Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570762
186 
592  594. 
und links unter der viereckigen Einfassung ist das Zeichen mit 1836. 
H. 95 m. Br. 141 m. 
19) Der Reiter nach links hin gegen den Eingang des Waldes. Die 
rechte Seite des Blattes nehmen grosse Felsen ein, und hinter diesen 
erheben sich Berge. Rechts unten in der Ecke das Zeichen mit 1838. 
H. 99 m. Br. 140 m. 
20) Der Zeichner. Links führt zwischen Baumgruppen ein Weg hin, 
und im Vorgrunde sieht man einen Reiter und einen Mann zu Fuss. 
Im Mittelgrunde gegen rechts zeichnet der Künstler auf einen grossen 
Garten. Rechts in der Ecke ist das Monogramm mit 1839. H. 158 m. 
Br. 197 m. 
21) Die Felsen. Sie nehmen die linke Seite des Blattes ein, und 
tragen eine Baumgruppe. Auf dem Wege rechts reitet ein Mann auf 
dem Esel gefolgt von fünf Kühen. Links unten in der Eckedas 
Zeichen mit 184-0. H. 188 m. Br. 246 m. 
592. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit die beige- 
PA fügte Jahrzahl bestimmt. Sein Zeichen findet man auf einem 
mittelmässigen Kupferstiche, welcher eine Schweinsjagd vor- 
155) stellt. Zwei Hunde fallen das Thier von vorn an, zwei andere 
kommen links heran, und einem fünften Hunde folgt der Jäger mit 
dem Spiesse. Rechts führt ein anderer Jäger zwei Hunde, und ein 
dritter bläst auf dem Hüfthorn. Die Zeichnung und Composition ist in 
der Weise des V. Solis, der Stich aber ohne Gefühl gemacht. Höhe 
l Z. 4 L. Breite 5 Z. 
593. llelias Alt von Herenberg war in der zweiten Hälfte des 
H 16. Jahrhunderts als Bildnissmaler bekannt. Er lebte die längste 
Zeit in Tübingen, und da malte und zeichnete er die Bildnisse 
der Professoren der Hochschule, welche mit Biographien in Holzschnitt 
erschienen, unter dem Titel: A. M. Erkardiflellii Imagines Pro- 
fessorum Tubingevtszäzm senatorii praecipue ordinis etc. Tubingae 
1596 Typis autor-is, 4. Jakob Züberlein hatte diese Bildnisse auf die 
Holzplatten gezeichnet, und Jakob Ledßflßlll schnitt sie aus. Heinecke 
nennt den Maler Helias Altzius. 
594- Hans Ammiin, Maler von Nürnberg, ist nach seinen Lebens- 
m verhältnissen unbekannt. Füssly spricht von einem Gemälde 
auf dem Rathhause in Nürnberg, welches die Jahrzahl 1616 
M, tragen soll. Ausserdem hat sich die Sage erhalten, dass xder 
Künstler bei den Comödianten den Lilstigmacher gespielt 
habe, angeblich in der Rolle des Peter Leberwurst. Diese Charakter- 
iigur ist in einer Radirung vorhanden, und man hält sie für Ammaxüs 
Portrait. Peter Leberwurst trägt einen kurzen Mantel und Federn auf 
dem Hute. Er tanzt mit einem Stecke in der Hand, und aus dem 
Sacke über der linken Achsel fällt eine Wurst und eine Bouteille 
heraus; Den Grund bildet eine Stadtmauer mit Wassergraben, in 
welchem rechts ein Mann auf dem Kahne fährt. Rechts unten ist das 
erste Zeichen. H. 10 Z. 7 L. Br. 8 Z. 6 L. Dieses Blatt ist flüchtig, 
aber kräftig radirt, und kommt selten vor. 
Von demselben Meister ist wahrscheinlich auch das Blatt mit dem 
zweiten Zeichen, da es im Geschmacke des Nürnberger Wenzel Ja- 
mitzer behandelt ist. Es stellt die Büste einer phantastisch gekleideten 
Frau vor, vielleicht jene der Madame Leberwurst, 4. Beide Blätter 
wurden früher auch dem Jobst Amman zugeschrieben , welchem sie 
aber nicht angehören.
        

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