Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570850
HAF. 
616. 
195 
5) Landschaft mit der Ansicht einer Stadt mit Kirche. Im Vor- 
grunde rechts ist eine Anhöhe, auf welcher fünf Weidenbäume stehen, 
und im Hintergruiide rechts bemerkt man eine Kirche. Rechts unten 
ist die Jahrzahl 1549. H. 2 Z. 7 L. Br.  Z. 
6) Landschaft mit einer über den Fluss führenden Brücke, und 
mit Gebäuden am Wasser. Links im Vorgrunde steht eine Fichte, 
und rechts das Zeichen mit der Jahrzahl 1545. Höhe 5 Z. 8 L. 
Br. 6 Z. 10 L. 
7) Landschaft mit einem grossen Flnsse, auf welchem viele Schiffe 
treiben. Von einem derselben wird Jonas in das Wasser geworfen. 
Unten links ist das Monogramm mit der Jahrzahl 1526. Aeusserst 
seltenes Blatt, kl. qu. fol.  
8) Das Wappen der Familie Lassla von Edlasberg. Unten steht: 
LASSLA. v. EDLASPERG. R. R0. KHAY. VND. KN. MAI. ECC. RATE. Das 
Zeichen und die Jahrzahl 1545 ist in der Mitte unten. H. 10 Z. 3L. 
Br. 6 Z. 9 L. Sehr selten. 
9) Das Wappen des A. Hirsvogel. In dem mit Laubwerk ver- 
zierten Schilde steht ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln auf einer 
Mauer, und unter diesem sieht man drei kleine Schilde. Im mittleren 
Schilde ist das Zeichen des Künstlers. Auf der Helmdecke erhebt sich 
der Oberleib einer weiblichen Figur, deren Arme Dammhirschschaufeln 
bilden, kl. fol. Dieses Blatt ist sehr selten. 
10) Das Wappen der Familie Barth. In einem mit Laubwerk ver- 
zierten Schilde ist der nach rechts gerichtete Kopf eines bärtigen 
Mannes. Oben und unten sind Bandstreifen. Ohne Zeichen, aber 
sicher von Hirsvogel, gr. fol. Dieses Blatt muss der Künstler vor 1543 
in München gefertigt haben, da die Familie Barth daselbst lebte. 
11) Eine Arabeske mit drei Mascarons. Links neben der mittlern 
Fratze ist das Zeichen mit 1543, 4. 
12) Der Plan der Stadt Wien in 6 Blättern, zusammengefügt 
31 Z. 9 L. hoch und breit. In den vier Winkeln ausserhalb des 
Rundes sind vier Medaillons, und nur die Stadtmauern, Thore, Thürnie 
und Basteien im Aufriss dargestellt. Die Gebäude gab der Künstler 
im Grundrisse an, die hauptsächlichsten und die Strassen sind aber 
mit Namen bezeichnet. In der unteren Rundung rechts steht: Hanc 
Viemzae quam cides geometricam faciem Archimedem Siracusanum 
Augustus Hirsfogel a suo depictam radio imitalus est anno 
M. D. XLVII. Ob dieser Plan im Jahre 1547 auch ausgegeben wurde, 
wissen wir nicht, es ist aber wahrscheinlich, dass er erst später er- 
schien. Weiter unten steht nämlich: Cum gratia et pricilegio im- 
periali impres. Wennae 1552. Bartsch kennt dieses sehr seltene 
Werk nicht, er beschreibt nur zwei friesartige Ansichten der Stadt 
von 1547, N0. 80 und 81.   
13) Das sehr seltene Werk über Geometrie mit Holzschnitten. 
In zwei Auflagen.   
A. Geometria. l Das Bvch geomema zst mein Namen l All 
freye kunst aus mir zum ersten kamen. l Ich brmg architeclcra ond 
Perspectica zvsamen. II Dann folgt HirsvogePs Monogramm mit der 
Jahrzahl 1543. Auf dem in Holz geschnittenen Titel ist eine Bank 
mit einem Pentagon-Dodekaeder, und auf der obersten Fünffläche der 
geometrischen Figur steht eine Eule, _anf deren Kopf zwei Vögel zu- 
fliegen. Diese Eule mit den Vögeln ist gleichsam die Dedication an 
den kaiserlichen Hofmaler Jakob Zeyssnecker oder Seysenegger. Unter 
der Bank ist das kaiserliche Privilegium und die Dedication vom 
1. April 1543. Die 38 Holzschnitte sind auf 19 Blättern beigefügt. 
Dazu kommt der Titel, so dass das Werk aus 20 Blättern besteht. 
31k
        

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