Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570880
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HAL 
wHAM. 
628 
632. 
628 Hugo Allard, Zeichner, Kupferstecher und Kunsthändler, 
war um 1635-1670 in Leyden thätig.- Er hinterliess 
eine ziemliche Anzahl von Blättern, welche aber grossen 
m Theils als Verlagsartikel zu betrachten sind. Allard be- 
' 4' snss auch alte Platten, welche er mit seiner Adresse 
wieder abdrucken liess. R. van Eynden will ihm eine Folge von Blät- 
tern mit Pferden nach P. Potter zuschreiben. Diess sind wahrschein- 
lich Gopien nach Potter's Originalradirungen, B. N0. 9-43, welche 
aber bei Carol Allard erschienen. Das Verlagsmonogramm mit dem 
Kreuze findet man aber auf Blättern von Peter Nolpe, welche An- 
sichten in Holland und die Blockhäuser bei Amsterdam vorstellen. 
Füssly nennt eine Folge von Jagdstücken mit der Bezeichnung H A. 
inv. Dann stach H. Allard auch mehrere-Bildnisse, wie jene von 
David Gloxiu Adrian Paw van Heemsted, Carl Gustav von Schweden, 
Oarl IX. von Schweden, Oarl Gustav Wrangel, der Königin Christina 
von Schweden 8m. Zu den Seltenheiten gehören seine Vorstellungen 
aus der Zeitgeschichte. Darunter ist eine Carricatur auf Philipp IV. 
von Spanien. Der König hat eine Medaille von 1664 zum Kopfe, und 
sitzt auf einer Kugel, an welcher Männer und Weiber sich streiten. 
Den rechten Arm legt er auf einen ungeheueren Geldsack, und un- 
zählige Figuren und Inschriften füllen den übrigen Raum, fol. Andere 
grosse Blätter dieser Art haben den Titel: Aemilla, Hollands Admiraal- 
schip, nach W. van de Velde; Floraes Gecks-kap, of beeldinge van 
wonderlycke jaer van 1637. Diese Vorstellung wurde auch später 
unter einem anderen Titel benutzt: Hel groote lafereel der dwaa- 
scheid.  Gedruckt tot waerschouwinge voor de nakomelingen, in 
t" noodloltig jaar, eoor veel zotle en wyze 4720. Ein anderes 
grosses Blatt ist betitelt: Bellona, zegenpraalende ooor de Bandge- 
nooten, ofle deszelfs oaslen-avonds-triomf etc., im späteren Drucke 
von 1707 bei Carel Allard. 
629. Johann llalbeeok soll nach Heller Kupferstiche mit der 
Abbreviatur des Namens bezeichnet haben. Wir kennen 
Kir.  nur Blätter mit den Buchstaben I. h. , und kommen 
darunter auf den um 1606-1620 lebenden Künstler zurück. 
630. Uh. J. w. o. J. Heller von Hallerstein, Maler und Radirer, 
Hauer v H ist im zweiten Bande unter einem aus CHv besteheii- 
'  den Monogramme N0. 201 eingeführt, und wir beziehen 
uns zunächst auf jenen Artikel. Dieser Künstler radirte viele Blätter, 
und darunter ist jenes mit der Ansieht des fünfeckigen Thurmes des 
Schlosses in Nürnberg: Haller v. H. ad Nal. del. et fecit 1794, be- 
zeichnet, kl. qu. 4. 
631; Albert lialwag oder Haelwog, Haelwoch, königl. dänischer 
 Hofkupferstecher, hinterliess eine bedeutende Anzahl 
W JT von radirten und gestochenen Bliittern, welche um 1640 
0b   bis 1672 erschienen. Sie sind in der Geschichte der 
k. Kupferstichsnnimlung m Qopenhagßp von C. F. von Rumohr und 
J. M. Thiele S. 60  beschrieben. Die meisten sind mit dem Namen 
bezeichnet, auf wenigen kommt H. und Alb. H. vor. Noch seltener 
findet man die Abbreviatur des Geschlechtsnamens. 
632. Hai-man Muller (Hermann Müller), Zeichner und Kupfer- 
stecher, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahr- 
 ü [ä hunderte in Amsterdam thätig, und hatte auch eine 
n; F, , Kunsthandlung. Seine Blätter sind zahlreich, kom- 
men aber in Schönen alten Drucken nicht häufig vor. Er stach nach
        

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