Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570699
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ungefähr 30 Jahren kamen in München Gemälde mit dem Buchstaben 
h und der Jahrzahl 1517 vor. Sie sind Theile eines Altares. In der 
St. Peterskirche zu München ist in der Kapelle rechts beim südlichen 
Ausgange ein Gemälde mit dem Leichname des Herrn von Maria und 
den Freunden umgeben, auf welches Hafner Anspruch machen kann. 
574. Stempel eines unbekannten Kunstsammlers, welcher viel- 
leicht im 17. Jahrhunderte, wenn nicht früher gelebt hat. 
Es finden sich Kupferstiche und Zeichnungen mit diesem 
Stempel, welche grösstentheils in den Niederlanden und 
in England zerstreut sind. Die meisten Zeichnungen stam- 
men aus dem 16. Jahrhundert, es sind uns aber keine Kupfer- 
stiche mit Jahrzahlen bekannt, aus welchen man auf die 
Lebenszeit des Sammlers schliessen könnte. 
575. Stempel eines englischen Goldschmiedes, welcher zur Zeit 
des Königs Heinrich VI. thatig war. In Hornby Castle 
(Westmorlaud) befindet sich ein Silbergeschirr mit diesen 
h Zeichen. Der König Heinrich schenkte es nach der Schlacht 
von Hexham 1463 dem Sir Ralph Pudsey. Mr. O. Morgan 
machte darauf im neunten Bande des Journal of the Archaeological 
Institute aufmerksam. Die Fabrik, aus welcher das Gefäss hervorgiiig, 
datirt er um 1445. Dieser Zeit entspricht nach Morgen der lombar- 
dische Buchstabe h, welcher von 1438-1457 als Fabrikzeichen ange- 
nommen wurde. 
576- Jakob van der lleyden, Zeichner und Kupferstecher, geboren 
zu Strassburg um 1570, liess sich in Frankfurt am Main 
 nieder, und war da noch gegen 1640 thatig. Er stach 
eine bedeutende Anzahl von Bildnissen, meistens von 
merkwürdigen Personen aus der Zeit des dreissigjährigen 
 Krieges. Auf den grösseren Blättern steht der Name, 
' auf kleineren das aus eh oder Ich bestehende Mono- 
fä, ß h gramm mit dem Beisatze argentina. Das erste Zeichen 
l ' ündet man auf dem Blatte mit dein Bildnisse des Astro- 
nomen Johannes Keppler, und es wird sich wohl auf J. v. d. Heyden 
beziehen. Auch das Titelblatt zum Systema Cosmicum von Galilei. 
Augustae Freb. 1635, 4, hat ein ähnliches Zeichen. Die übrigen 
Zeichen stehen auf den Bildnissen des Herzogs Bernhard von Sachsen, 
Johannes Arndt, Johannes Taufrer u. s. w. Auch auf' Blättern eines 
Werkes: Die hohen geistigen Lehren über die Sprüche des hohen 
Liedes von der liebhabenden Seele und ihrem Gemahl. Durch D. S. 
Frankfurt a. M. 1623, kl. fol., kommt das Zeichen vor. Eine ahn- 
liche Bezeichnung hat auch das seltene Blatt mit dem Profil eines 
Narrenkopfes (Klaus) mit der Aufschrift: _Unser sind drei. 1629, 
qu. fol. Im Künstler-Lexicon haben wir eine ziemliche Anzahl ron 
Blättern verzeichnet. Wir fügen der äussersten Seltenheit wegen eine 
allegorische Vorstellung (U Avare de St. Bernard) hinzu. Dieses Blatt 
stellt einen Geizigen vor, wie er im Triumphe auf den) Wagen der 
Laster geführt wird, fol. Ein sehr grosses Blatt von zwei Platten hat 
die Aufschrift: Tabula Cebetis. Es ist diess die Tafel des Oebes, oder 
der Gang durch das menschliche Leben. Die Compositiou wird dem 
Holbein zugeschrieben. Ein anderer im Lexicon fehlender Stich stellt 
den Raub der Helena vor. Caymow ezcudit. Oval,_ gr. fol. Dazu 
nennen wir noch die 12 Sibyllen mit Christus und Maria in Büsten, 8, 
und die Rlieinansichten von Strassburg, Heidelberg und anderen Orten. 
Wenigstens 20 Blätter, qu. 8. 128 
        

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