Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569992
354 
355. 
109 
Füchse, Tiger u. s. w. Seine Thierstücke in Oel und Aquarell sind 
zahlreich. Er hat auch solche in Kupfer radirt, und mit einenErklär- 
ung von William Gilpin herausgegeben. Radirungen anderer Art sind 
in W. Gilpin's Werk: The Lifes of John Wicliß und of the most 
eminent of his Disciples. London 1766, 8. Die Bildnisse von Wicliii" 
und seinen Schülern sind mit dem Namen bezeichnet, auf den Blättern 
mit den Bildnissmedaillons von Johann Huss, Hieronymus von Prag 
und Zisca, dann auf jenem mit dem Martertode des Lord Cobhani, ist 
aber das obige Zeichen beigefügt. X 
354. Simon Gassner, Hist0rieii- und Landschaftsmaler, geb. zu 
Steiiiberg in Tyrol 1755, hielt sich längere Zeit in Salz- 
burg, München und Landshut auf, ging dann nach Wien 
JÜÖ und nach Rom, und wurde endlich in GarlsruheHof- 
theatermaler. Gassuer malte Altarbilder, und decorirte 
Säle und Schauhühiien. Er malte aber auch Landschaften in Oel 
und Aquarell. Auf Zeichnungen in Tusch und Aquarell kommt das 
Monogramm vor. Man findet es mit der Jahrzahl 1790 auch auf einem 
radirten Blatte unter dem Titel: Die Gegend des dor-ischen Tempels 
in dem neuangelegten englischen Garten  zu München, mit Dedi- 
cation an den Buchhändler Strobel daselbst, gr. fol. Vor dem zweitem 
Drucke wurde die Platte in Aquatinta übergangen, und der Mond 
dringt durch die Wolken. Im frühen Drucke sind im Vorgrunde zwei 
Figuren, später wurden sie mit Gesträuch bedeckt, und dadurch wurde 
rechts unten auch das Monogramm unsichtbar. Gassner radirte noch 
zwei andere Ansichten von Tempeln in dem damals sogenannten The- 
odorspark zu München, qu. 4. In Rein radirte er die Ansicht der 
Fontana Egeria, und einer Parthie des navianischen Amphitheaters, 
gr. qu. 4. Dann haben wir von ihm auch vier felsige Landschaften mit 
Flüssen, geätzt und braun gedruckt, schmal qu. 4. Zwei auf Stein 
gezeichnete Landschaften gehören zu den Inciinabeln der Lithographie, 
qu. 4. Gassncr starb um 1830. 
355. Gottfried Schalken, Schüler von Samuel van Hoogstraten 
 und Gerhard Dow, wird unter den Malern des feineren Genre- 
 faches mit Auszeichnung genannt, hier handelt es sich aber nur 
um ein radirtes Blatt, auf welchem links unten im weissen Grunde 
das gegebene Zeichen angebracht ist. Es enthält die Büste eines 
lachenden Bauers mit rundem Hute in 3], Ansicht nach links. Die 
rechte Hand hält er beinahe vor das Gesicht, und zeigt damit die Feige. 
Uier dem Ovale steht: Quam meminisse juvat. Durchmesser der 
Hö e des Ovals 3 Z. 4 L., jener der Breite 2 Z. 9 L. Höhe der 
Platte 3 Z. 8L., Breite 2Z.11 L. Bartsch schreibt dieses sehr seltene 
Blatt dem Cornelius Dusart zu, und betitelt es No. 2: L'homme fai- 
sant la figue. In Walkeüs Collection of forty two fac-similes of 
rare etchings by celebrated painters  London (1826), fol., ist 
eine Copie. 
Im Künstler-Lexicon XV. S. 133 sind noch drei andere Blätter 
von Schalken beschrieben. Die Bildnisse des Rathes Cornelis van Be- 
veren, und des Admirals Matthäus van den Brouck, beide in halben 
Figuren nach S. van Hoogstratems Zeichnung, fand R. Weigel in fol- 
gendem seltenen_Werke: Beschryvinge der Stad Dordrecht, verna- 
tende Haar Begzn, Opkomsl   Door Matthys Balen, Jans Zgon. 
T9 pordrecht- 1677, 4. Das Bildniss des Admirals fehlt fast immer, 
und Weigel (Kunstkatalog No. 20,843) vermuthet, dass es früher als 
das Buch zum Vorschein kam, und nur den später verkauften Exem- 
plaren, aber nur wenigen derselben, beigefügt wurde.
        

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