Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570637
556 
560. 
173 
ausdrückt, was in der gegebenen Copie nicht der Fall ist. Die frag- 
lichen Kupferstiche stellen die Bildnisse des Grafen Gaspar de Penna- 
randa und des Prinzen Johann Moriz von Nassau vor, 1658. Wir 
kommen unter H G darauf zurück. 
555. Philipp Hermann von Münster gehört zu den vorzüglichsten 
(Egasmalermdes 14. Jahähunderts, sein Name wurde 
a er ers in neuester eit bekannt. Hermann's'An- 
denken knüpft sich an die Cathedrale in Metz, welche 
noch gegenwärtig Glasmalereien von ihm bewahrt, 
ganze Fjiguren von_Heiligen im ernsten Style, unter 
anderiä im Mittelscäiife zu äeheä. Sein Hauptwerk war 
aber ie grosse ose, o er as rosse Radfenster 
welches selbst auf dem jetzt nicht änehr vorhandener; 
Grabsteine des Meisters Hermann als solches genannt 
war. Ueber die Leistungen desselben handelt Begin 
in seinem Werke über die Cathedrale in_Metz Il. S. 408, und Ar- 
chivar Dr. Schneegans in Strassburg gibt im Anzeiger für Kunde der 
deutschen Vorzeit 1858 No. 3 Auszüge aus demselben. Die Gemälde 
des Meisters sind abwechselnd mit P und H bezeichnet. Der obige 
Buchstabe, reich verziert in ein Schild gestellt, befindet sich unter 
dem Bilde der hl. Catharina. Begin gibt auch die spätere Gopie des 
Grabsteines, nach welcher der Künstler am Festtage der Verkündigung 
Maria, also den 25. März, 1392 starb. Die Grabschrift lautet: C2": 
decant: ist: maistre: Hermann: l h": varlier: de: Munstre: en: 
Waistefayl: que: l fisl: M: graut: 0st: (d. i. das grosse Randfenster) 8m. 
557. Zeichen eines alten Waifenschmiedes, welcher für den 
X2337 Kaiser Maximilian I. einen Helm und einen Turnierharnisch 
zum deutschen Gestech fertigte. Baron von Sacken (die k. k. 
U? Ambraser Sammlung S. 114) beschreibt dieses Rüststück. Das 
Zeichen ist auf dem Helme angebracht. 
558. Zeichen eines spanischen Tauschlerarbeiters oder tiold- 
.i "w" schmiedes, welcher um 1500 thatig war. Man findet es auf einem 
Kürasse des KöriiigsJPlhilipp I. von Säiinienbwelchän diese; tals 
ili-Vlhi Prinz von 10- a ren getragen a te. ieses üs s üc e- 
iindet sich in der Ambraser Sammlung zu Wien, und wird von Baron 
von Sacken (die k. k. Ambraser Sammlung I. S. 117) beschrieben. 
Der Waifenschmied war vielleicht. der Goldarbeiter Marco hier- 
nandez, welcher zu jener Zeit in Madrid Ruf genoss. Er hatte einen 
gleichnamigen Sohn.  
559. Unbekannter Goldschmied, welcher in der zweiten Hälfte 
des 15. Jahrhunderts lebte. Man findet dieses Zeichen auf 
einem Kupferstiche, welcher in der Weise der alten deutschen 
Niellen behandelt ist. Das Blättchen stellt die heil. Jungfrau 
mit dein Kinde vor, und scheint zu den grössten Seltenheiten 
zu gehören. Wir wissen nur von einem einzigen Abdrucke, welchen 
Peter Vischer in Basel besass. Es fragt sich aber noch, ob der Buch- 
stabe als H oder V zu nehmen ist. Die gothische Form des V für U 
hat damit Aehnlichkeit, nur dass der linke Schenkel mit der Windung 
gleich steht.  
560. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende_des 15. Jahrhun- 
derts geltälöt. hat,hund wohlklder Faiäilie Elerlein inhNöibdäingtei;  
 ir sa en ein eines emä. e wec es rrsu 
Ü äaligsen Mantel vorstellt, wie ihn links ,ein Mann zurückhält. 
Rechts im Fenster bemerkt man den Pilatus, welcher nach dem
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.