Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570348
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Nr. 462 
455. 
461. Der unbekannte Zeichner und Formschneider, von welchem 
WM die Holzschnitte in Paul Hektor Mairis Geschlechter- 
, buch von Augsburg herrühren, ist von unsern Vorgän- 
WGSV gern unter C W eingeführt, der erste Buchstabe scheint 
.1 aber G zu seyn. Es haben auch einige einen Meister 
G W vermuthet, wir führten denselben aber doch unter C W ein, so 
dass hier ein Rückweis zugegeben ist. Das Geschlechterbuch ist im 
zweiten Bande N0. 818 beschrieben, hier bemerken wir aber nach- 
träglich, dass das Monogramm auf Georg Wollhöf er sich beziehen 
dürfte. Dieser Meister war der Zeitgenosse des P. H. Mair, und im 
heraldischen Fache sehr erfahren. In der Sammlung des Buchhändlers 
Dr. F. Campe zu Nürnberg war von ihm das sehr schön auf Pergament 
gemalte Wappen von Augsburg. Es ist reich mit Arabesken verziert 
und mit Gold gehöht. Einen solchen Mann konnte Mair zur bildlichen 
Ausschmückung seines Werkes benützt haben. Man weiss nicht, ob 
er selbst Künstler gewesen sei, und es lag ihm diese Uebung als 
städtischen Beamten wohl auch ferne. 
462. Der unbekannte Radirer mit diesem Zeichen wird von Bartsch 
GV IX. p. 164 mit dem vorhergehenden Meister identificirt, wir 
möchten es aber sehr bezweifeln, 0b die Radirungen von der 
Hand desjenigen herrühren, der die Holzschnitte zu Paul Hektor MSIIIJS 
Geschlechterbuch gefertiget hat. Das gegebene Monogramm zerlegt man 
gewöhnlich in C W, wie das vorhergehende Zeichen, es ist aber sicher 
G W zu lesen, indem auf einem Blatte diese Buchstaben vorkommen. 
Dieser unbekannte Meister radirte vier Blätter mit Fechtern, welche 
im Artikel des vorhergehenden Künstlers, aber im zweiten Bande 
N0. 818 beschrieben sind. Wir haben unsern Vorgängern zu grosse 
Rechnung getragen, und namentlich auch auf die Kunstfreunde Rück- 
sicht genommen, da sie einmal gewöhnt sind, dem Formschneider des 
Geechlechterbuches auch die Radirungen mit den Fechtern zuzuschreiben. 
Im Ganzen sind vier Blätter vorhanden, und darunter trägt eines die 
Jahrzahl 1541. Das Monogramm kommt nur auf Dreien vor. Eines 
ist G. W. gezeichnet. H. 1 Z. 4- 7 L. Br. 6 Z. 6-7 L. 
463. Georg Weickmann, Maler in München, war um 1560-1580 
 thatig. Er malte gewöhnlich in Miniatur, meistens für 
den herzoglichen Hof, an welchem er als Illuminist be- 
soldet war. Albert Y. liess Manuscripte durch ihn verzieren, und Mi- 
niaturen für Gebetbücher ausführen. Im Jahre 1580 malte er für die 
herzogliche Kunstkammer das bayerische Wappen. Das obige Mono- 
gramm findet man auf Zeichnungen, aus welchen der Nachahmer des 
Virgil Solis sich kund gibt. Sie datiren von 1560 an. 
464. Hermann WiSIiGBIIIIS, Historienmaler aus dem Grossherzog- 
thnme Weimar, Schüler des Julius v. Schnorr, bediente sich 
 dieses nur wenig abweichenden Zeichens auf Aquarellen und 
Federzeichnungen. Man könnte es für G W nehmen, nicht für H W, 
und daher machen wir nur vorläufig darauf aufmerksam. Unter H W 
kommen wir auf diesen talentvollen Künstler zurück. 
 455. Georg Weiukenantt nennt sich ein Kartenmacher, welcher 
   um 1518-1526 in Nürnberg gelebt haben 
dürfte. Im Jahre 1830 fand man in einem Wand- 
schranke des Hauses des Albrecht Dürer ein 
Kartenspiel, auf dessen Blättern der Name des
        

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