Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570602
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539  545. 
dem Bildnisse der Anna Austriacd, Franciae Navarrae Regina, 
im vierten Theile von H. LudoTfPs Schaubühne der Welt. Frankfurt 
1718. Ein anderes Blatt stellt die Studenten zu Saragossa vor, wie 
sie das Bild des Pater Nithard verbrennen. Auf anderen Bildnissen 
dieses Werkes steht der Name. 
539. Garl Friedrich Holzmann, Maler und Kupferstecher ist schon 
H unter C. H. No. 129 eingeführt, und daher machen wir nur auf 
 ein H. gezeichnetes radirtes Blatt aufmerksam. Es stellt einen 
Bären vor, wie er den Adler angreift, 8. 
540- Ludwig Hess, Zeichner und Kupferstecher von Zürich (1760 
H bis 1808), ist den Kunstfreunden durch trefflich radirte, und in 
 Aquatinta behandelte Blätter bekannt. Ein solches H gezeich- 
netes Blatt stellt eine Ziege, ein Schaf und ein Zicklein vor, qu. 12. 
Dieses schöne Blatt ist sehr selten. Unter LH kommen wir auf diesen 
Künstler zurück. 
541. Unbekannter Formschneider, welcher in Zürich für die 
  FroschoueWsche Druckerei arbeitete. Der Buchstabe H findet 
H1 AR sich auf den Copien nach Holbein's Bildern zum alten Testa- 
mente- in Drucken der genannten Offizin.  Sie sind in der Grösse der 
Originale. Auch das zweite Zeichen kommt auf solchen Holzschnitten 
vor, doch nicht ganz deutlich. Es scheint sich um den einen und den- 
selben Künstler zu handeln. 
 542. Hugnet, Formschneider und Kupferstecher zu Paris, widmete 
seine Kräfte der Illustration, und daher findet man seine Blätter 
M in verschiedenen Werken. Eines der neuesten hat den Titel: 
Napoleonium. Monographie des Palais du Louvre et des Tuilerzes. 
Paris 1856  fol. 
543- Jane llay, Zeichnerin zu London, gehört zu den geistreich- 
sten englischen Künstlerinnen. Sie ist besonders geschickt in 
ä Darstellungen aus dem Pfianzenreiche und des leichten Spieles 
der Arabeske. Im Art-Journal 1853 (Aprilheft) ist ein Kalender für 
den Monat April, welcher ringsum von aus dem Pflanzenreiche ge- 
nommenen Gegenständen mit Kinderfiguren dzc. umgeben ist. G. und 
E. Dalziel haben diese Bordure in Holz geschnitten, und auf einem 
flatternden Bande ist das gegebene Zeichen. Andere Holzschnitte nach 
ihren Zeichnungen findet man in folgendem Werke: The Golden Le- 
gend. By Henry Wadsworth. Longfellow. London 1854, roy. 8. 
544. Stempel der kaiserlichen Porzellan-Manufaktur in St. 
Petersburg. Diese Anstalt rief Kaiser Nikolaus I. ins Leben, 
ÄQ und das gegebene Zeichen ist nicht H, sondern das russische 
 N, und bezieht sich daher auf Kaiser Nikolaus. Der Stempel 
' ist den mannigfaltigen Produkten der Manufaktur eingedrückt, 
und man erkennt daraus das russische Porzellan. Wir fügen 
den Stempel nur für dieJemgen Sammler bei, welche der russischen 
Sprache nicht mächtig sind, und ein H vermuthen könnten. 
545. Sebastian Habanschaden, Genremaler und Thierbildner, ge- 
n boren zu München 1813, ist durch eine bedeu- 
mßgb xägvg  tende Anzahl von Bildern in Oel und Aquarell 
Tägßx 55 8x bekannt. Sie bestehen in Landschaften mit Fi- 
guren und Thieren, wozu das Motiv gewöhnlich im bayerischen Hoch- 
lande gewählt ist. Von ausgezeichneter Schönheit sind seine kleinen 
Thiermodelle in Gyps und Bronze.
        

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