Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570726
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585  587. 
die Ueberarbeitu-ng mit dem Stichel wird aber auf Rechnung eines 
Anderen gehen. Für einen Versuch mit Nadel und Stichel wird es 
wohl zu gut seyn. 
585. A. van der Hagen nennt Brulliot I. No. 444 einen Bildniss- 
und Mariuemaler, welcher um 1'765 in London gelebt haben 
H soll. In einem Leipziger Auktionskataloge von 1821 werden 
ihm Zeichnungen mit diesem Monogramme zugeschrieben. Die 
holländischen Schriftsteller kennen keinen Künstler dieses Namens, 
und er müsste daher in England geboren seyn. Es handelt sich wahr- 
scheinlich um den Landschaftsmaler Hendrik Joseph Antonissen, welcher 
1794 zu Antwerpen starb. Er malte Landschaften mit Thieren, und 
auch Marinen, besonders Canalansichten mit Staifage. Auch dieser 
Meister soll sich eines aus H A bestehenden Monogramms bedient haben, 
wir haben aber kein Facsimile desselben. Immerzeel schreibt das Zeichen 
dem H. van Avercamp zu, weil er den Brulliot missverstanden hatte. 
585. A. llohenstoin gründete in Stuttgart eine xylographische Au- 
stalt, und fügte auf Blättern aus derselben das gegebene 
ß Zeichen bei. Man findet es auf Blättern in Spindlefs 
, "Vergissmeinnicht" für das Jahr 18-19. Stuttgart bei 
Frank, 8. Dieser Jahrgang enthält 18Illustrati0uen mit dem Monogramme. 
587. Unbekannter Formschneider, welcher um 1550 in Mainz 
lebte, und 1553 auch für Ch. Egenolph in Frank- 
ÄA- W furt a. M. arbeitete. Bartsch IX. p. 431 kennt 
 I '  nur ein einziges Blatt von ihm, jenes mit Kaiser 
Carl V., den Churftirsten und dem Clerus auf offenem Markte. Das 
Zeichen auf den Holzschnitten ist nicht stereotyp, und daher kommen 
geringe Variationen vor. 
1) Christus, wie er den Jüngeru das Gleichniss vom Unkraut er- 
zählt, das der Feind unter den Weizen säet. Links unten das Zeichen. 
H.4Z.'7L. Br.4Z.8L. 
2) Das Gleichniss vom Herrn und seinen Arbeitern im Weinberge. 
Unten in der Mitte das Zeichen. In derselben Grösse. 
Diese Blätter findet man in der Postille des Johannes Ferus (Wild). 
Mayntz, Franz Behem zu St. Victor 1552. Am Ende ist Behem's Wappen. 
3) Das Urtheil Salomons, und die Ehebrecherin vor Christus. 
Beide Darstellungen auf einem Blatte. Mit dem Menogramme und der 
Jahrzahl 1538. H. 2 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L.   
4) Doctor Martin Luther auf dem Reichstag in Worms , wie er 
das Glaubensbekenntniss ablegt. Mit dem Zeichen. H. '2 Z. 5 Z. 
Br. 6 Z. 3 L. 
5) Kaiser Carl V. hält den Reichstag in Worms. Er thront links 
auf einem öäentlichen Platze. Die Churfürsten erscheinen zu Pferd, 
höhere Geistliche reiten auf Maulthiereu, und der niedere Klerus und 
Leute verschiedenen Standes reihen sich an. In der Mitte oben ist 
eine Tafel mit der Schrift: Deos colunla._[ Leyib. purem. I Suprema 
salus {l populi lea: esto I l. xi j. Tab. Links unten ist das Zeichen 
im Tä. elchen. H. 2 Z. 10 L. Br. 6_Z. 2 L. 
Diese Vorstellung findet man auf dem Titel folgenden Werkes: 
STaluten Buch, Gesetz Ordnungen und Gebräuch, Kaiserlicher, All- 
gemainer, cnd etlicher Besonderer Land und Slelt Rechten. Zu 
Frankfurt am Mayn bei Christian Egenolff! Anno M. D. LIII., fol. 
Auch 1558. 
In Vincenz Steinmeyefs Kunstbüchlein. Frankfurt 1620, ist ein 
späterer Druck. 
        

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