. p. 457 beschreibt 24 Kupferstiche von Brosamefs 
Hand, welche auf die Zeit von 1ä37_1550 weisen. Das Monogramm 
ist auf den Kupferstichen meistens kleiner gebildet, als auf den Holz- 
schnitten. Von letzteren beschreibt Bartsch 15, sein Verzeichniss ist 
aber im Allgemeinen unvollständig, und wir geben daher einen Nach- 
trag. Mit Zeichnungen zum Formschnitt scheint sich der Künstler 
erst gegen 1550 befasst zu haben. Auch das obige Zeichen mit dieser 
Jahrzahä kommt auf dem Holzschnitte mit der Schöpfung der Eva vor, 
B. N0.  
Supplemente 
Zlllll 
Peintre - graveur. 
Kupferstiche. 
1) Christus auf dem Schiffe während des Sturmes. Er ist rechts 
des Blattes, und in der Ferne breitet sich am Ufer die Stadt aus. Im 
Vorgrunde bemerkt man das Zeichen. Rund, Durchmesser 1 Z. 3 L. 
2) Das Standbild eines jungen Mannes, dessen Kopf und die Füsse 
von einer grossen Schlange umwunden sind. Er steht auf einer Säule. 
Das Zeichen ist links unten, und rechts die Jahr-zahl 1538. Höhe 
 
3) Lukretia, stehend nach links, senkt den Dolch in ihre Brust. 
Dieses Blatt ist in der Weise wie Venus und Amor, B. N0. 13, ge- 
stochen, und von der grössten Seltenheit. H. 3 Z. Br. 1 Z. 8 L. 
Im Blatte N0. 9 bei Bartsch sitzt die Lukretia. 
4) Ein Dorffest. Am Ufer des die Landschaft durchschneidenden 
Flusses gehen Männer und Weiber, und auf dem Flusse bemerkt man 
mehrere Kähne. In jenem vorn sitzt unter einem Dache ein Mann 
mit seinem Weihe. Das Zeichen ist rechts neben dem grossen Fahr- 
zeuge. Durchmesser 3 Z. 2 L. 
Holzschnitte. 
i) B-iblia: Das ist: Die ganlze heilige Schrilft: Deudsch.  
Dr. M. Lutheüs Bibelübersetzung. Wittenberg bei Hans Lufft 1550, 
1555, 1557, 1558, 1560, 1567, fol. In diesem Werke sind mehrere 
Blätter, welche bei Bartsch fehlen. Sie haben das Monogramm mit 
den Jahrzahlen 1549 und 1550. 
1. Die Erschaffung der Eva. Mit dem Monogramme und der 
Jahrzahl 1550. B. N0. 1. I-I. 8 Z.  L. Br. ä Z. 7 L. 
2. Derselbe Gegenstand mit anderem Hintergrunde, und kleiner. 
Mit dem Monogramme, 1549.  
3. Der Altar mit Hörnern und Gefässen. H. 4 Z. 3 L. Br. 
5 Z. 1 L. 
4. Eine Folge von 20 Blättern mit den Propheten in verschie- 
denen Handlungen. H. 3 Z. 10-11 L. Br. 5 Z. 4-5 L. 
5. St. MatthäuS- Mit dem Monogramme, 1549. B. N0. 9. Es 
kommt auch ein Abdruck mit Text ohne Zeichen vor. 
6. St. Marcus. Mit dem Zeichen. B. N0. '10. 
Monogrammisten Bd. III. M:
        

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