Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570115
GSV-GT. 
386  390. 
121 
liehen Radirungen findet man aber das Monogramm und die Initialen 
des Namens, theils mit der Jahrzahl und der Abbreviatur Mohn, d. i. 
München. Das obige Monograrnm steht auf einem seltenen Blatte, 
WGIChGS einen im PPOÜ] nach links gerichteten gezäumten Pferdekopf 
vorstellt. H. 3 Z. 8 L. Br. 3 Z. 5 L. ICinige Blätter kommen nur in 
ein paar Probedrücken vor, indem er die Platten zu weiterem Gebrauche 
abschleifen liess, oder zurücklegte, wenn er keinen Käufer fand. Der 
arme Sillig hatte zuletzt in München mit Noth zu kämpfen, da er in 
der Oelmalerei ohne Uebung blieb, und die Zeichnungen nicht mehr 
an Mann brachte. Seine Arbeiten verdienen aber volle Beachtung. In 
ihm ging ein schönes Talent unter. 
386. Unbekannter Maler, welcher in Rom gelebt zu haben scheint. 
Man findet diese Initialen auf einem gut radirten alle- 
CI- S-V- F  gorischen Titelblatte mit der Aufschrift: SolariumlMo- 
tuum Tabulae Romanae. Es gehört wahrscheinlich in: Francisci 
Leverae Romani Prodromus universae astron-omiae restitutae  
Roma 1663, fol. 
387- Guillaume Swanahnrg, Zeichner und Kupferstecher, ist unter 
G_ Swam Fecih dein ldonngrammi GS lioh3äl eingeführt, und 
Gswancb Saul wii velweisen da er zunac st auf Jenen Artikel. 
 P- D1e Abbrevmtur des Namens findet man auf Kupfer- 
stichen, die Buchstaben GS zuweilen verschlungen. 
333- Der unbekannte Knpferstecher mit diesem Zeichen ist nach 
Ordnung unserer Vorgänger schon im zweiten Bande 
N0. 71.4 eingeführt, da der gewundene Buchstabe für 
 ein verkehrtes C genommen wurde. Es ist diess aber 
die alte Form des G. Wir haben dem früheren Artikel 
I nichts hinzuzufügen, und verweisen daher auf denselben. 
389. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, welcher um 1579 
in Italien thätig war. Wir haben seiner im zweiten Bande 
N0. 712 bereits erwähnt, da unsere Vorgänger C G vermutheten, 
ä obgleich derKupferstich mit diesem Zeichen aus einer Zeit stammt, 
in welcher die alte gewundene Form des G nicht mehr ge- 
bräuchlich war. Das fragliche Blatt stellt den Zug des Heilandes nach 
Golgatha vor, und ist II. N0. 712 ausführlich beschrieben. Es hat die 
Jahrzahl 1579. 
In neuester Zeit wollte man unter dem Monogramme den Tcodoro 
Ghisi oder Ghigi, den Schüler des Giulio Romano, vermuthen. Dieser 
Meister hat wenigstens 1579 noch gelebt. Damals malte er für den 
Dom in Carpi die Himmelfahrt Mariä, welche sich jetzt im Seminarium 
daselbst befindet. Das Bild war vor wenigen Jahren noch in der Kirche 
S. Iguazio, und im Archive der Confraternitä dieses Heiligen ist ein 
Document vorhanden, nach welchem das Gemälde 1579 von Ghisi 
ausgeführt wurde. Es stammt aus der letzten Zeit des Künstlers, da. 
er schon um 1540 thätig war. Im Dome zu (Jan-pi ist eine Heimsuch- 
ung Mariä, nach PozzolPs Chronik der Stadt 1546 gemalt. In der 
Pfarrkirche di Cibenio zu Carpi ist ein Gemälde mit St. Agatha. 
399. Thomas Geminie oder Geminus, einer der ältesten englischen 
ä" Knpferstecher, tritt im zweiten Bande N0. 713 auf, da man 
v V das 8989116110 Zeichen in CT zerlegte. Es enthält aber die 
alte Form des G. Im Uebrigen verweisen wir auf den angezeigten Artikel.
        

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