Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570375
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476. 
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9) Die Ansicht des Raths- oder Ratzberges bei Erlangen. Rechts 
in der oberen Hälfte sieht man ein herrschaftliches Gebäude. Ein 
Pfahlzaun zieht sich der Breite nach hin, und ausserhalb der Umfass- 
nngsmauer führt eine Treppe zum Röhrbrunnen hinab. Im Schlosshofe 
kommen Gäste zu Wagen und zu Pferd an, und werden vom Guts- 
herrn empfangen. Rechts unten im Gehölz zielt der Jäger nach dem 
Hirschen, und links im Boden steht: e. WEGHT. 16. 21. Dieses mittel- 
mässige Blatt ist lt?) erslten Drucke nur äit Vgechtefs Namen versehen. 
Im zweiten steht ü er iesem: anns in nuen. 
471. Unbekannter Maler, welcher nach Heller um 1600 in Eng- 
G W land gelebt haben dürfte. Diese Angabe ist zu unbestimmt, 
'  als dass man eine weitere Folge daran knüpfen könnte. Wir 
fanden kein Gemälde der damaligen englischen Schule erwähnt. In 
Innsbruck lebte aber um 1630-1640 ein Gabriel Weyerlechner, welcher 
Bildnisse malte. Er war Hofmaler, und könnte G. W. gezeichnet haben. 
472. Gabriel Weyer, Maler und Radirer, geb. zu Nürnberg um 
GW 1580, gehört zu den fruchtbarsten Künstlern seiner Zeit. 
,GW Er malte historische und allegorische Vorstellungen, und 
hinterliess eine grosse Anzahl von Zeichnungen, welche mit der Feder 
umrissen und ausgetuseht sind. Mehrere wurden gestochen, darunter 
eine Darstellung der Bathsebalim Bade von J.DBariai, fol. gufhdieiem 
Blatte kommen die grossen nitia en vor. ie einen uc sta eii 
finden wir auf einem Titelblatte zu Hagelyaws Namen Register der 
römischen Kayser. Nürnberg 164-0, 12. Die Einfassung besteht aus 
Säulen mit Wappenschilden. Blei Brulliot  A. wergen diesem Gabriel 
Weyer Blätter des Georg Wec ter zugesc rieben. ann wil man i m 
auch eine radirte Landschaft mit den Oursiven G Wzusehreiben. Dieses 
Blatt ist von Gottfried Wals. G. Weyer starb zu Coburg um 1640. 
473- George White, Maler und Kupferstecher, geb. zu London 
1670, machte sich durch Bildnisse in Oel und Miniatur be- 
G WJE" kannt, und brachte namentlich das Verfahren in Mezzotinto 
zu grosser Vollkommenheit. Seine in Schabmanier behandelten Bild- 
nisse stehen den vorzüglichsten Erzeugnissen dieser Art_ zur Seite, ge- 
hören aber grösstentheils zu den Seltenheiten. Die Umrisse sind meist 
radirt, die weitere Ausarbeitung nahm er aber mit dem Sehaber vor. 
Zuweilen haben seine Blätter das Ansehen, als wären sie mit dem 
Pinsel getuseht, wie das grosse Blatt mit dem Violinspieler am Fenster 
nach F. Hals 1732. Unübertroifen ist auch sein Bildniss des Malers 
W. Dobson, fol. White stach aber auch Bildnisse in Kupfer. Auf 
solchen kommen die Initialen öfter vor, als auf Sehabblättern. Der 
Künstler starb nach 1736. 
474, Gamm- Wguters, Ilistorienmaler und Radirer, war um 1680 
G W bis 1690 in Romthatig, und erhielt da 111 der Sehilderbent 
' den Beinamen Ridder. Desswegen nennt er sich auch auf 
radirten Blättern G. Wouters Clwalzer. Man findet deren in folgendem 
Werke: L' arte di restitutre _la tralasctata Nauzgatione del suo 
Teuere. Dalßlnyeniero Cornelzo Meyers In Itonw MDCLXXXIII, fol. 
Auf Blättern dieses Werkes kommen die Initialen des Namens vor. 
Ausserdem radirte abenWouters auch noch grosse Blätter mit röini- 
schen Ansichten, deren im Künstler-Lexicon verzeichnet sind. 
475. Gottlieb Wolfgang, Iäupferstecherin Augsburg, war zu An- 
fang des 18. a r un erts thätig. Er arbeitete meistens für 
Qwßrc" Buchhändler. Das Titelblatt zu G. Lonciiüs Christlichen 
10'"
        

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