Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1570004
110 
356 
357. 
Das im Künstler-Lexicon erwähnte Bildniss des Gerhard Dow ist 
nicht genau gemessen. Die Platte ist 6 Z. 2 L. hoch, und 4 Z. 7 L. 
breit. Das Oval hält 5 Z. 3 L. in der Höhe, und 4 Z. 6 L. in der 
Breite. Später wurde die Platte an beiden Seiten abgenommen, so dass 
sie nur 3 Z. 10 L. breit ist. Sie wurde in diesem Zustande für ein 
Buch benützt. Links oben steht: Tom. II, rechts: p. 157. Einige 
wollten dieses Blatt nicht dem G. Schalken, sondern dem Carel de 
Moor zuschreiben. Letzterer radirte nach ihm die halbe Figur eines 
rauchenden Bauers. Auf diesem Blatte stehen die Cursiven: G S pinxit. 
G. Schalken starb im Haag 1706. Im Jahre 1643 wurde er zu 
Dordrecht geboren. 
355. Der unbekannte Metallschneider mit diesem Zeichen ist 
unter CS II. No. 667 eingeführt, da der erste Buchstabe 
a für C genommen werden könnte. Es ist aber der Buch- 
stabe G in alter Form gebildet. Das Blatt mit den gege- 
benen Initialen stellt Christus am Kreuze vor, und ist l. c. beschrieben. 
357- Der unbekannte Formschneider, welcher Blätter mit diesen 
1-  Initialen hinterlassen hat, bediente sich auch des 
G S [Gips Monogramms No. 342, und daher haben wir über 
ACIPO ihu bereits gehandelt. Wir zählen hier nur Blätter 
G s 1G S mit den Initialen GS auf, und schliessen die Copieu 
Beim Aula   
kg .1. E, q der Passion von A. Dürer, und die Todtentanzbilder 
ccocggcrs. aus, da diese wahrscheinlich von einem anderen Meister 
herrühren. Sie sind indessen nicht vorzüglicher, als die folgenden, 
wir trennen sie aber auch des Gegenstandes wegen, da der Meister mit 
den gegebenen Initialen mehr die Topographie berücksichtigte, aber 
ohne die Figurenstatiiage auszuschliessen. Bartsch IX. p. 439 beschreibt 
einige Holzschnitte, man wird aber aus seinem Artikel nicht recht klar. 
Er bringt zwei verschiedene Zeichen. 
 1) Die halbe Figur eines Türken mit dem Commandostabe. Links 
unten das erste Zeichen. H. 3 Z. Br. 2 Z. 6 L. 
 Dieses Blatt kommt in der Basale-r Chronik durch Christian Wur- 
stichen, Basel bei Sebastian Henricpetri 1580 fol., vor. In demselben 
Werke ist auch ein Fähndrioh mit dem Basler Wappen auf der Fahne. 
Das Monogramm dieses Blattes besteht aus G VS, und gehört höchst 
wahrscheinlich dem Georg von _Sichem an, wie wir schon unter dem 
Monogramme des Künstlers bemerkt haben. 
2) Die Niedermetzlung der Hugenotten 1572, oder die Bartolomäus- 
Nacht. Rechts unten die letzten Buchstaben mit dem Messer. Höhe 
4 Z. 5 L. Breite 5 Z. 9 L. 
Diese Vorstellung findet man in S. Münsterls Cosmographey. Basel, 
bei den Henricpetrinischen 1628. Das Blatt muss aber schon in einem 
früheren Werke vorkommen.    
3) Der perspektivische Plan von Kempten 1569. Links unten mit 
dem Messerchen ohne Kreuz. H. 4 Z. 6 L. Br. 5 Z. 8 L. 
In der Cosmographie von 1576 und 1628. 
4) Die Belagerung der FestungvJula  Ungarn durch die Türken. 
Links unten das zweite Zeichen. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L. 
5) Die Belagerung von Zigeth durch die Türken. Unten gegen die 
Mitte das Zeichen ohne Kreuz. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L. 
6) Die Belagerung von Sacca in Ungarn. Links unten dasselbe 
Zeichen. H. 4 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L.   
Diese drei Belagerungen kommen ursprünglich in Nik. Höniger's 
Hoffhaltung des Türkhischen Keysers und Othömannischen Reichs 
Beschreibung. Basel 1578, vor. Später wurden die Platten zur Cosmo- 
graphie von 1628 benützt.
        

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