Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580082
1118 
2933-2934. 
ihm auch die Zeichnungen angehören. 
wechselt. Der Künstler starb 1629. 
Die 
Orthographie 
des 
Namens 
2933. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher zu 
Anfang des 17. Jahrhunderts in Leipzig gelebt zu haben scheint. 
H In Valerian Herzbergefs Hauspostill. Leipzig 1619, fol., sind 
sechs kleinere Holzschnitte mit diesem Zeichen. Sie sind sehr schön 
und geschmackvoll behandelt, bei weitem besser als die grösseren. 
Wir können nicht bestimmen, 0b sie von einem der aufgeführten 
Monogrammisten H F herrühren. 
2934- Heinrich Fassner statt Hans Fries wird obenNo. 915 als der 
Verfertiger der Gemälde aus dem Leben der 
 C. F" Maria im Museum zu Basel genannt, wie an 
der betreffenden Stelle näher zu ersehen ist. 
o  Auf diesen H. Fassner kamen wir durch eine 
j) Q  anonyme Schrift: Notizen über Kunst und 
Künstler in Basel 1841, in welcher das Ver- 
' K. zeichniss der zu Basel zünftig gewesenen Ma- 
ler und Bildhauer nach dem rothen Buche der Zunft zum Himmel da- 
selbst aufgenommen ist. In diesem gedruckten Verzeichnisse kommt 
unter dem Jahre 1498 Meister Heinrich Fassner von Bern als Maler 
vor, und wir nahmen keinen Anstand, ihn nach Zeit und Umständen 
für den muthmasslichen Verfertiger der Bilder in Basel zu bezeichnen. 
Jetzt hat sich der Thatbestand anders herausgestellt. Durch die ge- 
fällige Mittheilung des Herrn Ed. His-Heusler in Basel, welcher 1862 
den Catalog der städtischen Kunstsammlung herausgab, kam der ge- 
nannte Heinrich Fassner 1841 nur durch eine falsche Lesart und 
durch unrichtige Auffassung der handschriftlichen Aufzeichnung in 
das Verzeichniss der Künstler. Die betreffende Stelle der unorthogra- 
phischen Handschrift lautet: yte ef het entpäge die zunft ein moller 
kam von bern uff Mitwuch vor fant Albans Dag v7? nam meister 
Heinrich falkner 1 8'. iij ß. Daraus entnahm der Abschreiber von 
1841 einen Maler Meister Heinrich Fassner, es handelt sich 
aber um keinen Künstler, sondern um den Sattlermeister Heinrich Falk- 
ner, welcher damals Seckelmeister der Zunft war, und daher das Geld 
für die Aufnahme in Empfang genommen hatte. Der Name des Ma- 
lers ist nicht eingetragen, und zwar durch die Ungeschicklichkeit des 
Seckelmeisters Heinrich Falkner weggeblieben. Herr His-Heusler ist 
aber dem Berner Meister in einem anderen uralten Buche der Zunft 
auf die Spur gekommen. Es enthält das Verzeichniss aller Zunft- 
genossen, und darin steht in derselben Reihenfolge, in welcher im 
rothen Buche der Maler von Bern eingezeichnet ist: Muttern der 
moller. Dieser Matter, welcher nach Anshe1m's Chronik I. 136 und 
261 einem alten Berner Geschlechte angehört, ist aber nicht der Träger 
des Monogramms. Herr His-Heusler hat bis zur Evidenz erwie- 
sen, dass die Bilder aus dem Leben der Maria im Museum zu Basel, 
deren eines die gegebenen Buchstaben trägt, von dem bisher unbe- 
kannten Maler Hans Friss aus Freiburg herrühren. Unter dem Mo- 
nogramm 10h.  F. geben wir die weiteren Nachrichten über diesen 
merkwürdigen Meister, zugleich mit der Beschreibung der Bilder aus 
dem Leben der Maria. Der Sattlermeister Heinrich Fassner, richtiger 
Falkner, muss künftig von der Künstlerschaft sich fern halten, wenn 
er 1498 auch Zunftgenosse der Maler war.
        

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