Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570024
H2 
362 
365. 
362- Giulio Sanuti, Zeichner und Knpferstecher von Venedig, 
G S dessen Thätigkeit um 1550-1575 fällt, behauptet im Künstler- 
'  Lexicon XV. S. 7 eine Stelle, und wir haben dort Supplemente 
zu den von Bartsch XV. p. 499 ff. beschriebenen fünf Blättern des 
Künstlers gegeben. Ein solches muss auch hier erwähnt werden. Es 
stellt den Baum des Lebens vor, in einer grossen allegorischen Com- 
position von Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente, ver- 
mischt mit Todtentanzscenen u. s. w. Im Rande ist eine Inschrift: 
CREAT-MDLXXII- G. S. Dieses äusserst seltene Blatt kennt 
Bartsch nicht. Wir finden es im Cataloge des Dr. B. Petzold, VII. part. 
No. 1369 beschrieben. Wir kennen kein zweites Blatt mit G S. Nur 
ein einziges hat ein aus S VI gebildetes Monogramm. Der Künstler 
fügte auch nur selten den Namen bei. 
 Gottfried Stein, Kupferstecher in Augsburg, war um 1690 
G S bis 1700 thätig. Man findet historische Blätter von ihm, so- 
sa wie Vorstellungen aus der Zeitgeschichte. Auf Landschaften 
nach Sebastian le Clerc kommen die Initialen des Namens vor. 
364 Medailleure und Münzme-ister, welche Gepräge G. S. zeich- 
G S Eeäen, twäe Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen dzc. S. 128, 
  e aup e. 
Gerdt Schriuer (Schreiber), Münzmeister in Riga um 1547. 
b Georg Fgicäcgiclääggude, Münzmeister des Herzogs Albert III. zu 
Co urg von   
Gottfried Sesemann, Münzmeister des ,Königs Christian V. von 
Dänemark, war um 1680- 1690 thätig. Die Initialen seines Namens 
findet man auf einer Medaille mit der Ansicht des Schlosses Frederiks- 
borg von 1682. O. Jacobaus gibt sie auf Tab. XXX. No. 25 in Ab- 
bildung, er kannte aber den Verfertiger nicht. Schlickeysen nennt ihn 
Gregor Sesemann. 
G. Schmelz, Medailleur, arbeitete um 1737 in Stuttgart. 
365- Georg Schom oder Schem, und Georg von Sichem, wird nach 
Tradition der Verfertiger einer Holzschnittcopie des 
Ü Ä ff QC1ß76 Todtentanzes in Basel und Bern genannt. Dieses 
Werk erschien zu Basel, wo auch der etztgenannte 
G5 :c ä Künstler gelebt hat, und es ist wohl möglich, dass 
es sich um die eine und dieselbe Person handle. In Basel hielt sich 
der alte Ohristoifel van Sichem auf, und vielleicht war der traditionelle 
Georg von Sichem der Sohn desselben. Sein Name kommt aber auf 
keinem Blatte vor, nur ein aus G VS bestehendes Monogramm ündet 
man auf einem Holzschnitte der Basler Chronik von Christian Wur- 
stisen. Basel bei Sebastian Henricpetri 1580. Andere wollten unter 
den Initialen G. S. den gelehrten Sigmund Gelenius von Basel, andere 
den Georg Scharffenberg von Görlitz vermuthen, allein weder der eine, 
noch der andere kann einen Anspruch begründen. Der Formschneider 
lebte aber sicher in Basel, und wenn nicht Georg Schom, oder noch 
eher Georg von Sichern die Platten zum Todtentanze geschnitten hat, 
S0 müssen wir die weitere Deutung der Buchstaben unterlassen. 
Dieser Todtentanz erschien unter folgendem Titel: Zwen Todten- 
täutz: [I Deren der eine zu l Berndem Anderen l Ort Hoch- 
lobliclzer Eydtgno- I schafft zu Saut Barfüssern: Der Ander aber 
zu l Basel dem Neundten Ort gemelter l Eydtgnoschaft auf S. Pre- 
 diyers Ifirch- l hof mit Teutsclzen Versen, dazu auch die La- 1 
teinischeu kommen, ordenlich l sind verzeichnet.  Jetzt erstmals
        

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