Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570239
415 
417. 
133 
42) Einige der genannten Titeleinfassungen wiederholen sich auch 
in anderen Druckwerken, doch dürften in den folgenden Büchern auch 
noch unbeschriebene Bordüren vorkommen. Alle haben das Zeichen. 
Ewcellentisimi Virz" Udalricz" Zasiz"  lucubrationes aliquot 
quam elegantes nec minus erudilae. Basileae 1518, fol. 
Doctrina, Vita etc. Jesu Christi etc. Hagenau in aedibus Th. 
Anshelmz" Badeäerhäj 7, fol. In diesem Buche sind auch schöne Zier- 
leisten von Urs ra. 
D. Erasmi Boterodami  De octo oratorum partium Con- 
structione. Basileae, J. Froben 1515. 
Libaniz" Sophistae declaratiunculae aliquot. Basil. J. Froben 1522. 
A Valerii Maxime" Dictorum et factorum memoradilium Librt IX. 
r entorati 1516. 
g M. T. Cicero De Amicilia, de Seneclute, Paradoxa w. Basil. 1521. 
Octavius Cleophilus  De Coetu Poetarum. Basal. J. Frohe- 
nius 1518. 
Erasmi Roterodami Institutio Principis Christianz". Basil. 1516. 
De Primatu Petri ab Joh. de Eck. Ingolstadii 1520. 
Historia. Herbarum, von Kuchenbeck. Basil. 1515. 
Brulliot I. No. 2226 nennt noch einige andere Werke mit Titel- 
einfassungeii, auf welche wir nicht eingehen. Sie sind in8und4F0rmat. 
43) Das Alphabet mit Figuren von Kindern auf schwarzem Grunde. 
Der Ursus zeichneiide Künstler ahmte das Figurenalphabet des Albr. 
Dürer nach, liess aber Kinderfiguren weg. Man findet diese Buch- 
staben in der Frobewschen Ausgabe des Eutropius, und des G. Sueto- 
niulsl 1518, fol. Vollständig kommt das Alphabet in diesen Werken 
nic t vor. 
415- Ursus Graf, der im vorhergehenden Artikel erwähnte Künstler, 
3,1l! könnte auch auf dieses Zeichen Anspruch machen, wenn 
 es nachgewiesen wäre, dass die Holzschnitte mit dem- 
 selben vor 1542 gefertiget wurden. Man findet es auf 
einer schönen Titeleinfassung unten mit der liegenden Gleopatra, oben 
mit nackten Kindern in Püauzenornamenten, und rechts und links mit 
Säulen. Benützt zu Aesopii Fabulae. Ingolsladii, Weissenh0rn1542, 8. 
Wir glauben, dass es sich uin eine Copie nach Urs Graf handle, näm- 
lich nach No. 40 des vorhergehenden Artikels. 
416. Ursus Graf ist auch der Verfertiger der schönen Metallschuitte 
 in der Precatio Domina  Basel. Jean. Froben. (1523). Wir 
haben die Blätter unter CV im zweiten Bande No. 749 be- 
UQK schrieben, da; auf den Metallsclinitten der Buchstabe G nicht 
' deutlicher hervortritt, als wie oben "gegeben. In dieser Form 
wird man aber C V lesen. Wir haben das Buch mit den Bitten des 
Vater Unsers auch im Artikel des Urs Graf No. '10 erwähnt. Vergl. 
auch den folgenden Artikel. 
417. Ursus Graf, der No. 414 eingeführte Meister, kann auch auf 
Ü" dieses Zeichen Anspruch machen, wenn der Holzschnitt mit dem- 
selben vor 13530 gefertiget wurde. Der Kunstler starb um diese 
Zeit, wir finden aber das Blatt mit dem Zeichen in: [Vom Testament,- 
Omnia. Basileae, Thom. Platter 1540, 1544, 8. Es stellt die vier 
Evangelisten vor. Von derselben Hand sind auch die Initialen ge- 
schnitten, doch kommt das Monogramm daraut nicht vor. Letzteres 
gleicht in einiger Hinsicht dem vorhergehenden Zeichen, es ist aber eher 
G als C zu lesen. Fassen wir aber beide Faesimiles ins Auge, so ist der 
Unterschied zwischen diesen und den anerkannten Zeichen des Urs Graf 
so gross, dass man einen zweiten, unbekannten Meister vermuthen möchte.
        

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