Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570219
414. 
131 
4 Z. 
ver- 
vorgestellt, und oben steht: VNDERWALDEN. H. 7 Z. 1 L. Br. 
Nur dieses Blatt ist mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1521 
sehen. Die anderen haben die Ueberschriften der Cantone. 
Titeleinfassungen und Zierleisten. 
28) Bordüre mit Säulen und Querleisten. Erstere sind mit Orna- 
menten undFiguren geziert, und an der linken Säule bemerkt man 
die Abbreviatur VR S. Unter dem Capitäle stehen die Buchstaben 
M VA über einander. Auf der unteren Querleiste halten zwei geflügelte 
Genien ein leeres Wappenschild, und rechts und links stehen zu ihren 
Seiten zwei andere Genien mit Posaunen. Die Figuren sind dieselben, 
wie auf der dem A. Dürenzugeschriebenen schönen Titeleinfassnng 
mit dem Symbole des W. Pirckheimer zu den Sententiae beatissimi 
patris Nili, und zu Plutarchusde oitanda usura. Nurenberge. 
F. Peypus 1515, 1516. Auch die Ornamente der oberen Querleiste 
sind jenen Dürer's nachgebildet. Diese Einfassung umgibt die Dedi- 
cation des Eutropius an den Herrscher Augustus in der von Johannes 
Frobenius in Basel gedruckten Ausgabe des Eutropius de gestis Bo- 
manorum. Eine ähnliche Bordüre dient auch als Rahmen der Dedi- 
cation des Pomponius Laetus an den Bischof Franz Borgia, nur dass 
die linke Säule von anderer Zeichnung ist. Dagegen ist die rechte 
Säule fast jene der Sentenzen des Nilus. Dieselben Seitenleisten mit 
den Säulen, aber ohne Abbreviatur des Namens, wiederholen sich in 
Ammiani Marcellina" rerum gestarum über uartus decimus. Die 
Querleisteu sind aber von anderer Zeichnung. [Kiten sieht man zu den 
Seiten des Schildes zwei gebückte Genien mit Stöcken. Im Schilde 
steht: Jo. Frobe. typis ewcudebat. Rechts unter dem Genius ist das 
Monogramm. 
29) Bordüre mit Pyramus und Thisbe und dem Urtheile des Paris, 
unten rechts und links. Die linke Seiteneinfassung bildet einen Brunnen, 
auf dessen Aufsatz ein knieendes Weib einen Mönch im Korbe herab- 
lässt. Rechts auf dem Gesimse des Pfeilers mit der Jahrzahl 1519 
steht eine Schaar von Männern, welche mit Speeren und Fackeln gegen 
die nackten Posteriora eines Weibes losgehen. Mit dem ersten Zeichen. 
Diese Einfassung dient, wohl im späteren Drucke, zu J. Ravisiils 
Textor: Epitheta. Parrhisiis 1524, fol. 
30) Bordüre mit zwei geflügelten Knaben, welche das Froben'sche 
Wappenschild halten. Auf der linken Säule steht ein Schalksnarr, und 
unten hängt das erste Täfelchen mit dem Monogramme. Oben ist ein 
mehrfach gewundenes Band.  
Diese Einfassung dient zu Des. Erasmz Roterodami in Novum 
Testamentum annotationes   locupletae. Basileae, J. Froben. 
1522, fol. Zu Hutten's Ovug. Nemo. Basileae, Froben 1518, 4. 
31) Bordüre mit der lesenden Frau als Humanitas auf dem Wagen, 
dessen Deichsel ein nackter Knabe lenkt, während vier Personen, 
Virgil, Homer 8m. ihn schieben und ziehen. Zwei Genien, von denen 
der eine den Schild mit dem Reichsadler, der andere jenen mit dem 
Basler Stabe hält, heben eine Art von Baldachin über die Gruppe. 
Auf kurzen Säulen stehen ein nackter Knabe mit geflügelten Füssen, 
und ein junges Weib mit Winkelmass und Zügel. Unten in Mitte des 
Sockels ist das Quertäfelcheil mit dem Monogramme. 
Benutzt zu Des. Erasmi: Adagiorum Chiliades 'tres. Basel, 
Frohen 1513, fol. Zu Fr0ben's: En tibi Lector  Lucij A. Senecae 
lucubrationes omnes. BasiL, Frohen 1515, 1518, fol. Epistolae D. 
Erasmi- lioterodami. BasiL, Froben 1521. J. Oecolampadiz" In- 
dem in Tomos omnes operum D. Hieronymi. Basil. 1520, fol. 
9a
        

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