Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570784
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602. 
in Typendruck vor. Er trat gegen 1553 auf, und starb 1367. Seine 
Blätter sind selten, wenn auch nicht von besonderem Kunstwerthe. 
1) Christus am Kreuze mit Maria und Johannes in einer Einfass- 
ung, originalseitige Copie nach A. Dürer's Blatt von 1516, aber ohne 
Jahrzahl. Oben steht: Cum sceleraiis reputaius est etc., unten: Er 
ist den Uebelihätern gleichgerechnet etc. Im Rande: Gedruckt zu 
Nürnberg durch Hans Adam. H. 10 Z. 2 L. Br. 8 Z. 4 L. 
2) Ein alter Mann mit einem jungen Mädchen, welches nach dem 
Geldsack greift. Unten ist ein deutsches Gedicht aufgedruckt, und die 
Adresse des Formschneiders. Höhe ohne Gedicht 9 Z. 3 L., mit dem- 
selben 13 Z. Br. 9 Z. 6 L. 
3) Eine alte Frau mit einem Jüngling, welcher in den Geldsack 
greift. Mit einem Gedichte, und in der Grösse des obigen Blattes. 
4) Conterfaetur und lrurtzer Bericht Jüngster Schlacht bey 
Silbershausen (Sievertsbausen  am 9 Juli 1552. Gedruckt zu Nürn- 
berg Durch Hanns Adam. Das Zeichen mit dem nackten Adam ist 
zwischen der fünften und sechsten Columne des mit Typen gedruckten 
Textes. Ueber dieses in drei Bogen bestehende Formschnittwerk gibt 
Meusel in seinen neuen Miscellen XII. S. 484 zuerst Nachricht. 
Z5) Warhaffte Zeitungen  am Himmel  zu: Nürnberg gesehen 
1554, fol. 
600. Hans Mynsheere, auch Jan Min Heere und Jan D'Heere 
genannt, war Architekt, Bildhauer und Maler, 
und in jedem Fache ein trefiiicher Meister. Er 
hatte den Titel eines Architekten der Abtei von 
St. Bavo und St. Jan in Gent, wie wir aus dem 
Messager des sciences historiques  Gand 
1833 p. 15 wissen. Van Mander zählt ihn zu den vorzüglichsten 
Bildhaueru seiner Zeit, man kennt aber nur wenig Werke von seiner 
Hand. Auch Vasari hatte Kunde von diesem Meister, und nennt ihn 
Jean Minescheren von Gent. Unter" diesem Namen figurirt er 
auch in der Florentiner Ausgabe des Vasari von 1842 ff. Dann 
wird J. Min Heere auch als Portraitmaler gerühmt. Er soll Notabi1i- 
täten seiner Zeit nach dem Leben gemalt haben, und darunter 1560 
auch den Kaiser Carl V. H. Cock gab 1563 das Bildniss dieses Kaisers 
im Stiche heraus. In der letzteren Zeit seines Lebens wurde er nach 
Spanien berufen, um für die Hofkirche zu Toledo die Statuen der 
zwölf Apostel zu fertigen. Diese Arbeit scheint der Künstler nicht 
mehr vollbracht zu haben, denn er soll 1569 in Spanien gestorben seyn. 
Das Zeichen des Künstlers theilt Brulliot II. N0." 2845 nach Pas- 
savant mit. Letzterer entnahm es einem Ornamente der Cathedrale von 
Gent. J. Min Heere zeichnete auch die oigenhändigen Quittungen auf 
solche Weise. Ein Gemälde mit dieser Signatur ist nicht bekannt. 
ÖÜI. Heinrich Adam, Landschaftsmaler in München, ündet unter 
dem Monogramme H A N0. 596 eine Stelle, und daher be- 
 schränken wir uns hier nur auf die H. A. bezeichneten 
radirten Blätter. Sie kommen in folgendem Buche vor: Abendstunden 
der Familie Bosenthal. Ein Geschenk für die Jugend  von einigen 
Jugendfreunden. München und Nürnberg, s. a. 8. Diese drei Blätter 
stellen die Freuden des Sommers, Herbstes und Winters vor, gr. 12. 
Adam radirte auch noch andere Blätter. 
602. Hugo Allard soll eine Folge von acht Blättern mit Jagden 
H A  H A ine. bezeichnet haben. Wir kennen diese Blätter 
im). nicht, und wenn sie je vorkommen, so scheinen sie nur
        

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