Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580060
1116 
2928-2930. 
romantischen und humoristischen Inhalts. Wir haben von diesem, be- 
sonders in Künstlerkreisen als Dichter so mancher gemüthvoller und 
inniger Lieder bekannten Meister auch folgendes Werk: Stimmen aus 
dem Kunst-Publicum, Studien von Hugo von Blomberg. Berlin, J. 
Springer 1853. Der Verfasser lässt hier als stehende Typen jedes 
Kunstausstellungs-Publikum 1) den Bescheidenen, der nichts davon 
versteht, und doch am meisten raisonnirt, 2) den Mäcen, der den Spass 
bezahlen kann, 3) den Enthusiasten, der Alles himmlisch, herrlich, 
wunderschön findet, und 4) die Unaussprechliche auftreten, und sich 
selber in humoristischer Weise zum Besten geben. H. v. Blomberg 
lieferte als Künstler auch Beiträge zum Album des jüngeren Künstler- 
Vereins zu Berlin. 2tes Heft. Berlin 1853, 4tes Heft 1855. Mit Litho- 
graphien und Radirungen, fol. Im zweiten Hefte sind zwei Gomposi- 
tionen, die eine von ihm eigenhändig, die andere von Feckert auf Stein 
gezeichnet. Das erste Blatt gewährt den Blick in die Werkstatt eines 
Malers im älteren Costüm, welcher im Begriffe steht, ein Bild zu be- 
ginnen, denn noch ist die Leinwand auf der Staffelei weiss. Auf der 
Fussbank sitzt eine weibliche Figur , welche den Rücken kehrt. 
Uebrigens ist das Bild so gut und wirkungsvoll durchgeführt, dass 
es dem Hefte zur Zierde gereicht. Das zweite Blatt stellt ein nied- 
liches Pärchen im Costüm der Roccocozeit vor, welches mit graziösem, 
tändelndem Gange einen mit Hermen und Caryatiden geschmückten 
Gartensalon verlässt, um sich in Begleitung des Hündchens im Freien 
zu bewegen. Feckert hat dieses Bild sehr sorgfältig lithographirt. 
Wir haben es hier nur mit Radirungen zu besondern Gelegenheiten, 
zu Künstlerfesten, zu seinem Gedichte: Prinz Augentrost und die 
schöne Wunderholde 8m. zu thun. Auf solchen Blättern kommt das 
Monogramm vor. 
2928. Hermann Bethke, Genremaler, geb. zu Braunschweig 1825, 
w machte seine Studien in München, und lebt daselbst als 
ausübender Künstler. Durch die Verloosungen des Kunst- 
vereins gingen mehrere seiner Bilder in den Privatbesitz 
über, und auf einigen kommt das Monogramm vor. Auf der Königs- 
berger Ausstellung 1861 sah man das Bild einer bayerischen Sennerin, 
auf welchem das gegebene Zeichen vorkommt. 
2929. Der Hans Bocksbergor oder Bocksperger genannte Meister 
w mit diesem Zeichen kommt schon N0. 606 und 607 vor, und 
{Xi N0. 1619 kamen wir auf ihn zurück, da einige HVB lesen 
QÜ' wollen. Mit Beziehung auf jene Artikel tragen wir nur das 
' Bibelwerk nach, in welchem das Honogmmm vorkommt: Biblia. 
Das ist die gantze heylige Schrifft Teutsch. D. Man. Luther. Francis- 
furt, Zephelius, Rasp und S. Feyerabend 1560, 1561, 1565 ff. fol. 
Das obige Zeichen steht auf dem Holzschnitte mit dem apokalyptischen 
Bilde, welches die Könige und die Gewaltigen bei dem Fallen "der 
Sterne in den Klüften vorstellt. Auch Holzschnitte mit den übrigen 
l. c. gegebenen Zeichen kommen in der Bibel vor. 
293i). Jakob Binck, oder Hans Brösamer, tritt hier als Form- 
Schneider auf, indem das beigefügte Messer auf 
einen solchen deutet. Binck war Maler und Kupfer- 
XQY) stecher; Bartsch und Compagnie, wozu auch als 
5 jüngst Verstorbener Passavant gehört, behaupten 
l HE 3 4' aber hartnäckig, dass die alten Maler nicht selbst 
in Holz geschnitten haben. Das Monogramm mit dem Schneidmesser
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.